einig:
Girindus bleibt empfehlenswert
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Die Analysten des Bankhauses HSBC Trinkaus & Burkhardt empfehlen die Aktie
von Girindus (WKN
588040) weiterhin zum Kauf.
Nach Meinung der zuständigen Analystin Marietta Miemietz hätte das
Biotechnologieunternehmen keine Gewinnwarnung abgegeben, obwohl es am
Markt so aufgenommen wurde. Die geringeren Umsätze könne auf das Verringern
des Handelsbereichs, das sich rascher als geplant entwickele, zurückgeführt
werden. Stattdessen konzentriere sich die Gesellschaft auf die Produktion von
hochwertig pharmazeutischen Substanzen, da dies höhere Margen als der
Handelsbereich verspräche. Die Geschäftsperspektiven würden sich deshalb
langfristig verbessern, wenngleich die Umstrukturierung kurzfristig für
Belastungen sorge.
Das Unternehmen sei variabel in der Skalierbarkeit und könne daher ohne
Schwierigkeiten sowohl kleine Mengen für klinische Tests als auch große
Mengen für die Produktion herstellen. Der abgeschlossene Kooperationsvertrag
mit Aventis stärke die Position in den USA und sei sehr erfolgreich, auch wenn
die einmaligen Vorleistungen das Ergebnis des laufenden Jahres beeinträchtigen
dürften. Angesichts von Verträgen mit dem Pharmakonzern sei man gezwungen,
diesbezüglich keine Details bekannt zu geben. Die Bensberger befänden sich
daher in einer Zwickmühle. Einerseits müsse man positive Meldungen
zurückhalten, andererseits müssten die im Vorjahresvergleich schlechteren
Zahlen veröffentlicht werden. Beim gegenwärtigen Börsenumfeld ist dies für den
kurzfristigen Kursverlauf verheerend, konstatiert die Expertin.
20.10.2000
Girindus weiterer Absturz droht
Wirtschaftswoche heute
Mit einem weiterem Absturz bei den Aktien von Girindus (WKN
588040) rechnen
derzeit die Analysten des Börseninformationsdienstes "Wirtschaftswoche heute“.
Am Neuen Markt seien die Anleger ja schon einiges gewohnt. Dem
Prozessoptimierer Girindus sei es jedoch gelungen, geradezu für Sprachlosigkeit
zu sorgen.
Als die Gesellschaft im vergangenen Mai an die Börse gebracht worden sei, sei
für dieses Jahr noch eine schwarze Null in Aussicht gestellt worden. Das
Umsatzziel sei mit 44 Millionen DM angegeben worden. Fünf Monate später
stelle sich bei dem in der biotechnologischen und chemischen Herstellung von
Pharmawirkstoffen tätigen Unternehmen alles als Makulatur heraus. Denn jetzt
sei nur noch von Erlösen in Höhe von 26 Millionen DM die Rede. Gleichzeitig
habe Girindus für 2000 einen Verlust von 5 Millionen DM in Aussicht gestellt.
Zurückgeführt würden die empfindlich nach unten revidierten Prognosen auf den
abgeschwächten Markt für Zwischenprodukte. Deshalb wolle Girindus das reine
Handelsgeschäft sowie die Synthesezwischenstufen herunter fahren und die frei
werdenden Ressourcen verstärkt in die Produktion von Arzneimittelstoffe nutzen.
Dass es zu einem dramatischen Kurseinbruch bei der Aktie gekommen sei, sei
bei dieser Entwicklung nicht verwunderlich. Nach einer Erholung drohe ein
weiterer Absturz.