Ausgewettet?


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Meiko:

Ausgewettet?

 
28.05.06 23:41
28.05.2006 15:38Ausgewettet?Schlechteres Timing könnte es für Fluxx und Konsorten kaum geben: Ausgerechnet vor der Fußball-WM wollen mehrere Bundesländer einem Medienbericht zufolge private Wettbüros schließen.Ausgewettet? 2583037www.boerse.ard.de/servlet/...MDAwMDAwJnF1YWw9MCZpZD0xMzMwMDI_" style="max-width:560px" >

Wie "Euro am Sonntag" berichtet, wollen die Bundesländer in den kommenden Wochen massiv gegen private Wettanbieter vorgehen. Das hessische Innenministerium habe in den vergangenen Tagen alle Landratsämter angewiesen, private Sportwettenbüros zu schließen, in anderen Bundesländer gebe es ähnliche Anweisungen, schreibt das Blatt.

Die Betreiber der Wettlokale seien aufgefordert worden, binnen zwei Wochen ihr Geschäft einzustellen, ansonsten würden die Läden geschlossen, hieß es weiter. Grund für das Durchgreifen der Bundesländer ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Ende März. Darin fehlte die Bestätigung für eine Liberalisierung des deutschen Wettmarktes. Die Richter hatten damals das Staatsmonopol für die Oddset-Sportwetten der staatlichen Deutschen Klassenlotterie in Berlin in seiner derzeitigen Form für verfassungswidrig erklärt und Nachbesserungen zum Schutz Spielsüchtiger gefordert. Demnach dürfe das Monopol nur dann bestehen bleiben, wenn weitestgehend auf Werbung und Spielanreize verzichtet werde.

Bis 2007 soll eine Lösung für den deutschen Wettmarkt gefunden werden – bis dahin könnten die Bundesländer das Verbot privater Anbieter aufrechterhalten und durchsetzen.

Schwerer Schlag für Fluxx
Von den Plänen der Länder ist auch die börsennotierte Fluxx betroffen. "Im schlimmsten aller Fälle müßten wir alle Ladenlokale in Deutschland schließen", zitierte die "Euro am Sonntag" Fluxx-Sprecher Stefan Zenker. Fluxx betreibt insgesamt 100 stationäre Wettbüros, den Großteil davon in Deutschland.

Die Regelung kommt für Fluxx denkbar ungünstig. Denn um bei der Fußball-WM europaweit Marktanteile zu gewinnen, hat der Glücksspiel-Anbieter soviel in den Aufbau seines Sportwetten-Geschäfts gesteckt, dass am Ende des ersten Quartals rote Zahlen in den Büchern standen. Das schwächer werdende Lotto-Geschäft tat sein übriges.

Die Fluxx-Aktie hat im letzten Jahr mehr als 33 Prozent verloren und notiert aktuell bei 7,23 Euro.

Keine Betandwin-Trikots
Auch für Betandwin könnte es Schwierigkeiten geben. Bislang wurden Wettanbieter mit Lizenzen aus Österreich, Gilbraltar, Malta oder Zypern größtenteils zwar geduldet, bei Betandwin geht es jedoch speziell um die Werbung. Da das Bundesverfassungsamt Werbung für staatliche Wettanbieter untersagt hat, gilt dies erst recht für private. So hat Bayern bereits ein Werbeverbot für Betandwin auf den Trikots des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München angekündigt.

Die Betandwin-Aktie hat sich erst in den letzten Tagen leicht von ihrer nach Ansicht vieler Börsianer überfälligen Korrektur erholt.

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Meiko:

Ungewisse Zukunft für Wettanbieter.

 
29.05.06 12:28
29.05.2006 12:03Ungewisse Zukunft für Wettanbieter

Die Wettlust der Deutschen ist ungebrochen. Doch seit Ende März herrscht in der Wettbranche Unsicherheit über die Rechtslage. In mehreren Bundesländern droht privaten Wettbüros das Aus. Nicht alle börsennotierte Anbieter sind gleich betroffen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts Ende März hat für Verwirrung in der Branche gesorgt. "Das Urteil hat den Markt gelähmt", weiß Carsten Schmidt, Vorstand beim Pay-TV-Sender Premiere. Zwar haben die Richter das Staatsmonopol für die Oddset-Sportwetten der staatlichen Deutschen Klassenlotterie in Berlin in seiner derzeitigen Form für verfassungswidrig erklärt, aber eine Liberalisierung des deutschen Wettmarkts offen gelassen. Dem Gesetzgeber haben sie die undankbare Aufgabe übertragen, bis 2007 den Markt neu zu regeln. Es gibt zwei Optionen: Das Monopol wird so ausgestaltet, dass es die Spielsucht begrenzt. Andernfalls muss der Gesetzgeber private Konkurrenz zulassen.

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Hessen-Vorstoß belastet Wettanbieter
Verbot privater Wettanbieter
Für die privaten Wettanbieter war das Urteil hart. Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass das Verbot privater Anbieter zulässig ist, um die Spielsucht zu bekämpfen. Im Klartext: Damit die Verbraucher nicht zur Spielsucht verführt werden, müssten Annahmestellen geschlossen werden. Außerdem dürfe nicht im Fernsehen geworben werden. Bis der Gesetzgeber eine Lösung gefunden hat, können die Bundesländer das Verbot privater Wettanbieter aufrechterhalten und durchsetzen.

Länder gehen hart vor

Daraufhin machten mehrere Bundesländer ernst. Direkt nach dem Urteil begannen Nordrhein-Westfalen und Bayern, gegen Wettfirmen ohne staatliche Konzessionen vorzugehen. Inzwischen geht auch Hessen streng vor. Das hessische Innenministerium wies in der vergangenen Woche die Kreisordnungsbehörden an, private Sportwettbüros zu schließen.

Betroffen davon sind mehrere tausend private Wettbüros in Deutschland, die Sportwetten auf Fußball, Tennis, Eishockey oder andere Sportarten anbieten. Allein in Berlin gibt mehr als 300 illegaler Wettbüros, in München sind es über 100. Im vergangenen Jahr wuchs die Zahl der privaten Wettbüros sprunghaft nach dem Wettskandal um den Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer.

Was wird aus Anbietern mit alten DDR-Lizenzen ?
Legal sind demnach nur Sportwetten, die über die staatliche Oddset gespielt und in den Lotto- und Toto-Annahmestellen sowie im Internet angeboten werden. Eine Ausnahme gilt für vier Anbieter mit alten DDR-Lizenzen. Sie dürfen in einigen ostdeutschen Bundesländern neben Oddset aktiv sein. Es ist umstritten, ob die Genehmigung auch im Westen gilt.

Sondersituation für Betandwin
Diese Rechtsunsicherheit trifft vor allem den österreichischen Wettanbieter Betandwin, der über eine alte DDR-Lizenz verfügt. Da das Unternehmen gleichzeitig seinen Sitz im Ausland hat, ist es nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts nicht rechtmäßig aktiv. Nach dem Urteil konnte sich die Aktie von Betandwin zunächst behaupten. Erst mit dem breiten Kursverfall an den Aktienmärkten ging es auch mit Betandwin kräftig nach unten. Der Titel büßte über 20 Prozent ein.

Fluxx und Cashbet besonders betroffen
Für andere börsennotierte Wettanbieter ist die Lage deutlich kritischer. Zum Beispiel für Fluxx. Das SDax-Unternehmen bietet nicht nur Glücksspiele und Wetten im Internet an, sondern betreibt auch 100 stationäre Wettbüros, den Großteil davon in Deutschland. Schlimmer noch trifft es Börsen-Neuling Cashbet. Das Unternehmen ist an der Oddsliner Sportwetten AG beteiligt, die über 17 Wettbüros und über 100 eigens aufgestellte Wettannahme-Terminals verfügt.

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Meiko:

Hessen-Vorstoss belastet Wettanbieter.

 
29.05.06 13:06
29.05.2006 10:54Hessen-Vorstoß belastet WettanbieterAktien von privaten Wettanbietern wie Fluxx notieren am Montag deutlich im Minus. Zwei Monate nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts machen einzelne Bundesländer ernst und wollen Wettbüros privater Anbieter schließen. Vor allem Hessen macht Druck.Ausgewettet? 2583734

Wie ein Sprecher gegenüber boerse.ARD.de bestätigte, hat das hessische Innenministerium Anfang vergangener Woche alle Landratsämter angewiesen, private Sportwettenbüros zu schließen. Die Betreiber der Wettlokale seien aufgefordert worden, binnen einer Woche ihr Geschäft einzustellen, ansonsten würden die Läden geschlossen, hieß es aus Wiesbaden.

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Auch andere Bundesländer gehen gegen Wettbüros vor
Wie die "Euro am Sonntag" am Wochenende berichtete, wollen auch andere Bundesländer in den kommenden Wochen massiv gegen private Wettanbieter vorgehen. Dort gebe es ähnliche Anweisungen wie in Hessen, schrieb das Blatt. Bayern und Nordrhein-Westfalen waren die ersten Bundesländer, die gegen Wettfirmen ohne staatliche Konzession vorgegangen waren.

Grund für das Durchgreifen der Bundesländer ist ein Urteil des Bundesverfassungsgericht von Ende März. Die Richter hatten damals das Staatsmonopol für die Oddset-Sportwetten der staatlichen Deutschen Klassenlotterie in Berlin in seiner derzeitigen Form für verfassungswidrig erklärt und Nachbesserungen zum Schutz Spielsüchtiger gefordert. Demnach dürfe das Monopol nur dann bestehen bleiben, wenn weitestgehend auf Werbung und Spielanreize verzichtet werde.

Bis 2007 soll eine Lösung für den deutschen Wettmarkt gefunden werden – bis dahin könnten die Bundesländer das Verbot privater Anbieter aufrechterhalten und durchsetzen. Am 22. Juni findet ein Treffen der Regierungschefs der Länder statt, bei dem das Thema Sportwetten auf der Agenda steht.

Schwerer Schlag für Fluxx
Von den Plänen der Länder ist auch die börsennotierte Fluxx betroffen. "Im schlimmsten aller Fälle müßten wir alle Ladenlokale in Deutschland schließen", zitierte die "Euro am Sonntag" Fluxx-Sprecher Stefan Zenker. Fluxx betreibt insgesamt 100 stationäre Wettbüros, den Großteil davon in Deutschland.

Die Regelung kommt für Fluxx denkbar ungünstig, denn der Glücksspiel-Anbieter hat soviel in den Aufbau seines Sportwetten-Geschäfts gesteckt, um bei der Fußball-WM europaweit Marktanteile zu gewinnen, dass am Ende des ersten Quartals rote Zahlen in den Büchern standen.

Die Fluxx-Aktie setzt am Montag ihre Talfahrt fort. Sie büßt rund sieben Prozent ein und fällt auf 6,67 Euro. Vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hatte der Titel noch im März sein Rekordniveau von 13,77 Euro erreicht.

Sportwetten.de und Cashbet unter Druck
Auch andere börsennotierte Wettanbieter leiden. Die Aktien von Sportwetten.de geben um zwei Prozent auf 2,40 Euro nach. Sportwetten.de besitzt in der Bundesrepublik keine Wettkonzession, bietet aber über die englische Beteiligung Eurotip Wetten auf Sportereignisse an. Die Titel von Cashbet fallen um drei Prozent auf 1,80 Euro und erreichen ihren niedrigsten Stand seit dem Börsengang. Cashbet verfügt über 17 Wettbüros und über 100 Wettannahme-Terminals in Baden-Württemberg und Bayern.

Betandwin droht Werbeverbot
Dagegen kann sich Betandwin in der Pluszone behaupten. In Deutschland bietet Betandwin Sportwetten auf der Grundlage einer alten DDR-Lizenz an und umgeht so noch das Wettmonopol des Staates. Allerdings würde das Werbeverbot den österreichischen Wettanbieter, der rasant wächst, empfindlich treffen. So hat Bayern bereits ein Werbeverbot für Betandwin auf den Trikots des Fußball-Zweitligisten TSV 1869 München angekündigt. Die Aktie hat in den letzten Wochen über 20 Prozent an Wert verloren und notiert derzeit bei 82 Euro.

TV-Sender machen gegen Werbeverbot mobil
Unterstützung erhalten die Wettanbieter von den TV-Sendern. Mehrere deutsche Sender haben sich angeblich verbündet, um eine Liberalisierung des Sportwettenmarkts durchzusetzen. Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland haben sich der Sportkanal DSF, der Abosender Premiere und die TV-Konzerne RTL und ProSieben in einem Arbeitskreis Wetten zusammengeschlossen. In einem Schreiben an die Ministerpräsidenten der Länder warnen sie davor, dass ein mögliches Verbot privater Wettangebote für die deutsche Medienindustrie "verheerende finanzielle Folgen" hätte. So würden den TV-Sendern Werbeeinnahmen in zweistelliger Millionenhöhe entgehen, wenn private Wettanbieter verboten werden sollten.

Der DSF, der zum Medienunternehmen EM.TV gehört, hat seine Pläne für ein eigenes Wettangebot vorerst zurückgestellt. Ursprünglich wollten mehrere TV-Sender bis zur Fußball-WM gemeinsam mit den bisher legalen Wettfirmen selbst Wettangebote starten. "Das werden wohl nur noch Mutige machen", heißt es jetzt bei einem der betroffenen Sender.

Einen Teilsieg haben die privaten Wettanbieter in Bielefeld errungen. Das Verwaltungsgericht Minden hat in einem Eilverfahren die Schließung privater Wettbüros vorläufig gestoppt. Das Gericht hält das staatliche Monopol auf Sportwetten für rechtswidrig.

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