Mittwoch, 28.11.2018 - 09:30 Uhr
Chaos in der US-Notenbank: Naht das Ende der Zinserhöhungen?
Trump fordert bereits Zinssenkungen. Bisher hat das niemanden gekümmert, da Trump recht alleine dastand. Das hat sich inzwischen geändert.
"Die Kommunikationsfähigkeiten von Powell sind miserabel. Das hat auch nichts mit „Fed-Sprech“ zu tun, also der Angewohnheit von Notenbankern möglichst schleierhaft alles und nichts zu sagen. Wirklich klar ist dem Markt nicht, was Powell eigentlich will. Das wird mittelfristig ein Problem darstellen."
"Das, was die Notenbanker von sich geben, wirkt unstrukturiert und wenig abgestimmt. Es gibt überhaupt keine klare Linie. Sollte die Notenbank ihren Kurs ändern, wird das im Markt erst ankommen, wenn wirklich etwas beschlossen wurde."
Der Markt erwartet den ersten Zinsschritt im Jahr 2019 frühestens im Juni, sofern überhaupt einer kommt. Dass mehr als ein Zinsschritt kommt, ist inzwischen fast ausgeschlossen. Nur noch ein Drittel geht davon aus. Das ist zu wenig. Will die Notenbank den Markt nicht komplett in die Knie zwingen, kann sie nach heutigem Stand nicht so vorgehen wie von ihr selbst prognostiziert.
Tut sie es dennoch, brennt das Haus lichterloh. Bisher geht die Notenbank sogar von 3 Zinsschritten aus. Der Markt sieht die Wahrscheinlichkeit dafür bei nicht einmal mehr 10 %. Das ist katastrophal. Powell bzw. die Notenbank stehen ziemlich alleine da. Markt und Notenbank gehen gerade auf Konfrontationskurs. Hoffen wir, dass die Notenbank einlenkt, sonst wird es bitter.
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