Biotechnologie-Lukrative r Markt der Psychotherapeu


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Biotechnologie-Lukrativer Markt der Psychotherapeu

 
08.07.01 18:44
Biotechnologie
Lukrativer Markt der Psychotherapeutika
Von Christian Garbe, Biotech-Analyst der GZ-Bank

8. Juli 2001 Der Markt für Medikamente ist sehr lukrativ, schaffen es doch einige Produkte, Umsätze in Milliardenhöhe pro Jahr einzuspielen. Insbesondere Investoren suchen nach diesen Perlen, die eine hohe Rendite versprechen. Ein solches Gebiet sind Erkrankungen des Zentralnervensystems. Hierbei sind Psychotherapeutika das drittgrößte Indikationsgebiet.

Die Umsätze an Psychopharmaka werden schätzungsweise 23 Milliarden Dollar im Jahr 2001 überschreiten. In den nächsten fünf Jahren wird dieser Markt voraussichtlich mit rund 13 Prozent jährlich wachsen. Im Jahr 2005 sind Umsätze in Höhe von 42 Milliarden Dollar zu erwarten.

Antidepressiva sind dabei der Hauptumsatzträger. Zur Zeit befinden sich sechs Produkte im Zulassungsverfahren und zwölf Produkte in der Phase III zur Behandlung von Depressionen. Allein 17 Millionen Amerikaner sind durch diese Erkrankung jährlich betroffen. Der weltweite Umsatz an Antidepressiva betrug im Jahr 2000 rund zwölf Milliarden Dollar. In 2005 könnte der Umsatz rund 19 Milliarden Dollar erreichen und damit eine fast zehnprozentige jährliche Steigerung bedeuten.

Prozac: Eine Erfolgsstory geht dem Ende entgegen

Prozac von Eli Lilly ist ein Blockbuster-Produkt aus dem Segment der Antidepressiva, das eine dominante Stellung erreicht hat. Prozac befindet sich derzeit in zahlreichen Phase III-Studien zur Erweiterung des Indikationsgebietes. So beispielsweise zur Behandlung von Depression bei Kindern und Erwachsenen, Melancholie, Zwangsvorstellungen bei Kindern und Erwachsenen. Allerdings ist das Produkt in einem starken Wettbewerbsumfeld positioniert und für einige wichtige Indikationsbereiche droht der Auslauf des Patentschutzes.

Allein wegen der großen Konkurrenz fiel der Umsatz von Prozac in den letzten zwei Jahren jährlich um rund acht Prozent. Eine weitere Bedrohung kommt durch die Generikaproduzenten: Barr Laboratories haben den Patentstreit um Prozac gewonnen und wollen im August eine generische Version von Prozac auf den Markt bringen. Dies geschieht drei Jahre früher als von den Lilly-Managern erwartet.

Hohe Umsätze für Prozac-Generika erwartet

Die Umsätze für die generische Version von Prozac könnten Barr im Jahr 2001 noch ein Volumen von 250 Millionen Dollar in die Kassen spülen. Im Jahr 2002 könnten die Umsätze dann auf 500 Millionen Dollar hoch schnellen. Damit würde das Generikaprodukt ungefähr die Hälfte des verschreibungspflichtigen Prozac Anteils ausmachen. Das Generikaprodukt wird voraussichtlich für die ersten sechs Monate mit einem 30-prozentigen Preisabschlag auf den Markt kommen, denn so lange besitzt Barr die Marktexklusivität für das generische Produkt. Danach werden zumindest drei weitere Wettbewerber (Ivax, Teva, Mylan) auf den Markt treten und für einen weiteren Preisverfall sorgen.  

Antipsychotika als Wachstumstreiber

Antipsychotika werden in den nächsten fünf Jahren ein weiterer Wachstumstreiber sein. Eingesetzt werden sie gegen Schizophrenie und Halluzinationen. Sie steigern die Fähigkeit des Patienten, die Realität von der Illusion zu unterscheiden. Dieser Markt wird voraussichtlich mit einer jährlichen Wachstumsrate von 15,7 Prozent wachsen. Weltweit betrugen die Umsätze dieser Produkte 4,7 Milliarden Dollar im Jahr 2000 und könnten somit auf 9,8 Milliarden Dollar in 2005 ansteigen. Mit einem Umsatz von 1,89 Milliarden Dollar ist Lilly's Zyprexa ein Blockbuster im Bereich der Antipsychotika.

Ein Konkurrenzprodukt mit dem Namen Zeldox von Pfizer steht bereits in den Startlöchern und könnte in den nächsten Monaten mit dem neuen Produkt auf den Markt kommen. Ein großer Vorteil von Zeldox liegt in den geringeren Nebenwirkungen, so bleibt beispielsweise eine Gewichtszunahme, die sich bei den anderen Produkten einstellt, aus. Allerdings musste Zeldox bereits einige Rückschläge im Zulassungsverfahren hinnehmen.

Celltech und Celgene sind lukrativ

Der Markt für Präparate gegen Zentralnervensystemserkrankungen wird stark von den Pharmakonzernen wie Eli Lilly und Pfizer besetzt. Aber auch Biotechnologieunternehmen haben sich in diesem lukrativen Gebiet positioniert. Interessante Investments sind hier Celltech und Celgene, die jeweils mit ihren Produktkandidaten entweder auf die Marktzulassung warten oder sich in der Phase III der klinischen Studien befinden.

Antworten
Kicky:

Darüber könnte man durchaus streiten,ob es

 
08.07.01 19:15
sinnvoll ist ,auf längere Zeit oder überhaupt Antidepressiva einzunehmen.Nur allzu schnell greifen anerkannte Psychotherapeuten zur Verschreibung von solchen Mitteln,oftmals ohne die wahren Hintergründe zu kennen oder zu ahnen,dass manche Leute sich zusätzlich täglich mit Alkohol vollschütten,was die depressive Spirale nach unten noch verschärft,weil der Stoffwechsel negativ beeinflusst wird.
Mein 97jähriger Vater erhielt -ohne dass wir das wussten-von der Ärztin solche Aufheller oder Harmonietabletten und war plötzlich gar nicht mehr klar,aber auch nicht depressiv.Als wir das spitz kriegten,haben wir entschieden sie abzusetzen.Jetzt kann er sich wenigstens wieder klar äussern und wehren,wenn ihm etwas nicht behagt.
Man spricht ja ungern über eigene Erfahrungen:ich hab sie nur ein einziges Mal genommen und war absolut bekloppt,wie auf einer entfernten Wolke.Wie soll man da noch Eigeninitiative entwickeln?
Ausser da,wo Leute unbedingt zur Ruhe kommen müssen,halte ich die Dinger für absolut gefährlich,ja kontraproduktiv.Allerdings wohl arbeitserleichternd für die Therapeuten.
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