- Analystenpool -
Deutschen Bank & Credit Suisse
Gerüchte über einen möglichen Merger zwischen der Deutschen Bank und Credit Suisse haben das Interesse der Marktes geweckt. Die WestLB Panmure findet, dass eine solche Kombination "nicht ohne Charme" wäre. Es würde sich dabei um keinen reinen Kosten-Merger handeln, da beide Banken sich in wichtigen strategischen Feldern ergänzen, so die Analysten. Beim Private Banking würde Credit Suisse Zugang zum wichtigen deutschen Markt gewinnen. Aus Sicht der Deutschen Bank, die in diesem Bereich rote Zahlen schreibt, würde die Kundenqualität erhöht und die Vermögensmasse für eine globale Operation erreicht, so die Analysten.
Im Investment Banking würde es dagegen zu Überschneidungen kommen. Doch auch hier sieht die WestLB regionale Ergänzungen, mit der Fokussierung der Credit Suisse auf Nordamerika und der starken Stellung der Deutschen Bank im Euroraum. Mögliche Einnahmeverluste könnten durch Kosteneinsparungen überkompensiert werden. Unterschiedliche Strategien im Versicherungsgeschäft sehen die Analysten durch den Verkauf der Winterthur-Aktivitäten lösbar. Die WestLB empfiehlt Credit Suisse zum Kauf mit einem Kursziel von 74 Schweizer Franken. Das Rating für die Deutsche Bank lautet "Outperform", hier liegt das Kursziel bei 86 Euro.
Qiagen
Deutschen Bank & Credit Suisse
- Bankenhochzeit hat ihren Charme
Gerüchte über einen möglichen Merger zwischen der Deutschen Bank und Credit Suisse haben das Interesse der Marktes geweckt. Die WestLB Panmure findet, dass eine solche Kombination "nicht ohne Charme" wäre. Es würde sich dabei um keinen reinen Kosten-Merger handeln, da beide Banken sich in wichtigen strategischen Feldern ergänzen, so die Analysten. Beim Private Banking würde Credit Suisse Zugang zum wichtigen deutschen Markt gewinnen. Aus Sicht der Deutschen Bank, die in diesem Bereich rote Zahlen schreibt, würde die Kundenqualität erhöht und die Vermögensmasse für eine globale Operation erreicht, so die Analysten.Im Investment Banking würde es dagegen zu Überschneidungen kommen. Doch auch hier sieht die WestLB regionale Ergänzungen, mit der Fokussierung der Credit Suisse auf Nordamerika und der starken Stellung der Deutschen Bank im Euroraum. Mögliche Einnahmeverluste könnten durch Kosteneinsparungen überkompensiert werden. Unterschiedliche Strategien im Versicherungsgeschäft sehen die Analysten durch den Verkauf der Winterthur-Aktivitäten lösbar. Die WestLB empfiehlt Credit Suisse zum Kauf mit einem Kursziel von 74 Schweizer Franken. Das Rating für die Deutsche Bank lautet "Outperform", hier liegt das Kursziel bei 86 Euro.
Qiagen
- Risiko für Qiagen bleibt begrenztDer Umsatz bei Qiagen wird im zweiten Quartal rund 10 Millionen Dollar niedriger liegen als zuvor prognostiziert. Grund hierfür ist die Marktschwäche in den USA, wo rund 54 Prozent der Umsätze des Unternehmens generiert werden. Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze jenseits des Atlantiks um nur fünf Prozent, im Vergleich zu 21 Prozent außerhalb der Vereinigten Staaten. Morgan Stanley bezeichnet den Rückgang als überraschend, selbst vor dem Hintergrund der schwierigen Lage bei amerikanischen Pharmaunternehmen.
Die Analysten gehen davon aus, dass die Aktie zunächst in der Region von sechs bis sieben Dollar notieren wird. Sie haben ihre Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr von 0,37 Dollar auf 0,25 Dollar gesenkt. Das neue Kursziel liegt bei 8,50 Dollar. Dennoch sieht Morgan Stanley derzeit ein nur begrenztes Abwärtsrisiko und geht davon aus, dass die neuen Umsatzziele eher konservativ angesetzt sind. Die Analysten raten daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einem Verkauf der Aktie ab. Dennoch müsse das Unternehmen in den nächsten drei Quartalen beweisen, dass es wieder in Form ist, um so das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
Deutsche Bahn
- schluckt Stinnes
Die Deutsche Bahn übernimmt den Stinnes-Konzern zum Preis von 32,75 Euro je Aktie. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Transaktion, die für Marktbeobachter als keine Überraschung kam, noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, ist nach Ansicht von Goldman Sachs sehr hoch. Mehrheitsanteileigner E.ON hatte bereits zuvor sein Interesse zum Ausdruck gebracht, seinen Anteil von 65,4 Prozent zu veräußern. Goldman Sachs geht davon aus, dass die Deutsche Bahn bei der Übernahme keine Schwierigkeiten zu erwarten hat. Die Möglichkeit eines anderen, höheren Angebots, sei zu diesem Zeitpunkt gering. Auch mit kartellrechtlichen Problemen werde nicht gerechnet.
Goldman Sachs hält den gebotenen Take Over-Preis für fair, zumal kein anderer Bieter in Sicht ist und nur wenige Unternehmen bereit wären, den gesamten Konzern zu übernehmen. Die Deutsche Bahn sei zwar nur an Schenker interessiert, habe als staatliche Organisation aber eine höhere Toleranzgrenze, die ihr erlaube, auch die Nicht-Kern-Geschäfte vorübergehend zu übernehmen. Diese machen derzeit rund die Hälfte von Stinnes Umsatz aus.
Douglas
- Duftwolke lastet schwer
Die Parfümerie-Kette Douglas geht nach den schwachen Fünf-Monats-Umsätzen nur noch von einem Umsatzwachstum von vier, statt wie bisher von vier bis sechs Prozent aus. Dies setzt jedoch nach Ansicht von HSBC ein erhebliches Wachstum im Weihnachtsgeschäft voraus. Vor dem Hintergrund der schwierigen Lage im deutschen Einzelhandel und der rückläufigen Umsätze im Schmuckbereich sei ein leicht schwächeres Wachstum realistischer, so die Analysten.
Im Peer-Vergleich sei die Aktie zu teuer, in der Sum of Parts-Bewertung erscheint der Titel nach Ansicht von HSBC jedoch unterbewertet. Allerdings werde die Freisetzung des Wertpotenzials durch die konglomeratähnliche Struktur und den hohen Umsatzanteil in Deutschland begrenzt. In den nächsten Monaten erwartet HSBC keine signifikanten Verbesserungen, auch könne eine Gewinnwarnung nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund dieser fehlenden positiven Katalysatoren empfehlen die Analysten den Wert mit "Reduzieren" und einem Kursziel von 22 Euro.
Borussia Dortmund
- trifft das Tor
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bestätigt, dass die Übertragungsrechte für die erste Liga an KirchMedia gehen. Wie erwartet haben sich die Vertragsbedingungen für die DFL verschlechtert und Umsätze werden in der kommenden Saison um 20 Prozent niedriger liegen. Für die Saison 2003/04 wird mit einem Rückgang von 37 Prozent gerechnet.
Nach Ansicht der Deutschen Bank sind dies aber gute Nachrichten für Borussia Dortmund. Der Fußballverein wird nur einen maximalen Umsatzrückgang von 5,5 Prozent sehen, so die Analysten. Eine solche Verschlechterung könne aber durch die gegenwärtige gute Saison leicht ausgeglichen werden. Borussia gab bekannt, dass sich der Umsatz aus Merchandising in der Saison 2001/02 im Vergleich zur Vorsaison mehr als verdreifacht habe. Damals lag der Umsatz bei 7,5 Millionen Euro. Grund war die erfolgreiche Performance des Clubs in dieser Saison. Die Deutsche Bank begrüßt diese Gewichtung auf Merchandising-Umsätze, da sie die Abhängigkeit von der bankrotten Kirch-Gruppe weiter verringert. Die Analysten empfehlen die Fußball-Aktie zum Kauf bei einem Kursziel von 11 Euro.
Puma
- Sind die goldene Zeiten bald vorüber?
Anleger tragen gerne Puma, das ist bekannt. Im letzten Jahr wies die Aktie die beste Performance im DAX auf. Das Unternehmen hat in Deutschland eine starke Marke und konnte sein Image in den letzten Jahren deutlich verbessern. Seit 1999 sind Umsätze und Gewinne überdurchschnittlich hoch. HSBC erwartet in diesem Jahr einen Anstieg des Umsatzes um 47 Prozent; beim Gewinn je Aktie wird eine Verbesserung um 61 Prozent erwartet. Dennoch warnen die Analysten davor, dass der Puma-Boom schon bald sein Ende erreicht habe könnte und Umsätze aus dem Bereich Sport-Lifestyle deutlich fallen werden. Dies könnte nicht durch Umsätze aus klassischen Produkten kompensiert werden.
Aus diesem Grund rechnet HSBC für 2004 mit einem moderaten Umsatzrückgang um neun Prozent. "Wir würden jede Verlangsamung und jeden Auftragsrückgang als potenzielles Zeichen eines Abnehmen des Booms bewerten" so die Analysten. Aufgrund des "weniger günstigen Risikoprofils im Branchenvergleich" empfiehlt HSBC die Aktie mit "Reduzieren". Die Analysten gehen davon aus, dass die Möglichkeit potenzieller Enttäuschungen bei Puma größer ist, als positive Überraschungen. Das Kursziel liegt bei 63 Euro.
Infineons
- Herz schlägt im DRAM-Markt
Die amerikanische Investmentbank J.P. Morgan nimmt ihre Coverage von Infineon Technologies mit einer "Market Performer"-Einstufung auf und sieht die Aktie des Halbleiterherstellers mit 17,4 Euro für fair bewertet. Infineons Vorreiterrolle beim Einsatz der 300mm-Fertigungstechnologie zur Herstellung von DRAM-Speicherchips werde dem Münchner Konzern im Verlauf der nächsten vier Quartale zu einer gestärkten Marktpositionierung verhelfen, so die Analysten. Gepaart mit Infineons strategischen Allianzen in Taiwan könnte dieser Ansatz den globalen Marktanteil des Unternehmens bei der DRAM-Produktion von 11 Prozent (2001) auf etwa 16 Prozent erhöhen. Damit würde sich Infineons Rückstand gegenüber den beiden Branchenführen Samsung Electronics (23 Prozent) und Micron Technology (21 Prozent) deutlich verringern.
J.P. Morgan geht davon aus, dass der PC-Markt im kommenden Jahr um neun Prozent wachsen wird. Infineons DRAM-Aktivitäten sollten von einer erwarteten Marktverbesserung für IT deutlich profitieren. Auch wenn der Bereich DRAM für die Münchener bisher kursbestimmend gewesen ist, nehmen Infineons andere Geschäftsbereiche an Bedeutung zu, was dem Titel zu einer gewissen Abkoppelung vom stark zyklischen DRAM-Markt verhilft. Beschränkungen bei Infineons Kurspotenzial sieht J.P. Morgan hingegen nicht nur in der Volatilität von DRAM-Preisen, sondern auch in der weiterhin starken Beteiligung von Siemens (Aktienanteil: 41 Prozent).
Schering
- muss Generika-Hersteller nicht fürchten
Der Absatzpotenzial der Schering-Produkte Yasmin und Angeliq wird unterschätzt, da die Marktmeinung zum Pharmasektor zur Zeit durch eine "Generika-Psychose" gekennzeichnet ist. Zu diesem Schluss kommt das französische Brokerhaus Exane, das seine "Outperform"-Empfehlung für Schering bestätigt. Die wirtschaftliche Bedrohung, die Generika auf Yasmin (ein Verhütungsmittel) und Angeliq (Hormonersatzpräparat) ausüben, wird durch Scherings Patentrechte und andere wirtschaftliche Faktoren begrenzt. Selbst im schlimmsten Falle würden sich Scherings prognostizierte Vorsteuergewinne im Jahr 2006 lediglich um acht Prozent verringen, hieß es bei Exane.
Beide Medikamente, die laut Schätzungen der Analysten knapp 30 Prozent von Scherings Umsatzwachstum zwischen 2002 bis 2005 ausmachen werden, basieren auf Drospirenone, dessen Patentschutz bereits Ende der 90er Jahre abgelaufen ist. Schering besitzt jedoch weiterhin patentrechtliche Absicherungen für Yasmin und Angeliq, die zum Teil bis 2017 reichen und durch langjährige Marketingrechte gestärkt werden. Selbst wenn diese Patente erfolgreich angefochten werden, sollten die hohen Investitionen, die für die Produktion von Drospirenone-Medikamenten notwendig sind, einen Markteintritt durch Generika-Hersteller vergleichsweise unrentabel machen, so die Analysten
multexinvestor
- Risiko für Qiagen bleibt begrenztDer Umsatz bei Qiagen wird im zweiten Quartal rund 10 Millionen Dollar niedriger liegen als zuvor prognostiziert. Grund hierfür ist die Marktschwäche in den USA, wo rund 54 Prozent der Umsätze des Unternehmens generiert werden. Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze jenseits des Atlantiks um nur fünf Prozent, im Vergleich zu 21 Prozent außerhalb der Vereinigten Staaten. Morgan Stanley bezeichnet den Rückgang als überraschend, selbst vor dem Hintergrund der schwierigen Lage bei amerikanischen Pharmaunternehmen.
Die Analysten gehen davon aus, dass die Aktie zunächst in der Region von sechs bis sieben Dollar notieren wird. Sie haben ihre Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr von 0,37 Dollar auf 0,25 Dollar gesenkt. Das neue Kursziel liegt bei 8,50 Dollar. Dennoch sieht Morgan Stanley derzeit ein nur begrenztes Abwärtsrisiko und geht davon aus, dass die neuen Umsatzziele eher konservativ angesetzt sind. Die Analysten raten daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einem Verkauf der Aktie ab. Dennoch müsse das Unternehmen in den nächsten drei Quartalen beweisen, dass es wieder in Form ist, um so das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
Deutsche Bahn
- schluckt Stinnes
Die Deutsche Bahn übernimmt den Stinnes-Konzern zum Preis von 32,75 Euro je Aktie. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Transaktion, die für Marktbeobachter als keine Überraschung kam, noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, ist nach Ansicht von Goldman Sachs sehr hoch. Mehrheitsanteileigner E.ON hatte bereits zuvor sein Interesse zum Ausdruck gebracht, seinen Anteil von 65,4 Prozent zu veräußern. Goldman Sachs geht davon aus, dass die Deutsche Bahn bei der Übernahme keine Schwierigkeiten zu erwarten hat. Die Möglichkeit eines anderen, höheren Angebots, sei zu diesem Zeitpunkt gering. Auch mit kartellrechtlichen Problemen werde nicht gerechnet.Goldman Sachs hält den gebotenen Take Over-Preis für fair, zumal kein anderer Bieter in Sicht ist und nur wenige Unternehmen bereit wären, den gesamten Konzern zu übernehmen. Die Deutsche Bahn sei zwar nur an Schenker interessiert, habe als staatliche Organisation aber eine höhere Toleranzgrenze, die ihr erlaube, auch die Nicht-Kern-Geschäfte vorübergehend zu übernehmen. Diese machen derzeit rund die Hälfte von Stinnes Umsatz aus.
Douglas
- Duftwolke lastet schwer
Die Parfümerie-Kette Douglas geht nach den schwachen Fünf-Monats-Umsätzen nur noch von einem Umsatzwachstum von vier, statt wie bisher von vier bis sechs Prozent aus. Dies setzt jedoch nach Ansicht von HSBC ein erhebliches Wachstum im Weihnachtsgeschäft voraus. Vor dem Hintergrund der schwierigen Lage im deutschen Einzelhandel und der rückläufigen Umsätze im Schmuckbereich sei ein leicht schwächeres Wachstum realistischer, so die Analysten.Im Peer-Vergleich sei die Aktie zu teuer, in der Sum of Parts-Bewertung erscheint der Titel nach Ansicht von HSBC jedoch unterbewertet. Allerdings werde die Freisetzung des Wertpotenzials durch die konglomeratähnliche Struktur und den hohen Umsatzanteil in Deutschland begrenzt. In den nächsten Monaten erwartet HSBC keine signifikanten Verbesserungen, auch könne eine Gewinnwarnung nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund dieser fehlenden positiven Katalysatoren empfehlen die Analysten den Wert mit "Reduzieren" und einem Kursziel von 22 Euro.
Borussia Dortmund
- trifft das Tor
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bestätigt, dass die Übertragungsrechte für die erste Liga an KirchMedia gehen. Wie erwartet haben sich die Vertragsbedingungen für die DFL verschlechtert und Umsätze werden in der kommenden Saison um 20 Prozent niedriger liegen. Für die Saison 2003/04 wird mit einem Rückgang von 37 Prozent gerechnet.Nach Ansicht der Deutschen Bank sind dies aber gute Nachrichten für Borussia Dortmund. Der Fußballverein wird nur einen maximalen Umsatzrückgang von 5,5 Prozent sehen, so die Analysten. Eine solche Verschlechterung könne aber durch die gegenwärtige gute Saison leicht ausgeglichen werden. Borussia gab bekannt, dass sich der Umsatz aus Merchandising in der Saison 2001/02 im Vergleich zur Vorsaison mehr als verdreifacht habe. Damals lag der Umsatz bei 7,5 Millionen Euro. Grund war die erfolgreiche Performance des Clubs in dieser Saison. Die Deutsche Bank begrüßt diese Gewichtung auf Merchandising-Umsätze, da sie die Abhängigkeit von der bankrotten Kirch-Gruppe weiter verringert. Die Analysten empfehlen die Fußball-Aktie zum Kauf bei einem Kursziel von 11 Euro.
Puma
- Sind die goldene Zeiten bald vorüber?
Anleger tragen gerne Puma, das ist bekannt. Im letzten Jahr wies die Aktie die beste Performance im DAX auf. Das Unternehmen hat in Deutschland eine starke Marke und konnte sein Image in den letzten Jahren deutlich verbessern. Seit 1999 sind Umsätze und Gewinne überdurchschnittlich hoch. HSBC erwartet in diesem Jahr einen Anstieg des Umsatzes um 47 Prozent; beim Gewinn je Aktie wird eine Verbesserung um 61 Prozent erwartet. Dennoch warnen die Analysten davor, dass der Puma-Boom schon bald sein Ende erreicht habe könnte und Umsätze aus dem Bereich Sport-Lifestyle deutlich fallen werden. Dies könnte nicht durch Umsätze aus klassischen Produkten kompensiert werden.Aus diesem Grund rechnet HSBC für 2004 mit einem moderaten Umsatzrückgang um neun Prozent. "Wir würden jede Verlangsamung und jeden Auftragsrückgang als potenzielles Zeichen eines Abnehmen des Booms bewerten" so die Analysten. Aufgrund des "weniger günstigen Risikoprofils im Branchenvergleich" empfiehlt HSBC die Aktie mit "Reduzieren". Die Analysten gehen davon aus, dass die Möglichkeit potenzieller Enttäuschungen bei Puma größer ist, als positive Überraschungen. Das Kursziel liegt bei 63 Euro.
Infineons
- Herz schlägt im DRAM-Markt
Die amerikanische Investmentbank J.P. Morgan nimmt ihre Coverage von Infineon Technologies mit einer "Market Performer"-Einstufung auf und sieht die Aktie des Halbleiterherstellers mit 17,4 Euro für fair bewertet. Infineons Vorreiterrolle beim Einsatz der 300mm-Fertigungstechnologie zur Herstellung von DRAM-Speicherchips werde dem Münchner Konzern im Verlauf der nächsten vier Quartale zu einer gestärkten Marktpositionierung verhelfen, so die Analysten. Gepaart mit Infineons strategischen Allianzen in Taiwan könnte dieser Ansatz den globalen Marktanteil des Unternehmens bei der DRAM-Produktion von 11 Prozent (2001) auf etwa 16 Prozent erhöhen. Damit würde sich Infineons Rückstand gegenüber den beiden Branchenführen Samsung Electronics (23 Prozent) und Micron Technology (21 Prozent) deutlich verringern.J.P. Morgan geht davon aus, dass der PC-Markt im kommenden Jahr um neun Prozent wachsen wird. Infineons DRAM-Aktivitäten sollten von einer erwarteten Marktverbesserung für IT deutlich profitieren. Auch wenn der Bereich DRAM für die Münchener bisher kursbestimmend gewesen ist, nehmen Infineons andere Geschäftsbereiche an Bedeutung zu, was dem Titel zu einer gewissen Abkoppelung vom stark zyklischen DRAM-Markt verhilft. Beschränkungen bei Infineons Kurspotenzial sieht J.P. Morgan hingegen nicht nur in der Volatilität von DRAM-Preisen, sondern auch in der weiterhin starken Beteiligung von Siemens (Aktienanteil: 41 Prozent).
Schering
- muss Generika-Hersteller nicht fürchten
Der Absatzpotenzial der Schering-Produkte Yasmin und Angeliq wird unterschätzt, da die Marktmeinung zum Pharmasektor zur Zeit durch eine "Generika-Psychose" gekennzeichnet ist. Zu diesem Schluss kommt das französische Brokerhaus Exane, das seine "Outperform"-Empfehlung für Schering bestätigt. Die wirtschaftliche Bedrohung, die Generika auf Yasmin (ein Verhütungsmittel) und Angeliq (Hormonersatzpräparat) ausüben, wird durch Scherings Patentrechte und andere wirtschaftliche Faktoren begrenzt. Selbst im schlimmsten Falle würden sich Scherings prognostizierte Vorsteuergewinne im Jahr 2006 lediglich um acht Prozent verringen, hieß es bei Exane.Beide Medikamente, die laut Schätzungen der Analysten knapp 30 Prozent von Scherings Umsatzwachstum zwischen 2002 bis 2005 ausmachen werden, basieren auf Drospirenone, dessen Patentschutz bereits Ende der 90er Jahre abgelaufen ist. Schering besitzt jedoch weiterhin patentrechtliche Absicherungen für Yasmin und Angeliq, die zum Teil bis 2017 reichen und durch langjährige Marketingrechte gestärkt werden. Selbst wenn diese Patente erfolgreich angefochten werden, sollten die hohen Investitionen, die für die Produktion von Drospirenone-Medikamenten notwendig sind, einen Markteintritt durch Generika-Hersteller vergleichsweise unrentabel machen, so die Analysten