Ausblick: Die Märkte am Dienstag
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich gestern nach einem wenig spektakulärem Handelsverlauf positiv in den Feierabend. Angesichts des heutigen US-Feiertages ließen es die Marktteilnehmer ruhig angehen, was sich auch in geringen Umsätzen niederschlug. Der DAX gewann letztendlich 0,52 Prozent und schloss bei 5.712,69 Punkten (LDAX: 5.724,44 Punkte; +0,73 Prozent), der MDAX verbesserte sich daneben um 1,13 Prozent auf 7.975,77 Zähler.
Zum stärksten Indexwert avancierte ThyssenKrupp mit einem kräftigen Aufschlag von 3,1 Prozent. Der indische Stahlunternehmer Lakshmi Mittal hat Presseangaben zufolge bei der zu ThyssenKrupp gehörenden Werft Blohm+Voss eine 94 Meter lange Superyacht in Auftrag gegeben, der Auftragswert beläuft sich dabei auf knapp 160 Mio. Euro. Papiere des Sportartikelherstellers adidas, der mit Deutschland und Frankreich zwei im Halbfinale stehende Teams bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft ausrüstet, sprinteten um 2,6 Prozent vor. ALTANA bröckelten dagegen um 0,6 Prozent ab. Presseangaben zufolge hat der Pharma- und Spezialchemiekonzern die Preise für sein Hauptprodukt Pantoprazol in Deutschland um mehr als 30 Prozent gesenkt. Papiere von METRO bildeten mit -0,7 Prozent das Schlusslicht. Einem Zeitungsbericht zufolge haben die Konzerntöchter Saturn und Media Markt zusammen mit dem US-Chip-Konzern Intel über Jahre hinweg massiv gegen das Kartellrecht verstoßen.
In der zweiten Reihe richteten sich die Blicke auf EADS. Der Luft- und Raumfahrtkonzern gab am Wochenende bekannt, dass EADS-Co-Chef Noël Forgeard sowie der deutsche Airbus-Chef Gustav Humbert mit sofortiger Wirkung zurückgetreten sind. Zudem gab der Konzern bekannt, dass die Investmentbank Rothschild den von EADS zu bezahlenden Preis für den 20 Prozent-Anteil der BAE Systems an Airbus auf 2,75 Mrd. Euro festgelegt hat. Die Aktien verloren gestern 1,2 Prozent. Premiere-Papiere profitierten dagegen von einem positiven Analystenkommentar und legten 6,1 Prozent zu, deutliche Gewinne verzeichneten außerdem Wacker Chemie und SGL Carbon. Gegen den Trend ging es unter anderem für Vossloh um über 3 Prozent abwärts.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.725 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.728 Zählern.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland stehen heute die Außenhandelsdaten sowie die Lohnentwicklung zur Veröffentlichung an. Ferner werden in der EU die Arbeitsmarktdaten und die Erzeugerpreise bekannt gegeben. Aus den USA werden heute infolge des Feiertags (Unabhängigkeitstag) keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei der HMV Group plc an. Die Hauptversammlung wird bei der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG und der D.Logistics AG abgehalten.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 11.228 Punkten um 0,70 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 0,84 Prozent auf 2.190 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.598 Punkten (-0,2 Prozent) und der S&P Future bei 1.286 Zählern (-0,1 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 74,04 Dollar; Euro: 1,2804 Dollar; Gold: 622,95 Dollar
Wichtige Meldungen:
Das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, veröffentlichte für Juni 2006 einen unerwarteten Rückgang der Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes. Der ISM-Index (früher NAPM-Einkaufsmanagerindex) sank von 54,4 Zählern im Mai auf nun 53,8 Zähler. Dagegen waren Volkswirte von einer Zunahme auf 55,0 Punkte ausgegangen. Im Einzelnen wuchs der der Subindex der Neuaufträge von 53,7 auf 57,9 Zähler, wogegen der Teilindex der bezahlten Preise von 77,0 auf 76,5 Zähler zurückging. Ein Wert des US-Konjunkturbarometers über der Grenze von 50 Punkten wird als Verbesserung bewertet, ein Wert unter 50 Punkten signalisiert dagegen einen Abschwung im Verarbeitenden Gewerbe.
Der amerikanische Technologiekonzern Motorola Inc. (ISIN US6200761095/ WKN 853936) hat den Verkauf seiner Automobilelektroniksparte an die Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) abgeschlossen. Die Transaktion umfasst dabei wie bereits am 3. April zwischen beiden Konzernen vereinbart, Motorolas Geschäftsbereiche Fahrwerksteuerung und Antrieb, Sensorik und Komfortelektronik sowie das Telematikgeschäft. Durch den Verkauf der Geschäftssparte wird der Konzernumsatz im laufenden zweiten Quartal unterhalb der ursprünglichen Prognose in Höhe von 10,3 bis 10,5 Mrd. Dollar liegen, da die Umsatzerlöse der Automobilelektroniksparte in Höhe von rund 400 Mio. Dollar als nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten ausgewiesen werden. Ohne die Berücksichtigung der Automobilelektroniksparte erwartet Motorola nunmehr im laufenden Quartal einen Gesamtumsatz in Höhe von 9,9 bis 10,1 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor einen Umsatz von 10,44 Mrd. Dollar sowie ein EPS von 31 Cents erwartet.
Die Mitsui & Co. Ltd. (ISIN JP3893600001/ WKN 853656), die zweitgrößte Handelsgesellschaft in Japan, plant deutliche Investitionen in den Ausbau ihres Rohstoffgeschäfts. Wie der "Nikkei Business Daily" am Montag berichtet, sollen bis 2011 insgesamt 400 Mrd. Japanische Yen (JPY) in die Rohstoffaktivitäten investiert werden. Neben der Erweiterung der Kohle- und Eisenerzaktivitäten sollen insbesondere die Segmente Nickel und Kupfer gestärkt werden, zudem ist ein Einstieg in das Urangeschäft geplant. Durch die Maßnahmen soll die jährliche Kohleproduktion von derzeit 8 Millionen Tonnen auf 16 Millionen Tonnen verdoppelt werden, die Zinkproduktion soll von gegenwärtig 47.000 Tonnen auf 100.000 Tonnen anwachsen.
Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern DaimlerChrysler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000), der weltweit fünftgrößte Automobilhersteller, gab am Montag seine Absatzzahlen für den Monat Juni in den USA bekannt. Der Konzern musste demnach im letzten Monat auf dem US-Markt im Jahresvergleich einen Absatzrückgang von 13 Prozent verzeichnen. So verkaufte der Konzern im letzten Monat 206.748 Einheiten. Die Marke "Chrysler" verlor 15 Prozent bzw. verkaufte 185.946 Einheiten. Die Marke "Mercedes-Benz" gewann hingegen auf 20.802 Einheiten hinzu (+14 Prozent).
Quelle: (4.7.2006/ac/n/m)
Euch,
Einsamer Samariter
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich gestern nach einem wenig spektakulärem Handelsverlauf positiv in den Feierabend. Angesichts des heutigen US-Feiertages ließen es die Marktteilnehmer ruhig angehen, was sich auch in geringen Umsätzen niederschlug. Der DAX gewann letztendlich 0,52 Prozent und schloss bei 5.712,69 Punkten (LDAX: 5.724,44 Punkte; +0,73 Prozent), der MDAX verbesserte sich daneben um 1,13 Prozent auf 7.975,77 Zähler.
Zum stärksten Indexwert avancierte ThyssenKrupp mit einem kräftigen Aufschlag von 3,1 Prozent. Der indische Stahlunternehmer Lakshmi Mittal hat Presseangaben zufolge bei der zu ThyssenKrupp gehörenden Werft Blohm+Voss eine 94 Meter lange Superyacht in Auftrag gegeben, der Auftragswert beläuft sich dabei auf knapp 160 Mio. Euro. Papiere des Sportartikelherstellers adidas, der mit Deutschland und Frankreich zwei im Halbfinale stehende Teams bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft ausrüstet, sprinteten um 2,6 Prozent vor. ALTANA bröckelten dagegen um 0,6 Prozent ab. Presseangaben zufolge hat der Pharma- und Spezialchemiekonzern die Preise für sein Hauptprodukt Pantoprazol in Deutschland um mehr als 30 Prozent gesenkt. Papiere von METRO bildeten mit -0,7 Prozent das Schlusslicht. Einem Zeitungsbericht zufolge haben die Konzerntöchter Saturn und Media Markt zusammen mit dem US-Chip-Konzern Intel über Jahre hinweg massiv gegen das Kartellrecht verstoßen.
In der zweiten Reihe richteten sich die Blicke auf EADS. Der Luft- und Raumfahrtkonzern gab am Wochenende bekannt, dass EADS-Co-Chef Noël Forgeard sowie der deutsche Airbus-Chef Gustav Humbert mit sofortiger Wirkung zurückgetreten sind. Zudem gab der Konzern bekannt, dass die Investmentbank Rothschild den von EADS zu bezahlenden Preis für den 20 Prozent-Anteil der BAE Systems an Airbus auf 2,75 Mrd. Euro festgelegt hat. Die Aktien verloren gestern 1,2 Prozent. Premiere-Papiere profitierten dagegen von einem positiven Analystenkommentar und legten 6,1 Prozent zu, deutliche Gewinne verzeichneten außerdem Wacker Chemie und SGL Carbon. Gegen den Trend ging es unter anderem für Vossloh um über 3 Prozent abwärts.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.725 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.728 Zählern.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland stehen heute die Außenhandelsdaten sowie die Lohnentwicklung zur Veröffentlichung an. Ferner werden in der EU die Arbeitsmarktdaten und die Erzeugerpreise bekannt gegeben. Aus den USA werden heute infolge des Feiertags (Unabhängigkeitstag) keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei der HMV Group plc an. Die Hauptversammlung wird bei der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG und der D.Logistics AG abgehalten.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 11.228 Punkten um 0,70 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 0,84 Prozent auf 2.190 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.598 Punkten (-0,2 Prozent) und der S&P Future bei 1.286 Zählern (-0,1 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 74,04 Dollar; Euro: 1,2804 Dollar; Gold: 622,95 Dollar
Wichtige Meldungen:
Das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, veröffentlichte für Juni 2006 einen unerwarteten Rückgang der Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes. Der ISM-Index (früher NAPM-Einkaufsmanagerindex) sank von 54,4 Zählern im Mai auf nun 53,8 Zähler. Dagegen waren Volkswirte von einer Zunahme auf 55,0 Punkte ausgegangen. Im Einzelnen wuchs der der Subindex der Neuaufträge von 53,7 auf 57,9 Zähler, wogegen der Teilindex der bezahlten Preise von 77,0 auf 76,5 Zähler zurückging. Ein Wert des US-Konjunkturbarometers über der Grenze von 50 Punkten wird als Verbesserung bewertet, ein Wert unter 50 Punkten signalisiert dagegen einen Abschwung im Verarbeitenden Gewerbe.
Der amerikanische Technologiekonzern Motorola Inc. (ISIN US6200761095/ WKN 853936) hat den Verkauf seiner Automobilelektroniksparte an die Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) abgeschlossen. Die Transaktion umfasst dabei wie bereits am 3. April zwischen beiden Konzernen vereinbart, Motorolas Geschäftsbereiche Fahrwerksteuerung und Antrieb, Sensorik und Komfortelektronik sowie das Telematikgeschäft. Durch den Verkauf der Geschäftssparte wird der Konzernumsatz im laufenden zweiten Quartal unterhalb der ursprünglichen Prognose in Höhe von 10,3 bis 10,5 Mrd. Dollar liegen, da die Umsatzerlöse der Automobilelektroniksparte in Höhe von rund 400 Mio. Dollar als nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten ausgewiesen werden. Ohne die Berücksichtigung der Automobilelektroniksparte erwartet Motorola nunmehr im laufenden Quartal einen Gesamtumsatz in Höhe von 9,9 bis 10,1 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor einen Umsatz von 10,44 Mrd. Dollar sowie ein EPS von 31 Cents erwartet.
Die Mitsui & Co. Ltd. (ISIN JP3893600001/ WKN 853656), die zweitgrößte Handelsgesellschaft in Japan, plant deutliche Investitionen in den Ausbau ihres Rohstoffgeschäfts. Wie der "Nikkei Business Daily" am Montag berichtet, sollen bis 2011 insgesamt 400 Mrd. Japanische Yen (JPY) in die Rohstoffaktivitäten investiert werden. Neben der Erweiterung der Kohle- und Eisenerzaktivitäten sollen insbesondere die Segmente Nickel und Kupfer gestärkt werden, zudem ist ein Einstieg in das Urangeschäft geplant. Durch die Maßnahmen soll die jährliche Kohleproduktion von derzeit 8 Millionen Tonnen auf 16 Millionen Tonnen verdoppelt werden, die Zinkproduktion soll von gegenwärtig 47.000 Tonnen auf 100.000 Tonnen anwachsen.
Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern DaimlerChrysler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000), der weltweit fünftgrößte Automobilhersteller, gab am Montag seine Absatzzahlen für den Monat Juni in den USA bekannt. Der Konzern musste demnach im letzten Monat auf dem US-Markt im Jahresvergleich einen Absatzrückgang von 13 Prozent verzeichnen. So verkaufte der Konzern im letzten Monat 206.748 Einheiten. Die Marke "Chrysler" verlor 15 Prozent bzw. verkaufte 185.946 Einheiten. Die Marke "Mercedes-Benz" gewann hingegen auf 20.802 Einheiten hinzu (+14 Prozent).
Quelle: (4.7.2006/ac/n/m)
Euch,
Einsamer Samariter