In einem sehr schwachen Gesamtmarkt hat sich Aumann auf den letzten Metern mit 15,12 € und mithin über der SMA100 (14,995 €) liegend ins Ziel gerettet, nachdem intraday die zur Unterstützung mutierte Widerstandsmarke bereits gebrochen schien.
Sollte der Gesamtmarkt nach dieser hundsmiserablen Börsenwoche kommende Woche zur Abwechslung einmal etwas freundlicher tendieren, hat Aumann charttechnisch eine echte Chance auf eine Fortsetzung des Anstiegs. Immerhin wurden heute kurz unterhalb der SMA100 mehr als 20k Aktien gekauft.
Es gibt demnach auch Aktionäre, die Altus nachvollziehbare Skepsis nicht teilen und trotz eines kurzfristig erreichten 20%-Anstiegs weitere Kursgewinne erwarten.
Nach charttechnischer Lehre ist Aumann mit Überschreiten eines 20%-Anstiegs vom Verlaufstief um 12,60 € übrigens definitionsgemäß in einem neuen Bullenmarkt. Und auch der Dax, so hart die letzten Wochen auch waren, befindet sich seit den Oktobertiefs letzten Jahres erneut in einem Bullenmarkt.
Insofern war Altus Formulierung des Aussitzens eines Bärenmarktes technisch gesehen unzutreffend und wenn die Aumann Aktie mehrheitlich von Charttradern dominiert wird, sollten genau solche technischen Fakten den kleinen aber feinen Unterschied machen.
Letztlich ist und bleibt es aber Spekulation. Daher muss sich selbstverständlich niemand für Verkäufe rechtfertigen. Angesichts monatelangen Pushens mit Betonung auf die unglaubliche Unterbewertung und Kursziele über 20 EUR fand ich es allerdings etwas verwunderlich, dass ausgerechnet, der lange Zeit einzige Aumann-Fan hier als erster aussteigt und das nicht etwa mit der Begründung der Realisierung von Teilgewinnen, sondern mit dem glasklaren Hinweis ans Forum, dass es jetzt erst einmal bitte wieder abwärts gehen darf, damit man sich bei 13 EUR dann erneut schön eindecken kann. Das klingt halt so gar nicht nach großem Vertrauen in der wert des Unternehmens sondern nach Kurzfrist-Zock, der ja auch erneut aufgegangen zu sein scheint... insofern Glückwunsch