Rückblickend in die Vergangenheit schauend gab es zu Beginn den Tauschhandel, Nachteil war, dass die Tauschgeschäfte oftmals nicht zusammen passten, ergo einigte man sich auf universelle Güter wie Gold oder Silber. Problem hierbei jedoch war, dass es nicht mit der wirtschaftlichen Tätigkeit entstehen konnte, somit eine jede Ökonomie letztendlich ausgebremst wurde, weil nicht genügend Werte vorhanden waren, z.B. um große Bauprojekte finanzieren zu können.
Ferner kommt noch hinzu, dass Gold und Silber schlecht teilbar und vor allem nicht wertstabil war, auch noch unterschiedliche Gewichtseinheiten die Sache erschwerten.
Ergo kam Münzgeld mit einem Nennwert, was die Kosten deutlich senkte und die Wertstabilität bzw. Vergleichbarkeit erhöhte.
Nun konnte man mit der wirtschaftlichen Tätigkeit theoretisch Geld schöpfen.
Doch auch dies gestaltete sich irgendwann unpraktisch, weil immer großere Werte entstanden und transportiert werden wollten. Es war zur damaligen Zeit ein ziemlich unsicheres Unterfangen über größere Entfernungen hinweg bezahlen zu wollen. Ein Handel über größere Entfernungen war dadurch erschwert.
Also kam Papiergeld um diese Problematik zu lösen und vor allem auch die Kosten zu senken, denn ein Geldsystem zu unterhalten war damals enorm teuer.
Durch Papiergeld konnten nun auch größere Werte über Entfernungen hinweg halbwegs praktisch transferiert werden.
Je mehr die Wirtschaft in Schwung kam ( Industrialisierung ), desto mehr Transaktionen wurden getätigt und die Summen stiegen mit dem steigenden Wohlstand. Musste man früher wohl nur ein paar wenige "Konten" verwalten, hatte nun auch Hinz und Kunz ein Sparkonto.
Der Aufwand für die Banken die vielen Buchungen über Papier einzeln zu vollziehen gestaltete sich zunehmend unpraktisch und vor allem teuer.
Ergo wurde Buchgeld ins Leben gerufen, bei der alle eingehenden Zahlungen mit den ausgehenden Zahlungen verbucht und zum Tagesschluß nur noch Ausgleichsbuchungen zwischen den Banken erfolgten.
Ein weiterer Vorteil des Buchgeldes ist die einfache günstige Geldschöpfung, was die Bereitstellung von Geld deutlich beschleunigte und damit einen Wettbewerbsvorteil verschaffte.
Man konnte nun mit übertrieben gesagt, einen Klick große Geldmengen erzeugen und beinahe sofort bereitstellen, was sonst längere Zeit in Anspruch nahm und vor allem viel Kosten und Aufwand verursachte, zudem auch nicht ganz ungefährlich war.
Ein internationaler Handel wie wir ihn Heute kennen mit all dem Wohlstandsgewinnen die er weiten Teilen der Welt ( trotz nach wie vor vieler Ungerechtigkeiten ) gebracht hat, wäre ohne Buchgeld gar nicht möglich gewesen bzw. wären wir Heute auf dem Stand von vielleicht 1990.
Zwar hätten wir dann auch deutlich weniger Schulden, ebenso aber auch weniger Vermögen. D.h. so viel dicke Autos würden dann nicht herumfahren und auch viele andere nette Dinge wären dann nicht drin.
Meiner Meinung nach ist es an der Zeit, nach dem Buchgeld den nächsten Schritt zu gehen und da denke ich spielt Bitcoin eine entscheidende Rolle, weil er neue Möglichkeiten bietet.
Er kann zur Weltwährung aufsteigen und würde damit einen Standard schaffen.
Er kann dazu beitragen, dass sich die Kapitalbeschaffung nicht mehr nur auf Banken beschränkt, sondern Kapitalbeschaffung nun auch über kreativere alternative Wege möglich wird. U.a. denke ich könnte Crowdfunding noch eine bedeutende Rolle spielen und evt. der Kredit von Morgen werden.
Darüber hinaus könnte die Bedeutung von Vermögen und Kapital generell abnehmen, weil sich Dinge wie Open Source oder Ressourcenteilung durchsetzen und demnach weniger Kapital erforderlich machen um sein Leben bestreiten zu können.
D.h. wenn 300€ fürs Leben ausreichen würden, dann ist es logisch, dass dann auch weniger Werte ( wertmäßig ) geschaffen werden müssen.
Ich gehe davon aus, dass das Geldsystem so nach und nach von Bitcoin "unterwandert" wird, z.B. weil Banken ihre Tx über die Bitcoinblockchain abwickeln oder selbst Bitcoin verwalten werden, damit ihre Kosten wesentlich senken. Eine Bank wäre theoretisch nahezu vollständig automatisierbar.
Des Weiteren werden die Eliten vermutlich schon damit begonnen haben Bestände in Bitcoin aufzubauen und dies auch weiterhin tun, so dass die Wertigkeit des Geldsystems bzw. des Bankensystems sinkt.
Evtl. könnte auch ein Bankless-Trend entstehen, d.h. es Hipp werden selbst Bank sein zu können. Andererseits könnten Banken aber auch Sicherheit bieten, weil sie für die Bitcoin-Einlagen haften und der Laie vor Hackerangriffen, usw. keine Sorge mehr haben müsste.
Dass das System regelrecht kollabiert denke ich bislang nicht, weil weder die Eliten noch politisch damit ein Blumentopf zu gewinnen wäre. Oder anders ausgedrückt, ich gehe nicht davon aus, dass sich die Eliten gegenseitig ans Messer liefern werden.