lieber marke! aus deinen worten spricht die pure enttäuschung des nicht zugeteilten. ich weiss nicht was du dir bei mehr als 20fachen überzeichnung erwartest. deine vorwürfe gegenüber den banken ist nicht gerechtfertigt (früher war dies vielleicht wirklich so wie du beschrieben hast). ich weiss mit 100%iger sicherheit dass die ba und ca nichts erhalten hat. auch die infos von emma sind korrekt (siehe auch wirtschaftsblattartikel unten) - betrifft aber nur die raiffeisenbankengruppe niederösterreich-wien. aber du bist ja ein steirermen. sicherlich hat die erste bank versagt, denn am 13.3. war die emission schon ca 7fach überzeichnet. sie hätte dann schliessen müssen. aber 20fache überzeichnung hört sich halt besser an - und vielleicht kommt die erste bald wieder mit einer neuen emission - daher mußte diese emission einfach ein grandioser überzeichnungserfolgt werden. du verstehst...... dein schotte
28.03.00 ÖSTERREICH: ZUTEILUNG SORGT FÜR AUFREGUNG UND UNMUT.
Von Robert Gillinger.
Wien. "BetandWin.com, diese Emission und deren Zuteilung - Verlosung?!? -macht deutlich, welche Börse-Kultur in ÷stereich herrscht. Und das ist auch gleichzeitig die Antwort auf die bejammerten, ausgebliebenen Kurszuwächse im ATX. Für mich ist Wien endgültig passÈ. Möge BetandWin dasselbe Schiksal ereilen wie Lycos, World Online ..". Das ist nur ein Beispiel - erboste "Leider-doch-nicht-BetandWin-Aktionäre" gibt es genug.
* Nur bei Leadmanager
Eine Lehre dürfen Anleger aus dem Beispiel BetandWin ziehen. Wer im Zuge eines IPO Aktien zeichnet, sollte das beim Lead-Manager - in diesem Fall die Erste - machen. Denn die mit im Konsortium befindlichen Banken sitzen dort eigentlich nur pro forma. So bekam selbst die RZB als Co-Leadmanager von den verfügbaren vier Mio. Aktien nur knapp mehr als 100.000 von der Erste zugeteilt, mit Hinweis auf das Bankgeheimnis kommentiert die RZB diese Zahl nicht. Da blieben selbst für die grösste "RZB-Teilorganisation", die RLB N÷-Wien, nur 15.000 Stück übrig. Und die konnten dann nur verlost werden. 150 Kunden wurden bedacht, Aufträge gab es für 1,2 Mio. Stück.
Besser hatten es da die Erste-Kunden, vorausgesetzt sie orderten bis 13. März. Keine Zuteilung gab es bis 250 Stück. Ein Fünftel erhielt man für Aufträge zwischen 251 und 500 Stück, ab 501 erhielt der Anleger 100 Stück plus zehn Prozent der über 501 hinausgehenden Order, aber maximal 150 Stück. Privat-Kunden wurden gegenüber Institutionellen bevorzugt, ist aus den Banken zu hören. Allerdings mit der Einschränkung, dass man Institutionelle "lieber" habe, da diese nicht gleich wieder aussteigen. Wien dürfte wirklich anders sein, deutsche Studien sprechen vom Gegenteil. (gill)
BetandWin: Raiffeisen verloste Aktie .
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WIRTSCHAFTSBLATT 28/03/2000