Potsdam (ddp). Die staatlichen Lottogesellschaften rechnen nach der Einstellung ihres Internetangebots mit erheblichen Umsatzeinbrüchen. Wer seinen Tipp bislang online abgeben habe, werde voraussichtlich zu privaten Internetanbietern wie Faber oder Fluxx wechseln, sagte die Sprecherin der im Lottoblock federführenden Brandenburg Lotto GmbH, Kristin Lehmann, am Dienstag auf ddp-Anfrage in Potsdam. Im vergangenen Jahr setzte der Deutsche Lotto- und Totoblock mit dem Verkauf von Tippscheinen im Internet rund 186 Millionen Euro um.
Einen Bericht der «Süddeutschen
Zeitung» (Dienstagausgabe), nach dem alle staatlichen Lottogesellschaften mit Ausnahme Schleswig-Holsteins ihr Angebot spätestens am Dienstag abgestellt haben, konnte Lehmann zunächst nur für Brandenburg bestätigen. Das Bundeskartellamt will zunächst eine Stellungnahme der Länder abwarten. Diese solle bis Mittwoch übermittelt werden, sagte eine Kartellamtssprecherin auf ddp-Anfrage in Bonn. Danach werde «weiter geschaut». Die Frist läuft am Dienstag um 24.00 Uhr ab.
Die Entscheidungsfindung war offenbar zumindest in Potsdam konfus verlaufen. Laut Lehmann hatte Brandenburg Lotto sein Internetangebot am Montag zunächst wie angekündigt für alle Länder geöffnet. Nach der Telefonkonferenz der Chefs der Staatskanzleien sei am selben Tag vom Potsdamer Innenministerium die Weisung ergangen, den Verkauf von Tippscheinen im Internet einzustellen.
Lehmann sprach sich für eine Überprüfung der Folgen der Abschaltung durch die Aufsichtsbehörden aus. Die Auflage, Angebote nicht zu öffnen, müsse «eigentlich» auch für die privaten Anbieter gelten, sagte sie.
Das Bundeskartellamt hatte Ende August die regionale Marktaufteilung durch die Länder als «besonders schwer wiegende Wettbewerbsbeschränkung» abgelehnt. Die Länder standen damit vor der Entscheidung, ihre Onlineangebote zur Wahrung des staatlichen Monopols entweder bundesweit zu öffnen oder einzustellen.
Bislang waren Online-Tipper gezwungen, trotz teils erheblicher Preisnachteile ausschließlich bei der Lottogesellschaft ihres Bundeslands zu spielen. So lagen die Internet-Bearbeitungsgebühren für einen Lottoschein in Rheinland-Pfalz bei gleichen Gewinnchancen zuletzt etwa fünf Mal so hoch wie in Bremen.
Einen Bericht der «Süddeutschen
Zeitung» (Dienstagausgabe), nach dem alle staatlichen Lottogesellschaften mit Ausnahme Schleswig-Holsteins ihr Angebot spätestens am Dienstag abgestellt haben, konnte Lehmann zunächst nur für Brandenburg bestätigen. Das Bundeskartellamt will zunächst eine Stellungnahme der Länder abwarten. Diese solle bis Mittwoch übermittelt werden, sagte eine Kartellamtssprecherin auf ddp-Anfrage in Bonn. Danach werde «weiter geschaut». Die Frist läuft am Dienstag um 24.00 Uhr ab.
Die Entscheidungsfindung war offenbar zumindest in Potsdam konfus verlaufen. Laut Lehmann hatte Brandenburg Lotto sein Internetangebot am Montag zunächst wie angekündigt für alle Länder geöffnet. Nach der Telefonkonferenz der Chefs der Staatskanzleien sei am selben Tag vom Potsdamer Innenministerium die Weisung ergangen, den Verkauf von Tippscheinen im Internet einzustellen.
Lehmann sprach sich für eine Überprüfung der Folgen der Abschaltung durch die Aufsichtsbehörden aus. Die Auflage, Angebote nicht zu öffnen, müsse «eigentlich» auch für die privaten Anbieter gelten, sagte sie.
Das Bundeskartellamt hatte Ende August die regionale Marktaufteilung durch die Länder als «besonders schwer wiegende Wettbewerbsbeschränkung» abgelehnt. Die Länder standen damit vor der Entscheidung, ihre Onlineangebote zur Wahrung des staatlichen Monopols entweder bundesweit zu öffnen oder einzustellen.
Bislang waren Online-Tipper gezwungen, trotz teils erheblicher Preisnachteile ausschließlich bei der Lottogesellschaft ihres Bundeslands zu spielen. So lagen die Internet-Bearbeitungsgebühren für einen Lottoschein in Rheinland-Pfalz bei gleichen Gewinnchancen zuletzt etwa fünf Mal so hoch wie in Bremen.
