D.h. hinter Bitcoin steht keine Instanz, welche sich z.B. über die Verteilung sowie Preisstabilität kümmert.
Zudem ist Geld in der Regel kreditbasiert, d.h. jedem Geld steht eine Schuld gegenüber.
Auch hier unterscheidet sich Geld vom Bitcoin wesentlich, denn Bitcoin steht keine Schuld gegenüber.
Man mag sicherlich darüber diskutieren, dass das heutige Geldsystem schlecht funktioniert, jedoch ist es eben nicht so, dass das Geldsystem einzig und Allein erfunden wurde um den Menschen zu knechten.
Das bestehende Schuldgeldsystem ermöglicht es im Grunde erst eine Ökonomie aufzubauen, obwohl noch nix da ist. D.h. man schafft die Henne aus dem Nix, um mit dieser Henne neue Hennen zu schaffen.
D.h. man gewährt einem ersten Unternehmen einen Kredit, damit es überhaupt erst mal ein Unternehmen geben kann.
D.h. man gewährt im Krisenfall mehr Kreditgeld, damit Unternehmen überhaupt liquide bleiben.
Ohne Schuldgeld würde so manche Krise relativ zeitnah in einen globalen Ruin führen, weil eben die Liquidität limitiert und nicht einfach aus dem Nichts nachgeschossen werden kann.
Damit will ich das Geldsystem nicht unbedingt verteidigen und sehe es langfristig nicht aus unüberwindbar es trotzdem ablösen zu können, doch aus heutiger Sicht sind wir von einer funktionierenden Alternative zum Geld noch weit entfernt.
Damit man eine Bitcoin-Ökonomie ohne Geld aufbauen kann, braucht es eine gesamtgesellschaftliche Veränderungen und Regelmechanismen, welche eben diese Liquiditätsengpässe ausschließen.
D.h. man müsste quasi die finanziellen Zwänge beseitigen, d.h. Unternehmen müsste man ohne Kredite aufbauen und finanzieren, so dass eben keine Zwänge und Liqiditätsengpässe entstehen können.
Tja und da sind wir bei Crowdfunding, kolaboratives Unternehmertum, Open-Source, Entkommerzialisierung, usw.


