Meine These ist ja nicht, dass europäische Autobauer sich ihrem Schicksal ergeben und in 5-10 Jahren nicht mehr existieren, weil sie zu blöd sind die Zeichen der Zeit auf Dauer nicht zu erkennen.
Meine These ist, dass die Unsicherheiten in Makroökonomie und politischer Agenda (auch in Deutschland mut neuer Regierung und hin und her beim Thema E-Moobility und Verbrennergesetzen) zu einem Auftragsstopp an Zulieferer und Maschinenbauer geführt hat. Das haben wir bei Aumann im letzten Jahr extrem gesehen, vor asllem im zweiten Halbjahr in einer Phase von Unsicherheiten durch Trumps Zollpolitik und parallel einer nicht enden wollenden Diskussion in Deutschland was das Verbrenner-Aus betrifft.
Insofern ... ja, wenn dieses hin und her so weitergeht, weil sowohl Trump als auch deutsche Politiker denken sie müssten noch viele Jahre die Zeit zurpckdrehen und die Wirtschaft verunsichern, dann würde auch Aumann auf dem niedrigen Niveau im Bereich E Mobility verharren.
Aber meine These ist ja eben nicht, dass es jetzt jahrelang keine Auftragseingänge mehr in dem Segment gibt. Ganz im Gegenteil war der Auftragsaingang so niedrig, dass es kaum niedriger geht. Aber das eigentliche Thema bei Aumann ist ja gar nicht mehr dieses Segment. Das eigentliche Thema ist das starke Wachstum im margenstarken Next Automation Segment. Und um dieses Wachstum noch zu erhöhen hat man sehr viel Cash. Und diesen kann man in unsicheren Zeiten viel wertsteigender einsetzen als in guten Zeiten, weil die Kaufpreise bei anorganischem Wachstum niedrig sind. Und die Vorstände von Aumann und Großaktionär MBB sind für sehr gute, sehr besonnene Deals bekannt. Die kaufen nicht einfach zu, weil man viel Geld hat, sondern die lassen sich viel zeit für die Sondierung und schlagen dann zu, wenn es günstig erscheint und im besten Fall Synergien ermöglicht.
the harder we fight the higher the wall