sind letztendlich allgegenwärtig und werden Jahr für Jahr hoch und runter gebetet aber allesamt ziemlich unzuverlässig.
Auch der Vergleich zu Bill Gates oder Bitcoin ist unpassend gewählt, weil die Motive der Prognose gänzlich Andere sind, nämlich Visionen. Crashprophezeiungen hingegen begründen sich vor allem in Zukunftsängste / Zukunftssorgen und sind daher auch relativ einfach gestellt und für Viele nachvollziehbar und verständlich, sind daher auch wesentlich inflationärer im Gebrauch.
Visionen hingegen sind für Viele nicht so leicht verständlich, sondern einer anfangs überschaubaren Masse an "Spinnern" "Nerds" "Träumer" "Spekulanten" vorbehalten.
Visionen richtig zu erkennen, dazu gehört letztendlich auch ein bisschen gut gemeintes Schicksal mit dazu, denn Bitcoin hätte sehr wohl auch noch ein paar Jahre in der hinteren Nische verbleiben können. Ich sehe mich daher weniger als Prophet, als als Jemand, der zum richtigen Zeitpunkt ( Faktor Glück ) die richtigen Informationen ( Bitcoin Whitepaper, etc. ) mit dem passenden Background ( selbst Informatiker ) gelesen hat.
Und die Entwicklung hin zu einem dezentraleren anonymeren Internet bestand bereits vor Bitcoin und vollzog sich stetig und unaufhaltsam.
Bill Gates ist da sicherlich noch ein ganz anderer Fall, der gute Mann hat letztendlich sich eine selbsterfüllende Prophezeiung geschaffen, wofür es höchsten Respekt gilt zu zollen.
Aber nun zur Crashprophezeiung.
Da stellen sich mir folgende Fragen, die mir eben keiner der Crashpropheten beantwortet, weil jene Crashpropheten ihre Erwartungen stets mit den allgemein vorhandenen Risiken begründen.
Z.B. die Frage, wieso der Crash nicht bereits vor einem oder zwei Jahren eingetreten ist?
z.B. die Frage, was sich in den vergangenen Monaten dramatisch hat verändert, was einen Ausbruch eines Crashs begründen würde?
z.B. die Frage, was den Crash triggert und so gefährlich machen soll?
Rückblickend der Krisen 2000 und 2008 gab es jeweils einen solchen Trigger. Doch aktuell sehe ich keinen solchen Trigger.
2000 waren es die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten, Platzen der Aktienblase, welche die Krise triggerten.
2008 wares es Immobilien- und Rohstoffblasen die platzten
2016 wären theoretisch wieder 8 Jahre vorbei, daher ein Crash auch wahrscheinlich, doch ich kann aktuell eine potenziellen Trigger erkennen wie in 2000 und 2008.
Die Aktienbewertung liegt nur leicht über dem Schnitt und zeigt keine wirklich nennenswerte bedrohliche Blase an. Der Immobilienmarkt genauso. Die Rohstoffmärkte notieren vergleichsweise niedrig ,so dass auch hier bislang kein Druck auf die Unternehmens ausgeht.
Monetär könnte man die steigenden Notenbankbilanzen und Schulden zitieren, doch trotz steigender Schulden sinkt die Zinslast immer weiter und notiert auf einem sehr niedrigen Niveau.
Damit wird eine Staatspleite unwahrscheinlicher als es in Zeiten höherer Zinsen war. Auch Unternehmen, Häuslebauer, usw. müssen deutlich weniger Zinslasten tragen und drohen damit ebenfalls deutlich weniger in die Schuldenfalle zu geraten.
Weiterer positiver Nebeneffekt der niedrigen Zinsen ist, dass für 100.000€ Schuld unterm Strich deutlich mehr Vermögen entgegenstehen als zu Zeiten hoher Zinsen wo der Häuslebauer minimum quasi zwei Häuser als Schuld in Kauf nehmen musste am Ende aber nur ein Haus als substanzieller Gegenwert stand.
Der steigende Bedarf an Wohneigentum wiederum lässt die Preise steigen, steigert somit auch den substanziellen Wert. Gefährlich würde es erst dann, wenn sich aus der steigenden Nachfrage erneut eine Blase bilden würde. Doch davon ist bislang kaum etwas zu erkennen, die Preise steigen in der Gesamtheit stetig aber nicht exorbitant.
Kommt zum Schluss noch ein überirdischer Effekt hinzu, nämlich die Aktivitäten der Sonne.
Interessant Beispielsweise, dass Rezessionen stets nur am Hoch- oder Tiefpunkt der Sonnenaktivität erfolgte und dies schon seit mehr als 5 Jahrzehnten. Wenn es nach dieser Rechnung geht, haben wir vor Ende 2018 nicht viel zu befürchten.
Dazu passt u.a. eine Analyse des Wellenreiters, der ein Ende des Aufwärtstrends noch nicht befürchtet.
www.timepatternanalysis.de/Blog/2014/06/28/...-markt-bis-2016/
Meiner Meinung nach werden wir bis an 2020 noch weiter nach oben laufen und bis dahin vermutlich irgendwo wieder eine Blase aufgebaut haben, die dann 2020 platzt.