Der Artikel unterstreicht einmal mehr meine These, dass - zumindest gegenwärtig, und ich sehe auch keine absehbare Änderung - die Betrüger VW und Audi nur wieder Vertrauen zurückgewinnen können (da hilft kein einmaliger Akt), wenn es ein „sauberes“, unbelastetes und über jeden Zweifel erhabenes Management gibt und dazu ein angemessener Umgang mit den Betrogenen Kunden gibt. „Angemessen“ heißt: Transparenz, Fehler eingestehen, Beseitigung der dem Kunden entstanden Nachteile (Wertminderung, technische „Wieder“(haha)- Herstellung zu Lasten des Betrügers, was aus meiner Sicht weitgehend nur eine Hardwarenachrüstung leisten kann.
Damit wäre nicht etwa „Nullkommanix“ Vertrauen wiederhergestellt, sondern es wäre nur ein Anfang gemacht. Aus laufenden Ermittlungsverfahren und Verhaftungen /Inhaftierungen leite ich ab, dass da noch viel mehr „Grauen“ ans Licht kommen wird. Meine Bewertung trifft in gleicher Weise auf Daimler, BMW und Porsche zu. Die genannten Marken bugsieren sich selbst ins Abseits, indem sie überwiegend den Betrig leugnen, weiterhin betrügen und nur einräumen, was offensichtlich nicht mehr verschwiegen werden kann. Mit Einsicht, Transparenz und gutem Management hat das wenig zu tun, es ist ein Versagen, welches dem abstrus folgt. Solange sich das nicht ändert, hilft nur Druck. Ich bin es längst leid, mir das Geseire der Autoindustrie und die Untätigkeit der Politik tagtäglich vor Augen zu halten.
Die Untätigkeit der Politik bzw. die Zerfledderung einer Lösung in lokale in lokale Umfahrungsfahrverbote ohne erkennbaren Nutzen wird DUH und Justitia wieder und wieder auf den Plan rufen.
Wir brauchen Geduld und müssen Druck machen, wo uns das möglich ist (E-Mails an Politiker, Fraktionen und Abgeordnete sowie deutliche Kritik gegenüber den Werkstätten).
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...euanfang-kommentar-1.4022565