NRW-Wirtschaftsminister sieht Babcock auf Weg der Besserung
Schwanhold: "Ich bin optimistisch, dass 70 Prozent der Babcock-Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen erhalten werden können"
Düsseldorf - Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold (SPD) sieht das Insolvenzverfahren für den Maschinenbaukonzern Babcock Borsig auf einem guten Weg. "Ich bin optimistisch, dass 70 Prozent der Babcock-Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen erhalten werden können", sagte Schwanhold. Bei Babcock-Gesellschaften sind in Nordrhein-Westfalen rund 8600 Menschen beschäftigt, bundesweit sind es 13.000.
Der neue Vorstandsvorsitzende Horst Piepenburg komme bei der Sanierung des Konzerns mit weltweit 22.000 Beschäftigten Schritt für Schritt voran, sagte Schwanhold. "Seine schwierigste Aufgabe besteht darin, die Unternehmensteile Energie, Kraftwerksbau und Service zusammenzuhalten." Es müsse die Gefahr vermieden werden, dass von Interessenten einzelne Unternehmensteile herausgepickt würden und die übrigen Bereiche allein nicht mehr lebensfähig seien.
"Das Land steht bereit, um Neugründungen und Auffanggesellschaften mit Bürgschaften zu begleiten", sagte der Wirtschaftsminister. Dieses Geld könne bei Bedarf schnell fließen, da in diesem Fall die Brüsseler EU-Behörde nicht zustimmen müsse. Um das Insolvenzverfahren zu vermeiden, hatten Bund und Land Bürgschaften von insgesamt 430 Mio. Euro angeboten.
Als wichtigste Lehre aus dem Fall Babcock bezeichnete es Schwanhold, dass sich die Landesregierung frühzeitig Informationen über die Lage bedrohter Unternehmen verschaffen müsse. "Wir müssen sehr viel früher und nachdrücklicher auf die Offenlegung aller Fakten drängen", sagte Schwanhold. Mit der Babcock-Spitze habe es zwar immer wieder Gespräche gegeben, "dabei ist aber de facto sehr wenig auf den Tisch gekommen".
Die Verhandlungen mit den Banken über einen Massekredit für den zahlungsunfähigen Maschinenbaukonzern Babcock Borsig dauern unterdessen an. Mit dem neuen Kredit sollen die Fortführung der Geschäftstätigkeit ermöglicht und der Konzern vor der Zerschlagung bewahrt werden. Die Commerzbank hatte bereits am Mittwoch ihre Bereitschaft erklärt, gemeinsam mit den anderen Banken neue Mittel zur Verfügung zu stellen. Babcock hatte bereits im Juni keine Löhne und Gehälter mehr zahlen können. DW
gruß
moneypenny
Schwanhold: "Ich bin optimistisch, dass 70 Prozent der Babcock-Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen erhalten werden können"
Düsseldorf - Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold (SPD) sieht das Insolvenzverfahren für den Maschinenbaukonzern Babcock Borsig auf einem guten Weg. "Ich bin optimistisch, dass 70 Prozent der Babcock-Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen erhalten werden können", sagte Schwanhold. Bei Babcock-Gesellschaften sind in Nordrhein-Westfalen rund 8600 Menschen beschäftigt, bundesweit sind es 13.000.
Der neue Vorstandsvorsitzende Horst Piepenburg komme bei der Sanierung des Konzerns mit weltweit 22.000 Beschäftigten Schritt für Schritt voran, sagte Schwanhold. "Seine schwierigste Aufgabe besteht darin, die Unternehmensteile Energie, Kraftwerksbau und Service zusammenzuhalten." Es müsse die Gefahr vermieden werden, dass von Interessenten einzelne Unternehmensteile herausgepickt würden und die übrigen Bereiche allein nicht mehr lebensfähig seien.
"Das Land steht bereit, um Neugründungen und Auffanggesellschaften mit Bürgschaften zu begleiten", sagte der Wirtschaftsminister. Dieses Geld könne bei Bedarf schnell fließen, da in diesem Fall die Brüsseler EU-Behörde nicht zustimmen müsse. Um das Insolvenzverfahren zu vermeiden, hatten Bund und Land Bürgschaften von insgesamt 430 Mio. Euro angeboten.
Als wichtigste Lehre aus dem Fall Babcock bezeichnete es Schwanhold, dass sich die Landesregierung frühzeitig Informationen über die Lage bedrohter Unternehmen verschaffen müsse. "Wir müssen sehr viel früher und nachdrücklicher auf die Offenlegung aller Fakten drängen", sagte Schwanhold. Mit der Babcock-Spitze habe es zwar immer wieder Gespräche gegeben, "dabei ist aber de facto sehr wenig auf den Tisch gekommen".
Die Verhandlungen mit den Banken über einen Massekredit für den zahlungsunfähigen Maschinenbaukonzern Babcock Borsig dauern unterdessen an. Mit dem neuen Kredit sollen die Fortführung der Geschäftstätigkeit ermöglicht und der Konzern vor der Zerschlagung bewahrt werden. Die Commerzbank hatte bereits am Mittwoch ihre Bereitschaft erklärt, gemeinsam mit den anderen Banken neue Mittel zur Verfügung zu stellen. Babcock hatte bereits im Juni keine Löhne und Gehälter mehr zahlen können. DW
gruß
moneypenny