Auftakt: Alcoa überrascht Analysten


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EinsamerSam.:

Auftakt: Alcoa überrascht Analysten

 
08.07.05 08:54
Auftakt der US-Berichtssaison

Alcoa überrascht Analysten

Der weltgrößte Aluminiumerzeuger Alcoa hat im zweiten Quartal dank Steuereffekten und des Verkaufs seiner Beteiligung am norwegischen Metallkonzern Elkem den Gewinn kräftig gesteigert. Damit übertraf er die zuletzt reduzierten Erwartungen von Analysten.

In den drei Monaten sei ein Netto-Gewinn von 460 Millionen Dollar erwirtschaftet worden, teilte Konzern nach US-Börsenschluss mit. Ein Jahr zuvor war ein Gewinn von 404 Millionen Dollar ausgewiesen worden. Alcoa läutete damit als erstes großes börsennotiertes US-Unternehmen mit seinem Zahlen zum zweiten Vierteljahr die Berichtssaison in den USA mit einem positiven Trend ein. Analysten hatten wegen der noch andauernden Umstrukturierung des Konzerns einen geringeren Gewinn prognostiziert.

Der Umsatz sei dank der anhalten hohen Nachfrage und Preise um 13 Prozent auf 6,8 Milliarden von 6,1 Milliarden Dollar vor einem Jahr gesteigert worden, teilte Alcoa weiter mit. Aus dem Verkauf des Elkem-Anteils sei ein Gewinn nach Steuern von 219 Millionen Dollar erzielt worden. Zudem habe er eine Steuergutschrift von 120 Millionen Dollar gebracht. Dagegen habe die Umstrukturierung in den drei Monaten mit Aufwendungen nach Steuern von 230 Millionen Dollar zu Buche geschlagen.

Alcoa hatte erst kürzlich angekündigt, in einer zweiten Umstrukturierungsphase 6500 Stellen binnen zwölf Monaten zu streichen. Einschließlich des bereits zuvor angekündigten Arbeitsplatzabbaus entfielen damit bei dem Konzern 8100 Stellen.

Quelle: n-tv.de

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Der Einsame Samariter

Auftakt: Alcoa überrascht Analysten 2005716
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tigerlilly:

Alcan

 
08.07.05 10:36
Portfolio: Alcan bietet billigen Einstieg in Metallaktien
von Horst Fugger

Wer in Rohstoffaktien investieren will, muss wissen, dass solche Titel heftigere Kursausschläge aufweisen können als Aktien aus den meisten anderen Branchen. Selbst in einem langfristigen und stabilen Aufwärtstrend gibt es immer wieder empfindliche Korrekturphasen.


Die Kunst des Investors besteht in der Beurteilung, ob es sich dabei wirklich nur um eine Korrektur oder eben doch um das Ende des Trends handelt. Dabei hilft die Charttechnik, vor allem aber die Analyse der fundamentalen Situation des betreffenden Unternehmens und der Branche.

Während die meisten Rohstofftitel - vor allem Öl- und Industriemetallaktien - in den vergangenen Monaten kräftig zulegen konnten, ist der Aufschwung an einem kleinen, aber nicht unwichtigen Segment spurlos vorbeigegangen. Die Aktien der Aluminiumproduzenten haben nicht nur den allgemeinen Aufschwung nicht mitvollzogen, sie haben sogar kräftig verloren.

Aluminium hat sich in den letzten drei Jahren zwar wie alle Industriemetalle verteuert, aber bei weitem nicht so stark wie Kupfer, Zink oder Nickel. Daher haben wohl viele Rohstoff-Optimisten den auf die Aluminiumproduktion spezialisierten Unternehmen den Rücken gekehrt. Trotz des allgemeinen Aufschwungs an den Rohstoffmärkten hat daher die Aktie des kanadischen Konzerns Alcan, neben der amerikanischen Alcoa größter Aluminiumproduzent der Welt, deutlich an Boden verloren. In Euro gerechnet notiert sie etwa 40 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.

Billige Boombranche

Daraus ergibt sich die an der Börse nicht sonderlich oft anzutreffende Situation, dass die Aktie eines Weltmarktführers in einer boomenden Branche zu Kursen zu haben ist, die allenfalls dann gerechtfertigt wären, wenn die Branche den Zenit ihres Gewinnzyklus erreicht hätte. Genau das aber erscheint extrem unwahrscheinlich. Die Lagervorräte an Aluminium gehen zurück, die Nachfrage wächst, und eine Steigerung des Angebots ist nirgends in Sicht.

Kostete Aluminium 2003 noch 0,65 $ je Pound (454 Gramm), so rechnen Marktbeobachter für 2005 mit 0,90 $ und für 2006 mit 1,05 $. Ein solcher Preisanstieg ist ein warmer Regen für die Produzenten, da bei konstant bleibenden Produktionskosten jeder Cent Preisanstieg einen Cent mehr an Erlösen bedeutet. Wie direkt sich ein solcher Preisanstieg auf die Gewinnsituation auswirkt, zeigen die Zahlen: Alcan hat 2003 1,64 $ und 2004 2,39 $ Dollar je Aktie verdient. Für das laufende Jahr prognostiziert das kanadische Investmenthaus Nesbitt Burns 3,14 $ und für 2006 4,47 $ Gewinn je Aktie.

Der aktuelle Kurs von etwa 32 $ liegt nur knapp über dem Buchwert von 28,55 $ je Aktie. Auf Basis der Schätzungen für 2006 liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 0,6, das Kurs-Cashflow-Verhältnis bei 3,7. Unterfüttert wird das vielversprechende Zahlenwerk noch von einer gut zweiprozentigen Dividendenrendite - mit begründeter Aussicht auf steigende Ausschüttungen. Unter den international renommierten, hochkapitalisierten Metalltiteln weist Alcan (Marktkapitalisierung etwa 12 Mrd. $) wohl die niedrigste und damit attraktivste Bewertung auf. Nach dem Anstieg von 20 $ auf 47 $ in den vergangenen drei Jahren ist der jüngste Kursrückgang daher nicht als Ende des Trends, sondern als heftige Konsolidierung zu bewerten, die eine Chance zum preiswerten Einstieg ermöglicht.  
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