Es ist nicht zu fassen, heute morgen freut man sich noch über einen weiteren genialen Schachzug des Managements bzgl. der zukünftigen Divi. Politik.
Im Laufe des Tages entdecke ich dann diesen Artikel auf ARD Börse.de: boerse.ard.de/aktien/...r-im-visier-von-short-sellern100.html
Die Redaktion der Börse ARD, welche sich selbst nach eigenem Verständnis der seriösen Berichterstattung zuordnen würde, stellt hiermit einen Artikel online welcher in dieser Form inhaltlich nichtmal den Qualitätsanforderungen einer lokalen Schülerzeitung entsprechen würde. Ich zitiere aus dem Artikel:
"Das hohe Interesse der Short-Seller an der Aurelius-Aktie ist kein gutes Zeichen. Eine neue Attacke gegen den deutschen Nebenwert scheint vor diesem Hintergrund jederzeit möglich ."
-> Wurde recherchiert welche unterschiedlichen Gründe es für Leerverkäufe gibt? Nein.
-> Wurde erwähnt welche signifikanten Leerverkaufsquoten es bei anderen deutschen Nebenwerten gibt, gar ein Vergleich angestellt? Nein.
-> Wird erwähnt was die Grundlage für eine weitere Attacke sein? Nein.
"Die Ereignisse vom Frühjahr zeigen: Legen die Leerverkäufer auch noch - zumindest auf den ersten Blick - nachvollziehbare Belege für Verfehlungen des Unternehmens vor, so wie es Gotham City gegen Aurelius getan hat, dann kann die Börsenreaktion äußerst unschön und äußerst heftig ausfallen."
-> Welche Verfehlungen? Es gibt und gab schlicht keine. NAV Ausweise haben sich als stichhaltig erwiesen. Dies wird nichtmal erwähnt!
-> Welche "Belege für Verfehlungen" schienen auf den ersten Blick nachvollziehbar? Nachvollziehbar für die Autorin, oder für wen? Was sagt dies über das Sachverständnis der Autorin aus?
"Die Ankündigung einer Rekorddividende ist vor diesem Hintergrund denn auch in erster Linie eine Werbeaktion des Münchner Unternehmens: Geworben wird um das Vertrauen der Anleger. Doch das Risiko, in eine Firma mit solch potenten Gegnern zu investieren, ist enorm ."
-> Schockierende Enthüllung, Börse ist also mit Risiko verbunden. -
>Potente Gegner? Oder wie der deutsche Philosophen Haftbefehl zu sagen pflegt: "Wo sind die Gegner? Ich kann keine sehen."
Klar, ich würde von keinem neutralen Marktbeobachter erwarten, dass er sich mit Aurelius en Detail auskennt. Es gilt die die Meinungsfreiheit.
Von einer Redakteurin jedoch, die einen Bildungsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen zu erfüllen hat, erwarte ich RECHERCHE im Vorfeld eines solchen Artikels.
Und zwar Recherche, die darüber hinausgeht, den Bundesanzeiger zu öffnen.
Mich als Anleger nervt eine solche schlechte Darstellung von Aurelius KOLOSSAL. So wird es Aurelius sehr schwer gemacht den zu Unrecht "ramponierten" Ruf wieder herzustellen.
Verkauft wird natürlich weiterhin keine einzige Aktie unter dreistelligen Kursen (jeder soll hier selbst entscheiden wie er / sie lustig ist!).
Der User Windfish hat es heute richtig angemerkt: ALLEINE das operative Geschäft ist bis 66€ (KGV = 20) fair bewertet. Dabei sprechen wir dann noch nichtmal vom Kerngeschäft, dem Verkauf von sanierten Unternehmen zu Multiplen die am Markt Ihresgleichen suchen! Dieser Umsatz kommt noch on top, sozusagen die Zwetschge ..ähh Kirsche auf dem Sahnehäubchen ;)