Ich bin da alles andere als ein Experte. Allerdings sahen für mich schon die von BT/Pfizer für die 10 Mikrogramm-Kohorte publizierten Phase 1/2a-Ergebnisse ganz vernünftig aus, und für unter-55 jährige hätte die 20 Mikrogramm-Dosierung locker gereicht. U. Sahin hat in der PK anläßlich der Quartalsergebnisse klar gesagt, man habe sich letztlich für die 30 Mikrogramm entschieden, weil die Impfreaktion bei über-65 jährigen schwächer ausgefallen sei. Dies sei ein erwartbarer und von anderen Impfungen, z.B. Grippe, wohlbekanntes Phänomen.
Ich könnte mir vorstellen, dass BT/Pfizer letztlich (sagen wir zum Frühsommer 2021) die Dosierung altersgruppenspezifisch differenzieren werden, mit 30 Mikrogramm für Ältere, und 15-20 Mikrogramm für Jüngere (und noch geringer für Kinder), wie es jetzt auch schon bei Grippe-Impfstoffen üblich ist.
Auf der anderen Seite hat CureVac bislang noch nicht an über 55-jährigen getestet. Die mögen, genauso wie BT, herausfinden, dass Ältere eine höhere Dosis benötigen, und da für ihre Phase 3 noch mal nachlegen. In einem solchen Szenario wäre dann der CureVac-Impfstoff zwar immer noch niedriger dosiert als der von BT, aber statt 3,7:1 reden wir dann im Endeffekt vielleicht eher über 2:1.