waren aber zu teuer auch durch die mangelnde nachfrage
Nochmal die Fakten:
Vom ADAC gibt es einen großen kostenvergleich von Autos, dabei kostet das günstogste Auto bei 15.000 km/Jahr inkl. allen Kosten gut 3600 Euro pro Jahr, davon sind aber gerade mal 1000 Euro Spritkosten.
Und hier reden wir von Kleinstwagen (Toyota Aygo, Smart ist schon deutlich teurer), bei Mittelklassewagen sind wir schnell bei 6000-8000 Euro pro Jahr wovon ~1500-1800 Euro Spritkosten sind.
Spritkosten sind also kein Argument, Benzin ist immer noch günstig im Verhältnis zu anderen Kosten. Ein Auto das 5 statt 6 Liter braucht rechnet sich da einfach nicht wenn es ein paar tausend Euro mehr kostet. Und auf kosten der Sicherheit und des Luxus ist auch kaum jemand bereit auf Gewicht oder Platz zu verzichten im Innenraum.
Ich bin sicher VW würde es auch heute noch schaffen einen Golf II zu bauen (natürlich mit modernem Motor und damit noch weniger Verbrauch) zum selben Preis wie damals wenn nicht billiger (inflationsbereinigt), nur kaufen würden den niemand!
Selbst wenn Interesse bestände wären die Zeitungen voll mit katastrophalen Ergebnissen der Crashtests usw.
Man sucht immer einen Sündenbock und letztendlich finden man jemanden der den schwarzen Peter bekommt, nur ob der es auch schuld war ist alles andere als klar.
Die Autobauer hatten doch gar keine andere Wahl als die Autos zu bauen die sie bauen. Billige Autos ohne Luxus werden nicht nachgefragt, spritsparende Autos sind den Kunden zu teuer, weniger PS kommt nicht in die Tüte. Ok jetzt werden einige sagen man hätte ja mehr in die Forschung stecken können dann wäre ja alles billiger oder zumindest wäre man für die zukunft gerüstet aber was hätten wohl die Aktionäre dazu gesagt wenn sie auf einen teil ihrer geliebten Dividende verzichten müssen und der Gewinn mager ausfällt dank hoher Forschungskosten?
Vor 1-2 Jahren haben doch die meisten nur über Hybrid, Brennstoffzelle etc. gelacht "das wird nie was, viel zu teuer blabla", jetzt plötzlich heißt es wieso wurde da nicht investiert?
Und das Marketing verantwortlich zu amchen das die kunden beinflusst wurden mehr Luxus nachzufragen ist - richtig! ABER was sollten sie denn sonst machen? Keine Werbung? Dafür werben das die Leute KEINEN Luxus und keine Sonderausstattung kaufen sollen? Na da hätte ich ja mal gerne die Reaktion der Aktionäre gesehen.
Ich kann mir vorstellen das wir in einigen Jahren deutlich weniger Autobauer haben werden und vor allem auch deutlich weniger Modelle. Dann gehen die preise auch wieder runter dank größerer Stückzahlen, die Qualität steigt dank längerer Modelllebenszeiten und mehr Zeit und Geld für ausführliche Qualitätstests.
Der Markt ist völlig überreizt, es wird alles getan um noch mehr zu verkaufen und noch mehr Luxus erfunden. Wer heute ein Auto kauft kann davon ausgehen das es in spätestens 2-3 Jahren das nachfolgermodell gibt und schwupp ist das statussymbol weitgehend wertlos weil "altes Modell" und dafür 20.000 Euro hinblättern?
Kosten/Nutzen stehen schon lange in keinen vernünftigen Verhältnis mehr bei den meisten Autos.
Mit 20 Euro im Monat für die private Krankenversicherung denkt man hat man genug getan und wenn es später nur ne magere rente gibt sind die politiker schuld. Aber mal eben 500 Euro im Monat für ein Auto zu zahlen auch wenn man es nicht bräuchte oder zumindest 200 Euro mehr als ein Auto das völlig ausreichen würde sind schnell lockergemacht.
Rechnet mal aus: 5000 Euro im Jahr für ein Auto, selbst wenn man nur mit 50 Jahren rechnet die man Auto fährt kommt man auf eine viertel Millionen Euro die man im Leben nur fürs Auto ausgibt! Und das bei einem Kleinwagen der etwas gehobenen Klasse, bei einem schönen Mittelklassewagen sind es schnell 100.000 mehr!
"Wenn das mit der Finanzkrise so weitergeht, heißt der neue Finanzminister Peter Zwegert" (Harald Schmidt)