Aus der FTD vom 26.4.2001 www.ftd.de/teldafax
Teldafax sucht Fusionspartner und Käufer
Von Andreas Krosta, Hamburg
Der angeschlagene Telefondienstleister Teldafax will sich durch Unternehmensverkäufe und eine Fusion vor der Pleite retten.
"Wir müssen mit jemanden zusammengehen", sagte Teldafax-Vertriebsvorstand Stefan Koch am Mittwoch der FTD. Im Gespräch sind nach Kochs Angaben der Mobilfunkbetreiber 3G sowie die Internet-Provider QSC und Mediaways. QSC und Mediaways erklärten, sie arbeiteten mit Teldafax zusammen. Eine Fusion sei aber nicht im Gespräch. Das spanisch-finnische Konsortium Group 3G dementierte ebenfalls, Übernahmegespräche zu führen.
Der Teldafax-Vorstand kämpft seit Wochen an vielen Fronten um das Überleben des Unternehmens. Die Deutsche Telekom hatte der Telefongesellschaft am 5. April wegen unbezahlter Forderungen in Höhe von 90 Mio. DM den Zugang zum Festnetz gekappt. Erst vergangenen Freitag schaltete die Telekom gerichtlich gezwungen die Leitungen wieder frei. Der Insolvenzverwalter von Teldafax, Bernd Reuss, forderte unterdessen 50 Mio. DM von der Telekom zurück. Das Geld sei zu Unrecht einbehalten worden.
Außerdem platzte am Wochenende die Übernahme durch den Teldafax-Großaktionär World Access. Das US-Unternehmen wollte seinen Aktienanteil an Teldafax von derzeit 33 Prozent auf rund 70,1 Prozent aufstocken. Die amerikanische Börsenaufsicht untersagte das Geschäft aber. World Access halte sich nicht mehr an Zahlungszusagen.
Nun soll Teldafax mit Kooperationen oder Fusionen wieder auf eine solide finanzielle und strategische Basis gestellt werden. Koch sagte, ein zahlungskräftiger Finanzier sei nicht in Sicht. "Wir müssen selbst die Kurve kriegen." Bis Ende Juli solle über die Fusionen entschieden sein. Teldafax erwarte außerdem bis Freitag eine Entscheidung von potenziellen Käufern für ihre Tochter Netztel Plus. Der Mobilfunk-Service-Provider hat 227.000 Kunden. Es gebe zwei Interessenten.
© 2001 Financial Times Deutschland
Teldafax sucht Fusionspartner und Käufer
Von Andreas Krosta, Hamburg
Der angeschlagene Telefondienstleister Teldafax will sich durch Unternehmensverkäufe und eine Fusion vor der Pleite retten.
"Wir müssen mit jemanden zusammengehen", sagte Teldafax-Vertriebsvorstand Stefan Koch am Mittwoch der FTD. Im Gespräch sind nach Kochs Angaben der Mobilfunkbetreiber 3G sowie die Internet-Provider QSC und Mediaways. QSC und Mediaways erklärten, sie arbeiteten mit Teldafax zusammen. Eine Fusion sei aber nicht im Gespräch. Das spanisch-finnische Konsortium Group 3G dementierte ebenfalls, Übernahmegespräche zu führen.
Der Teldafax-Vorstand kämpft seit Wochen an vielen Fronten um das Überleben des Unternehmens. Die Deutsche Telekom hatte der Telefongesellschaft am 5. April wegen unbezahlter Forderungen in Höhe von 90 Mio. DM den Zugang zum Festnetz gekappt. Erst vergangenen Freitag schaltete die Telekom gerichtlich gezwungen die Leitungen wieder frei. Der Insolvenzverwalter von Teldafax, Bernd Reuss, forderte unterdessen 50 Mio. DM von der Telekom zurück. Das Geld sei zu Unrecht einbehalten worden.
Außerdem platzte am Wochenende die Übernahme durch den Teldafax-Großaktionär World Access. Das US-Unternehmen wollte seinen Aktienanteil an Teldafax von derzeit 33 Prozent auf rund 70,1 Prozent aufstocken. Die amerikanische Börsenaufsicht untersagte das Geschäft aber. World Access halte sich nicht mehr an Zahlungszusagen.
Nun soll Teldafax mit Kooperationen oder Fusionen wieder auf eine solide finanzielle und strategische Basis gestellt werden. Koch sagte, ein zahlungskräftiger Finanzier sei nicht in Sicht. "Wir müssen selbst die Kurve kriegen." Bis Ende Juli solle über die Fusionen entschieden sein. Teldafax erwarte außerdem bis Freitag eine Entscheidung von potenziellen Käufern für ihre Tochter Netztel Plus. Der Mobilfunk-Service-Provider hat 227.000 Kunden. Es gebe zwei Interessenten.
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