Dem CEO und mir war Mitte/Ende 2020 etwas unklar, warum die EU zuerst mal bei Curevac und Sanofi bestellt hatte und währenddessen monatelang keine Bestellung bei BioNTech eingegangen ist. Erst als die Studienergebnisse vorlagen hat die EU sich in die Schlange der Besteller plötzlich "eingereiht" (siehe weiter oben).
Und erst bestellte die EU zu wenig und bald versuchte die EU sich mit mehr vorzudrängeln.
Curevac und Sanofi kamen nicht voran. Erst scheiterte Sanofi und dann scheiterte Curevac.
Dass die EU dann später mehr Impfstoff bestellt hat, als sie wahrscheinlich benötigen wird, vielleicht um bessere Preise zu bekommen oder um nicht wieder "zu wenig zu bestellen", das hat mich ebenfalls etwas gewundert. Das ist meine persönliche Sicht auf die Ereignisse, welche hier im Forum seit 2020 zur EU diskutiert wurden.
Übersehen wird teilweise, dass BioNTech gemeinsam mit Pfizer als Marktführer allein durch die stark verringerte aber weitehin fortlaufende Impfung alter Menschen, Pflegeheimbewohner, Risikopatienten und vorsichtiger Menschen BioNTech ein durchaus sehr profitables Geschäftsmodell hat. Dazu kommen zunehmend die großen Finanzerträge aus über 20 Mrd Euro Cash bei steigenden Zinsen. Dass BioNTech massiv in Mitarbeiter, Gebäude und Produktionskapazität investiert, bedeutet entweder,
(1) dass die Vorstände wie bisher vorausschauend handeln und mit erheblichen Erfolgen außerhalb C19 rechnen oder,
(2) dass die Vorstände plötzlich verrückt geworden sind.
Die Verantwortung für die Geschäftsentwicklung hatte ich selbst als Gründer und Vorstand einer Aktiengesellschaft fast 20 Jahre. Aus praktischer Erfahrung ist mir klar, dass man strategische Entscheidungen treffen und investieren muss, zeitlich weit bevor man Ad-hoc- und Pressemitteilungen herausgeben will und kann. Man hat für den Erfolg von neuen Produktentwicklungen zunächst Ansätze, Ideen und Visionen. Die Produktentwicklung verläuft oft prototypisch oder mit Partnern und Kunden und vielen Studien und Test. Neben mathematischen und betriebswirtschaftlichen Berechnungen, Indizien und nachprüfbaren Beweisen sind zunächst das unternehmerische Bauchgefühl und eine gute Intuition wichtig. Man erkennt die Chancen aus Technologien, Marktentwicklungen und Synergieeffekten also weit bevor man diese beweisbar präsentieren und in eine Pressemitteilung gießen kann (und natürlich bevor man die Mitbewerber informieren will).
Die Variante (1) halte ich persönlich für deutlich wahrscheinlicher. Tausende neue Beschäftigte und Milliarden Investitionen stemmt BioNTech bereits längst nebenläufig.
www.merkur.de/wirtschaft/...-neuen-produkten-zr-92174167.html
www.faz.net/aktuell/rhein-main/...nz-einstellen-18301083.html
Dass es auch Investoren gibt, die offensiv auf sinkende Kurse wetten (Open End!Turbo Put Schein) ist letztlich normal.
Am Montag gibt es die Zahlen vom Q1 2023 und wir werden alle etwas schlauer.
Je niedriger der Kurs steht, umso höher fällt möglicherweise der Kontrast auf
zu den vorhandenen und erwirtschafteten Vermögenswerten inkl. dem Cashbestand.
Insbesondere mit den verzögerten Milliarden Cash-Zuflüssen von Seiten Pfizer rechnet
offensichtlich kaum ein Analyst und Journalist. Am Montag könnte daher ins Auge springen,
dass die Pipeline von Moderna mit erheblichem 2-stelligen Milliardenbetrag bewertet ist
und die eigentlich sogar fachlich etwas stärkere Pipeline von BioNTech (deutlich mehr als nur mRNA) derzeit faktisch im Aktienpreis mit umgerechnet rund Null?
Und erst bestellte die EU zu wenig und bald versuchte die EU sich mit mehr vorzudrängeln.
Curevac und Sanofi kamen nicht voran. Erst scheiterte Sanofi und dann scheiterte Curevac.
Dass die EU dann später mehr Impfstoff bestellt hat, als sie wahrscheinlich benötigen wird, vielleicht um bessere Preise zu bekommen oder um nicht wieder "zu wenig zu bestellen", das hat mich ebenfalls etwas gewundert. Das ist meine persönliche Sicht auf die Ereignisse, welche hier im Forum seit 2020 zur EU diskutiert wurden.
Übersehen wird teilweise, dass BioNTech gemeinsam mit Pfizer als Marktführer allein durch die stark verringerte aber weitehin fortlaufende Impfung alter Menschen, Pflegeheimbewohner, Risikopatienten und vorsichtiger Menschen BioNTech ein durchaus sehr profitables Geschäftsmodell hat. Dazu kommen zunehmend die großen Finanzerträge aus über 20 Mrd Euro Cash bei steigenden Zinsen. Dass BioNTech massiv in Mitarbeiter, Gebäude und Produktionskapazität investiert, bedeutet entweder,
(1) dass die Vorstände wie bisher vorausschauend handeln und mit erheblichen Erfolgen außerhalb C19 rechnen oder,
(2) dass die Vorstände plötzlich verrückt geworden sind.
Die Verantwortung für die Geschäftsentwicklung hatte ich selbst als Gründer und Vorstand einer Aktiengesellschaft fast 20 Jahre. Aus praktischer Erfahrung ist mir klar, dass man strategische Entscheidungen treffen und investieren muss, zeitlich weit bevor man Ad-hoc- und Pressemitteilungen herausgeben will und kann. Man hat für den Erfolg von neuen Produktentwicklungen zunächst Ansätze, Ideen und Visionen. Die Produktentwicklung verläuft oft prototypisch oder mit Partnern und Kunden und vielen Studien und Test. Neben mathematischen und betriebswirtschaftlichen Berechnungen, Indizien und nachprüfbaren Beweisen sind zunächst das unternehmerische Bauchgefühl und eine gute Intuition wichtig. Man erkennt die Chancen aus Technologien, Marktentwicklungen und Synergieeffekten also weit bevor man diese beweisbar präsentieren und in eine Pressemitteilung gießen kann (und natürlich bevor man die Mitbewerber informieren will).
Die Variante (1) halte ich persönlich für deutlich wahrscheinlicher. Tausende neue Beschäftigte und Milliarden Investitionen stemmt BioNTech bereits längst nebenläufig.
www.merkur.de/wirtschaft/...-neuen-produkten-zr-92174167.html
www.faz.net/aktuell/rhein-main/...nz-einstellen-18301083.html
Dass es auch Investoren gibt, die offensiv auf sinkende Kurse wetten (Open End!Turbo Put Schein) ist letztlich normal.
Am Montag gibt es die Zahlen vom Q1 2023 und wir werden alle etwas schlauer.
Je niedriger der Kurs steht, umso höher fällt möglicherweise der Kontrast auf
zu den vorhandenen und erwirtschafteten Vermögenswerten inkl. dem Cashbestand.
Insbesondere mit den verzögerten Milliarden Cash-Zuflüssen von Seiten Pfizer rechnet
offensichtlich kaum ein Analyst und Journalist. Am Montag könnte daher ins Auge springen,
dass die Pipeline von Moderna mit erheblichem 2-stelligen Milliardenbetrag bewertet ist
und die eigentlich sogar fachlich etwas stärkere Pipeline von BioNTech (deutlich mehr als nur mRNA) derzeit faktisch im Aktienpreis mit umgerechnet rund Null?