Das Chartbild sagt mehr als tausend Worte. Niemand glaubt, dass die Aktie 16,50 oder gar 17,80 EUR wert sei.
Grossaktionärin MBB schon gar nicht. Die hatte auch beim letzten ARP ihren gesamten Aktienbestand angedient und wird das bei 17,80 garantiert erneut tun.
Im Ergebnis können die Aktionäre also nur darauf hoffen, 10 bis 15% der angedienten Aktien tatsächlich für 17,80 EUR loszuwerden.
Während der zweiwöchigen Sperrzeit, die Aumann zur ARP Abwicklung benötigt, dürfte der Kurs dann wieder Vollgas gen Süden wandern, während die zum ARP angedienten Shares nicht handelbar sind und mithin tatenlos dem absehbaren Preisverfall zuschauen müssen.
Diese Misere nimmt der Markt logischerweise vorweg und lässt es gar nicht erst zu, dass sich der Kurs dem Rückkaufskurs deutlich annähert.
Zudem ist augenfällig, dass ein grösserer Akteur vor Ablauf der Andienungsfrist massenhaft Aktien in den Markt wirft. Heute schon wieder 2% der ausstehenden Aktien...
Seit ARP Veröffentlichung wurden insesamt bereits mehr als 10% der ausstehenden Shares durchgehandelt.
Neben ein paar Daytradern kann dahinter eigentlich nur MBB stecken, die ihre Position offenbar erneut drehen und nach dem absehbaren Kurseinbruch nach ARP Ablauf einmal mehr billig zurückkaufen wollen.
Wer solche Gangster als Grossaktionärin hat, braucht keine Feinde. Die "überraschende" Erhöhung des Angebotspreises folgt dem Muster im Vorjahr.
MBB wollte mutmasslich die Nachfrage erhöhen, um moch mehr Shares zu >15 EUR in den Markt drücken zu können.
Den Rest wird man dann andienen und dabei den grössten Teil des gesamten Rückkaufspreises absorbieren.
Bei 12 EUR stehen sie dann grosszügig erneut auf der Kaufseite.
Das funktioniert perfekt, weil so gut wie kein Aktionär hier irgendwas auf Bewertung gibt und fast alle Aumann nur wegen der gigantischen Vola zwischen 12 und 16 EUR traden wollen. MBB sorgt dafür, dass die Range immer wieder voll ausgereizt wird...