Jane Street gilt als eine der einflussreichsten Quant-Trading-Firmen der Welt: extrem datengetrieben, blitzschnell in der Ausführung und als Liquiditätsanbieter in vielen Märkten präsent. Genau diese Marktmacht sorgt aber regelmäßig für Kritik – von Vorwürfen rund um Marktstruktur bis hin zu Fragen nach Transparenz und Informationsvorteilen. Parallel baut das Unternehmen sein Krypto-Exposure weiter aus, etwa über Aktivitäten in digitalen Märkten und über börsengehandelte Produkte.
In dieser Gemengelage trifft Jane Street jetzt eine neue, brisante Anschuldigung, die die Terra/Luna-Implosion aus 2022 erneut ins Rampenlicht rückt.
Insiderhandelsklage im Terra/Luna-Fall
Am 24. Februar 2026 wurde in Manhattan eine neue Klage gegen Jane Street eingereicht – nicht von privaten Klägern, sondern vom Plan-Administrator der Terraform-Abwicklung (Todd Snyder). Im Kern lautet der Vorwurf: Jane Street habe materielle, nicht-öffentliche Informationen aus dem Umfeld von Terraform Labs genutzt, um sich in einer kritischen Marktphase einen Vorteil zu verschaffen und rund um den beginnenden De-Peg von TerraUSD (UST) profitabel zu handeln. Jane Street weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die Klage als Versuch, nachträglich Verluste einzutreiben