Als es noch keinen Negativzins gab haben sich viele darüber aufgeregt, dass das Geldsystem aufgrund des Zinseszins automatisch in die Überschuldung führt.
Und zwar so:
1. Geld entsteht nur durch Bilanzverlängerung (Zentralbank aber auch z.B. bei der Volksbank)
2. Geld ist also nur existent, wenn Schulden gleicher Höhe bestehen
3. das Geld wird verliehen und muß mit Zinsen zurückgezahlt werden
4. woher kommen die Zinsen? ---> irgendwert muß neue Schulden machen, um die alten Zinsen zahlen zu können
5. gehe zu 1 (Teufelskreis, siehe Griechenland)
Ausweg: (Bürger-)Krieg, Revolution - das ist schlecht, lieber jemanden finden, der noch was hat
Früher haben viele geschrieben, dass das sogenannte Schwundgeld die Lösung sei:
de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgesichertes_Geld
Zitat: "Damit die Banknoten ständig im Umlauf bleiben und nicht gehortet werden, verlieren sie (nicht die Währung!) an Wert. Dieser Wertverlust wurde in Freigeld-Experimenten der Vergangenheit auf unterschiedliche Weise dokumentiert – so zum Beispiel durch Entwertungsmarken, die auf der Rückseite des Geldscheines von Zeit zu Zeit eingeklebt werden mussten, oder durch Ausschneiden eines Wertabschnitts". Das hat es auch im Mittelalter schon gegeben.
Nun also haben wir die moderne Variante des Schwundgeldes:
negative Zinsen, deshalb geben die Leute Ihr Geld schneller aus, Sachwerte (Immo, Gold, BTC) werden immer teurer, das Fiat Geld immer weniger wert, aber wir haben Vollbeschäftigung und verbrauchen Resourcen (für Sachwerte (Häuser) und Konsumartikel (Fernseher,Autos) etc.) ohne Ende!
Was den Staat bei diesem Experiment stören kann ist das Horten von Werten abseits des Fiat-Geldes.
Er wird gegensteuern: Immobesitzer werden durch neue Steuern (Grundsteuer 2.0) geschröpft und auch andere Sachwerte wird der Staat zumindest versuchen zu besteuern.