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AUSBLICK: Volkswirte erwarten kräftiges Wachstum i

 
25.04.02 17:28
AUSBLICK: Volkswirte erwarten kräftiges Wachstum im 1. Quartal in den USA
WASHINGTON (dpa-AFX) - Die amerikanische Wirtschaft ist nach Einschätzung von Fachleuten im ersten Quartal mit einer hochgerechneten Jahresrate von annähernd 5,0 Prozent gewachsen. Die erste offizielle Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal 2002 wird das Handelsministerium an diesem Freitag (26.04.) in Washington vorlegen. Im vorangegangenen Quartal hatte das BIP-Wachstum nur 1,7 Prozent betragen.

Für das erste Quartal erwartet Volkswirt Holger Bahr von der DGZ-DekaBank eine Wachstumsrate von 5,2 Prozent. Insbesondere die Abschwächung des Lagerabbaus werde zur rasanten Wachstumsbeschleunigung beitragen. So betrug der Lagerabbau in den USA im vierten Quartal noch 120 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert werde im ersten Quartal auf 30 Milliarden Dollar schrumpfen. Allein dieser "Lager-Effekt" mache einen Wachstumsbeitrag von 4,0 Prozentpunkten im ersten Quartal aus. Zudem werde die Wirtschaft durch den Privaten Konsum und die Wohnungsbauinvestitionen gestützt.

BIP-DATEN ZEIGEN SCHWUNG

Nach Ansicht der Volkswirte von der Commerzbank werden die BIP-Zahlen für das erste Quartal zeigen, "mit wie viel Schwung die amerikanische Wirtschaft ins neue Jahr gestartet ist". Die Commerzbank rechnet mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um rund 4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Nur der Außenhandel und die Investitionen trügen negativ zur Wachstumsentwicklung bei.

In den USA häufen sich allerdings auch Hinweise darauf, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung auf hohem Niveau verlangsamen könnte. Für das zweite Quartal erwarten Volkswirte eine Abschwächung des Wachstums auf 3,0 und 4,0 Prozent. Auch Volkswirt Bahr rechnet in den kommenden zwei Quartalen mit einem im Vergleich zum ersten Quartal gedämpften Wirtschaftswachstum. "Der Lagerimpuls wird sich deutlich abschwächen."

OECD HEBT US-WACHSTUMSPROGNOSEN FÜR 2002 KRÄFTIG AN

In ihrem "Beige Book" über die wirtschaftliche Lage in den einzelnen Regionen der USA hatte die Notenbank (Fed) am Mittwoch einen zwiespältigen Bericht gegeben. Im März und Anfang April hätten sich die wirtschaftlichen Aktivitäten danach unverändert ausgeweitet. Über das weitere Wachstum hätten sich einige Regionen jedoch vorsichtig geäußert. Diese Prognose wurde durch den Rückgang der Aufträge für langlebige Industriegüter im März um 0,6 Prozent gestützt. Ohne Order für Rüstungsgüter und Zivilflugzeuge betrug der Rückgang sogar 1,3 Prozent.

Unterdessen hat die OECD ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in den USA für das laufende Jahr kräftig angehoben. Das Wachstum werde im laufenden Jahr nicht wie ursprünglich angenommen 0,7 Prozent, sondern 2,5 Prozent betragen, teilte die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag in Paris mit. 2001 hatte das US-Wachstum 1,2 Prozent betragen. Die USA werde als Konjunkturlokomotive die übrigen OECD-Staaten allmählich mitziehen./hw/DP/FX/jh/rw/sh

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