AB zum Jahresende entsprechen?
Das war in der Vergangenheit nie der Fall. Wäre auch ziemlich ungewöhnlich und eher Zufall, wenn sich der AE im Jahresverlauf 2025 der Abarbeitung des AB gleichmäßig anpasst.
Aus meiner Sicht werden wir genau das umgekehrte Szenario zu Ende 2023 und Jahr 2024 erleben. Damals 2023 bis Q1/24 extrem hoher AE und AB, der dann natürlich abgearbeitet wurde. Nun seit Q2 sehr niedriger AE, der 2025 zu sehr niedrigem Umsatz führt (aber nicht so niedrig wie du beschreibst), und dann ab Mitte des Jahres stark steigender AE, der durch den niedrigen Umsatz zu stark steigendem AB führt, was dann wieder zeitverzögert zu hohem Umsatz führt, voraussichtlich ab Q4/25.
Ich könnt mir vorstellen, dass wir im 1.Halbjahr 2025 nur einen Umsatz von 75-80 Mio sehen (-40-45%), aber im 2.Halbjahr dann das doppelte, was immernoch 20% weniger als im 2.Halbjahr 2024 wäre, aber eben das Gesamtjahr auf zumindest 230 Mio Umsatz bringt. ... Viel dürfte aber sicherlich davon abhängen, ob sich die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Unsicherheiten abbauen, die psychologisch derzeit für Zurückhaltung bei Investtionen sorgen. Die Themen Trump-Zölle, Ukrainekrieg und Bundestagswahl belasten offensichtlich auch direkt die Märkte, sowohl Ökonomie als auch Finanzmärkte. Ich habe durchaus die Hoffnung, dass sich diese 2-3 Dinge im Laufe des Jahres 2025 lösen lassen oder zumindest als nicht so negativ folgerichtig herausstellen, wie sie aktuell diskutiert werden. Und so oder so werden die Unternehmen ja investieren müssen. Man wird sich nicht ewig mit übergeordneten Unsicherheiten rausreden können. Wenn man gegen die Konkurrenz bestehen will, muss man investieren. Und E Autos werden immer besser in ihrem Wirkungsgrad (batterien leistungsstärker, effizienter und haltbarer), so dass die Absätze auch steigen werden. Ich sehe es an mir selbst und meinem Freundes/Bekanntenkreis. Man setzt sich aktuell stark damit auseinander, ob man sich demnächst ein E-Auto kauft oder noch 2-3 Jahre wartet, bis die Autos, die jetzt demnächst mit höherer Effizienz und Haltbarkeit auf den Markt kommen, dann vielleicht auch als Gebrauchtwagen günstig zu kaufen sind. Aktuell ist ja der Gebrauchtwagenmarkt bei E Autos noch kaum existent, weil man bei den älteren Autos mit Baujahr vor 2022 keine Daten zur Verfügung stehen, wie lange solche Batterien halten werden. Jedenfalls treffen in 2-3 Jahren diese verbesserten Dinge auf eine dann auch nochmals ausgeweitete Infratsruktur (Ladesäulen etc) und mehr Angebot und wohl auch besseres PresLeistungs-Verhältnis. Deshalb gehe ich auch stark davon aus, dass die Automobilhersteller das auch erkennen und verstärkt die nächsten 1-2 Jahre in neue Modelle und Absatzzahlen investieren werden. Daran ändert auch keine Übergangsphase mit aus Unsicherheit begründetem Investitionsstau etwas. Es ist vielleicht für Aktionäre sogar von Vorteil, wenn dann vermutlich 2026 ein verbessertes makroökonomisches und Nebenwerte technisch an der Börse verbessertes Umfeld auf wieder steigende Umsätze bei Aumann trifft. Dann haben wir wieder den Hebel aus steigendem Gewinn und steigender Bewertung, was den Aktienkurs doppelt hebt. Im besten Fall hat man bei Aumann das Jahr 2025 auch noch zu 1-2 günstigen Übernahmen genutzt.
the harder we fight the higher the wall