Kristen Choi fürchtet trotzdem, dass solche Symptome eine Barriere für die Corona-Impfung darstellen könnten
„Die Erfahrung nach der zweiten Injektion war anders“, berichtet die Wissenschaftlerin: „Mein Arm auf der Seite, wo ich die Spritze bekommen hatte, fing schnell an zu schmerzen, viel stärker als beim ersten Mal. Am Ende des Tages fühlte ich mich benommen, mir war übel, ich fror und hatte furchtbare Kopfschmerzen. Ich ging früh zu Bett und bin sofort eingeschlafen. Gegen Mitternacht wachte ich auf und es ging mir schlechter. Ich fühlte mich fiebrig, mir war schlecht und schwindelig, ich hatte Schüttelfrost und so starke Muskelschmerzen, dass ich meinen Arm nicht mehr heben konnte. Meine Temperatur betrug 37,4 Grad.“ Am nächsten Morgen war das Fieber auf 40,5 gestiegen. Choi bekam Angst. Sie meldete sich bei der zuständigen Anlaufstelle. Dort sagte ihr eine Schwester, dass viele Leute solche Reaktionen nach der zweiten Spritze zeigten. Im Laufe des Tages sank dann das Fieber, alle Symptome verschwanden, so Choi, bis auf eine Beule am Arm, wo die Spritze angesetzt wurde.
Von ähnlichen Erfahrungen erzählen auch andere Probandinnen und Probanden. So zitiert die „Washington Post“ den Arzt und Studienteilnehmer David Yamane, der ebenfalls von Schüttelfrost und Kopfschmerzen berichtet und davon, so müde gewesen zu sein, dass er nachmittags auf der Couch eingeschlafen und erst am nächsten Tag schweißgebadet wieder aufgewacht sei. „Diese Symptome sind kein Spaß“, sagte der Mediziner der Zeitung.
Gleichwohl sind sie weder ungewöhnlich noch gefährlich – sondern vielmehr ein Zeichen, dass das Immunsystem reagiert, was ja erwünscht ist. Auch andere Impfungen können zu ähnlichen Beschwerden führen.