Nachdem die Hashrate ja immer wieder so ein großen Thema ist, ist vielleicht der folgende Hintergrund für viele von euch sehr interessant.
Mir ist vor ein paar Tagen der bullische Aktienkurs von Northern Data aufgefallen, woraufhin ich etwas recherchiert habe.
Northern Data hat bis vor einigen Monaten noch Northern Bitcoin geheißen. Die Jungs gibts seit einigen Jahren und die haben vor allem mit einem Out-of-the-box-Mining-Container von sich Reden gemacht, den sie überall in der Nähe günstigen Stroms aufstellen können. Das haben sie unter anderem in Norwegen auch gemacht.
Nun haben sie Whinstone aufgekauft und sind mit denen zusammen gegangen. Die waren ebenfalls bisher im Mining Business aktiv.
Nun heißt das Unternehmen Northern Data und ist seit einiger Zeit an der Börse gelistet.
Das große Projekt, das seit November 2019 läuft (www.coindesk.com/...nstruction-in-texas-would-dwarf-bitmains; Planung schon weit länger) ist eine Miningfabrik in Texas, mit anfänglich 300 Megawatt und eben 1 Gigawatt mittel- bis langfristig.
Dafür haben sie bereits voriges Jahr 5000 neue Miner bestellt (Link fehlt mir gerade).
Nebenbei bemerkt:
Bitmain ist auch in Texas aktiv, offenbar spielt sich das im selben Ort ab. Die Meldung von Oktober (www.coindesk.com/...rlds-largest-bitcoin-mine-in-rural-texas) spricht noch von der größten Bitcoin-Mine der Welt, mit 25 bis 50 Megawatt zu Beginn und potenziell bis zu 300 Megawatt langfristig.
Offenbar gibt es in Texas Strom in Hülle und Fülle, und das günstig, sonst würden diese Projekte keinen Sinn ergeben.
Zurück zu Northern Data: Die stemmen das Projekt nicht aus eigener Kraft, sondern haben finanzstarke Partner mit an Bord. Dieses Geschäftsmodell stabilisiert das Unternehmen und macht es nicht direkt abhängig von Bitcoins Preis- und Difficulty-Entwicklung.
Mit dabei sind SBI Crypto, eine Tochterfirma des japanischen SBI Holdings-Konzerns und GMO, die ebenfalls bereits seit Jahren im MIning aktiv sind.
www.bloomberg.com/news/articles/...-land-sbi-gmo-as-customers
Beide japanischen Partner wollen sich offenbar strategisch einen deutlichen Anteil am Bitcoinmining sichern und steigen daher entsprechend groß ein.
Daher nochmal zurück zur geplanten Kapazität: 1 Gigawatt bedeutet umgerechnet in Wattstunden:
1.000.000 Watt mal 24 Stunden mal 365 (Tage) = 8.760.000.000 Wh = 8,76 TWh
Im Vollausbau wird diese Mininganlage also jedes Jahr rund 8.76 TWh an Leistung für Bitcoinmining bereitstellen. (Und die Bitmain-Nachbarn nochmals 2, 628 TWh pro Jahr).
Das sind schon ordentliche Werte, wenn man sich anschaut, dass aktuell so um die 75 TWh ins Bitcoin Mining fließen.
digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption
Northern Data scheint mir also ein Börsenwert zu sein, der noch einiges vor sich hat.