Wenn du die Stromversorgung auf die komlette Energieversorgung der Bevökerung beziehst,
also Land, Dorf, Klein- Stadt, Stadt aber auch die sehr dichten Ballungsgebiete Stadt an Stadt wie im Westen der Republik (NRW)
dann erkennst du schnell dass eine flächendeckende Bebauung mit PV- und Windkraftanagen pro Person oder Haushalt nicht so einfach zu realisieren ist.
Da die Haushalte aber dennoch mit Strom versorgt werden wollen
muss der Strom von dort wo er erzeugt oder gespeichert wird
zum Endverbraucher transportiert werden.
Dafür braucht es in den meisten Fällen eine Leitung welche die Energie von a nach b transportiert.
Es macht weiterhin Sinn die Verfügbarkeit der Erzegungsanlagen mit einzubeziehen. Die vielfach heute noch konventionellen Erzeugungsanlagen wie Kohekraftwerke etc. haben je Anlage eine mittlere Auslastung von ca. 5000 Voll-last-stunden im Jahr (h/a).
PV- Anlagen hingegen nur ca. 1000 h/a;
Windenergieanlagen immerhin ca. 3.000 h/a!
Mit diesem Hintergrundwissen dürfte es schnell nachvollziehbar sein,
dass wenn wir die Energiewende in Zukunft wirklich wollen,
nach Abschaltung der Kohlekraftwerke,
für die komplette Energieversorgung gegenüber heute,
eine viel viel größere "installierte" Leistung benötigen.
Da Wind und Sonne nicht immer wehen oder scheinen wenn wir den Strom benötigen, bzw. das Windrad sich auch dann dreht,
die Sonne die PV-Zelle auch dann bestrahlt
wenn wir den Strom am Erzeugungsort nicht benötigen
müssen wir Sorge tragen dass die Energie dahin transportiert wo sie gebraucht und/oder zwischengespeichert wird.
Dafür braucht es denn schon wieder die benannten Leitungen und letztendlich auch deren Netze.
Bevölkerungs- und industriebezogene Energie-Last-Spitzen sind wie bekanntlich regionsbezogen.
Das Strom-Verbraucherverhalten ist allerdings von der Tageszeit und auch vom Wochentag abhängig.
Weniger vom Wetter, von diesem sind aber unsere regenerativen Erzeugungsanlagen abhängig.
Die Tageszeit wandert von Ost nach West.
Windenergie steht uns mehr im Norden, Sonne mehr im Süden zur Verfügung.
Da lohnt es sich schon all diese Vor- und Nachteile der jeweiligen Gegebenheiten miteinander zu verbinden. Und dafür brauchen wir halt das Leitungsnetz!
Leider ist das Stromnetz nicht speicherfähig.
Hier bietet sich aber das bestehende Gasnetz an. Der Strom müsste halt einfach nur in Gas umgewandelt werden um ihn im Gasnetz speichern zu können.
Die Technologie Strom in Gas umzuwandeln gibt es mit "Power to Gas-Anlagen" auch schon lange.
Würden wir die Technik "Power to Gas" einsetzen dann wäre auch der immer wieder heiß diskutierte teure und landschaftsverschandelnde Netzausbau der Hochleistungstrassen von Nord nach Süd überflüssig.
Der erforderliche Netzausbau und damit die Energiewende würde erheblich kostenfreundlicher.
Die Wind- und Solaranlagen brauchten bei geringer Nachfrage nicht abgeschaltet werden.
Bei zusätzlicher Stromnachfrage resp. Lastspitzen würde der in Erdgas umgewandelte Strom welcher nun im Ergasnetz gespeichert würde einfach mittels unserer Brennstoffzellen rückverstromt.
Eine Win-Win-Situation für nahezu alle!!!