Auf dem Weg zur 6000


Thema
abonnieren
Beiträge: 4
Zugriffe: 624 / Heute: 1
Happy End:

Auf dem Weg zur 6000

 
21.01.02 06:11
Aktuelle Wirtschaftsdaten aus den USA bekräftigen die Sichtweise, dass es bereits im Frühjahr dieses Jahres zu einer deutlichen konjunkturellen Erholung kommen wird, in deren Folge mit etwas Verzögerung auch Europa profitieren wird.

Diese Erholung rechtfertig mittelfristig einen fairen Wert des Dax von 6000 Punkten. Aus konjunktureller Sicht erwarten wir somit für das Gesamtjahr 2002 eine positive Aktienmarktentwicklung. Allerdings rechnen wir nicht damit, dass dieser Indexstand unmittelbar bevorsteht. Nach der starken Rally von Ende September bis Anfang Dezember vergangenen Jahres befinden wir uns nun in der Phase der Gewinnmitnahmen. Defensive Titel werden temporär wieder favorisiert.

Diese Phase sollte noch im ersten Quartal 2002 durch eine bessere Entwicklung von Wachstumswerten abgelöst werden. Dafür reichen erste positive makroökonomische Daten aber nicht aus. Es bedarf günstigerer Unternehmensnachrichten. Erst dadurch eröffnet sich für dieses Jahr die Chance auf eine positive Entwicklung der Aktienmärkte. Damit würde der Dax dem historischen Muster folgen, nach dem seit den 60er Jahren nie mehr als zwei negative Börsenjahre zu verkraften waren.

Der Januar sagt nichts aus

Ein Blick in die Vergangenheit lehrt auch, dass der Januar kein guter Indikator für die Gesamtjahresperformance ist. So verzeichnete der Dax im Januar 2001 mit einem Plus von 5,6 Prozent im Monatsvergleich einen überdurchschnittlichen Anstieg. Der Gesamtjahresrückgang von fast 20 Prozent zeigte jedoch gänzlich in die andere Richtung. Ähnlich sah es im Jahr 1994 aus. Im historischen Durchschnitt bleibt das Vorzeichen der Januar-Performance ohne jegliche Relevanz. Ein relativ schwacher Januar sollte die Investoren deshalb nicht erschrecken.

Die Aktienmärkte haben bereits antizipiert, dass es nach dem Schock, den die Terroranschläge in den USA brachten, zu einer Fortsetzung des Konjunkturzyklus in Form einer allmählichen Besserung kommen wird.
 
Antworten
Happy End:

Zahlenregen beiderseits des Atlantik

 
21.01.02 06:53
In der zurückliegenden Woche schlugen die US-Giganten Intel, Microsoft und Co. die Börsianer mit schwachen Geschäftszahlen den Bann. In der kommenden Woche sorgen die deutschen Technologieschwergewichte um Siemens mit Quartalsergebnissen für Spannung. Weltweit ist dies die Woche der Handybauer. Viel Gutes haben sie wohl nicht parat. Die miese Laune bessern könnten die Notenbanker. Fed-Frontmann Alan Greenspan redet vor dem US-Senat. Aufmerksamkeit ist ihm gewiss.
 
In Sachen Unternehmenszahlen sind jetzt die deutschen Technologiegrößen am Drücker. Den Auftakt macht am Montag Chiphersteller Infineon mit Ergebnissen für das erste Quartal des Geschäftsjahres. Die Preise für Speicherchips ziehen wieder an, das könnte dem von Verlusten gebeutelten Unternehmen ein wenig Morgenluft verschaffen.

SAP gibt Richtung für deutsche Indices

Am Mittwoch folgt SAP und dessen vorläufigen Zahlen zum abgeschlossenen Geschäftsjahr. Die im Oktober gesenkte Umsatzprognose wird Softwareschmiede leicht übertreffen, soviel ist bekannt. Der Ausblick dürfte hingegen verhalten ausfallen. Sind die Perspektiven zu schlecht, könnte die hoch bewertete und extrem volatile Aktie mal wieder abrutschen.

Weiter geht es noch am selben Tag mit den Ergebnissen der Infineon-Mutter Siemens für das erste Quartal. Sie sollen besser sein als im verlustreichen Vorquartal, aber schlechter als im Vorjahresquartal. Analystenschätzungen klaffen weit auseinander, weil die Kosten für den eingeleiteten Umbau noch nicht bekannt sind. Vielleicht macht ja am Montag das Bundesverkehrsministerium dem Technologiemulti ein Geschenk. Dann wird nämlich ein Gutachten zu den diskutierten Transrapid-Strecken in Bayern und Nordrhein-Westfalen übergeben.

Die Münchner sind für die Antriebstechnik der Magnetschnellbahn verantwortlich. Die Aussicht auf weitere Aufträge würde Zukunftsfantasie schaffen. Persönlich freuen wird es Siemens-Chef Heinrich von Pierer, dass die Mobilfunksparte an der Gewinnzone kratzt. Er ist als großer Fan seiner eigenen Handys bekannt.

Die Woche steht im Zeichen der Handybauer

Siemens legt vor, die anderen drei großen Handykonzerne, Nokia, Ericsson und Motorola, müssen nachziehen. Sie alle präsentieren in der kommenden Woche vorläufige Jahresergebnisse. Den Märkten Freude bereiten wird wohl nur die finnische Nokia am Donnerstag. Beim schwedischen Pendant Ericsson ist am Freitag, bei der amerikanischen Motorola bereits am Dienstag mit hohen Verlusten zu rechnen.

Aus deutscher Sicht interessante Zahlen liefern die US-Unternehmen Amazon und Boeing. Eine schlechte Ergebnis- und eine schlechte Auftragslage bei Boeing würde die Ausführungen des deutschen Konkurrenten EADS aus der zurückliegenden Woche nachträglich aufwerten. Sollte sich der Airbusbauer deutlich besser geschlagen haben, verspräche das eine positive Zukunft.

Bundeskartellamt fällt Urteil über Eon und Ruhrgas

Im Blickfeld der Börsianer stehen außerdem die Dax-Schwergewichte Eon und Bayer. Eon, weil das Bundeskartellamt bekannt gibt, ob und wie die geplante Übernahme von Ruhrgas vonstatten gehen könnte. Gerüchten zufolge wird Kanzler Gerhard Schröder zwar eine missliebige Entscheidung ausbügeln. Spannend ist die Sache aber gerade deswegen.

Bei Bayer steht die Erstnotiz an der New York Stock Exchange an. Noch steht es fifty-fifty für Bayer. Pluspunkte sammelte der Leverkusener Chemiekonzern mit dem Milzbrandmittel Ciprobay, Minuspunkte dagegen mit dem Skandal um den Cholesterinsenker Lipobay.

Den Schlusspunkt unter die Woche setzt das Lieblingsunternehmen der ostdeutschen Standortpolitiker Cargolifter. Mag die gigantische freitragende Produktionshalle im brandenburgischen Brand auch noch so spektakulär aussehen, das Geschäftsmodell veranlasst Aktionäre nicht zu Jubelstürmen. Das Geld ist weg. Am Freitag will der Luftschiffbauer erklären, wie es um Liquidität und Zukunft bestellt ist.

Neues zur Lage der Wirtschaft

Wenn auch die Unternehmen durch die Bank für wenig Freude sorgen werden, den Konjunkturdaten könnte das gelingen. Insbesondere der Index der Frühindikatoren aus den USA vom Dezember könnte am Dienstag die Märkte positiv überraschen. Die Analysten der DGZ Deka Bank halten sensationelle Zuwächse für möglich. Das täte den Börsen nach den Verlusten seit Jahresbeginn gut.

Bewegung in die Märkte bringen könnten hüben wie drüben die Notenbanker. Fed-Frontmann Alan Greenspan redet am Donnerstag vor dem US-Senat. Die Finanzwelt lauscht mit angehaltenem Atem. Die Europäische Zentralbank veröffentlicht – ebenfalls am Donnerstag – ihren Monatsbericht Januar. Professionelle EZB-Beobachter lesen daraus, wie es um die Chancen für weitere Zinssenkungen in Euroland und den Chancen für die Aktienmärkte bestellt ist.  
Antworten
vega2000:

Hast bitte eine Quellenangabe ?

 
21.01.02 08:46

Auf dem Weg zur 6000 547809mapage.noos.fr/mouss/Vega2000.JPG" style="max-width:560px" >
Antworten
Happy End:

Quellen:

 
21.01.02 08:51
ad 1: Financial Times Deutschland
ad 2: Der Tagesspiegel

Gruß
Happy End
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--