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SO hat wohl den größten Teil der Aktien verkauft. Ich nehme an das sie damit auch Verlust realisiert haben, allerdings geben sie ja nicht bekannt an wen und zu welchem Kurs verkauft wurde.
Hier verlieren hauptsächlich Kleinanlegen und Zocker. Reiche kümmern sich nicht weiters um ihre Aktien da risikobehaftete Anlagen nur einen kleinen Teil des Portfolios ausmachen und dafür ist man ja Kunde einer Privatbank. Da kann man den Kurs ignorieren und mal nach 5 Jahren nachsehen lassen, wird schon wieder steigen irgendwann und wenn nicht ist auch egal.
Vor allem, kann der Kurs diese Zeit bis
a) keine Insolvenz
b) Finanzspritze
aushalten? Es tendiert schon nach null irgendwie... Danke!
Mittelfranken. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Für den angeschlagenen Handels- und Touristikkonzern Arcandor könnte sich das aber schon bald als vergeblicher Zweckoptimismus heraustellen, wenn Anfang September das gerichtliche Insolvenzverfahren eröffnet wird. Gut möglich, dass Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg dann gar nicht mehr über eine ausreichend verwertbare Masse verfügt und gleich die Liquidation des Unternehmens anordnet.

Schon bei seinem Amtsantritt als Arcandor-Vorstandsvorsitzender hatte es Karl-Gerhard Eick nicht leicht. Sein Amtsvorgänger Thomas Middelhoff hinterließ ihm eine gewaltiges Finanzierungsloch, zudem waren binnen weniger Monate bereits milliardenschwere Kreditlinien fällig. Da klang es fast wie Hohn, als Middelhoff sagte, er habe den Konzern "besenrein" übergeben. Eigentlich unvorstellbar, aber nach Eröffnung der Insolvenz scheinen Eick und sein Verwalter Görg diesem Irrglauben tatsächlich weiter aufgesessen zu sein. Wie sonst ist zu erklären, dass die Bewilligung des 50-Millionen-Euro-Massekredits wochenlang die Schlagzeilen beherrschte und die Nerven der Beschäftigten strapazierte?
Wer will, kann bei den öffentlichen Auftritten von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Grund für das lange Zögern der Politik erfahren: Nicht die Größe eines insolventen Unternehmens sei entscheidend, so der CSU-Politiker, sondern alleinig die Vorlage eines tragfähigen Geschäftsmodells für die Zukunft. Das bestand bei Arcandor monatelang ausschließlich darin, am Erhalt des gesamten Konzerns festzuhalten. Damit punkteten Eick und Co. zwar bei der sowieso schon schwachen Arcandor-Arbeitnehmervertretung, doch operativ wurden die Hände in den Schoß gelegt.
Stattdessen kursierte in Essen die Hoffnung auf einen weißen Ritter, der als Investor den maroden Konzern aufkauft und sich dann nicht zu schade ist, Arbeitnehmer zu entlassen und Beteiligungen an Konkurrenten zu verkaufen. Metro-Chef Eckhard Cordes wartet noch bis heute auf Antwort auf sein Angebot 60 der 90 Karstadt-Filialen zu übernehmen. Das lange Zögern der Arcandor-Führung und Görg hat jetzt einen geordneten Rückzug nahezu unmöglich gemacht. Sollten jetzt nicht schnell Pläne für die einzelnen Tochtergesellschaften vorgelegt werden, droht schon in den nächsten Wochen das Chaos.
http://mittelfranken.business-on.de/arcandor-und-das-insolvenz-abenteuer_id7044.html
@ulm, hab mal ne frage , hab gelesen, dass du Arcandor geshortet hast...darf ich fragen bei welchem Broker du bist?
thx flo
was meinst Du damit? Sie sagen dass sie keinen Investor finden werden? Denkst Du echt dass sie voll den negativen Eindruck machen wollen vor der Wunderrettung? Es ist schon etwas gemein finde ich, weil ich langsam zittere. Jetzt würde ich noch knapp ein drittel meines Geldes zurückbekommen...
Was intepretiest Du da daraus?
Im Prinzip ist eine weitetre Angstmacherei, da sie einfach wiederholen, dass es Interessenten für Primondo usw. gäbe. Das wissen wir schon. Die Frage ist die Kontinuität von Arcandor als Ganzes.
Bitte Meinungen dazu
abwarten und tee trinken leute :)
Für den Wert der Aktien ist es unerheblich, ob Arcandor als ganzes fortgeführt wird oder nicht; die Aufgabe eines Insolvenzverwalters besteht darin, die Befriedigung der fälligen Verbindlichkeiten sicherzustellen; fällig sind allenfalls die etwa 1.3 Milliarden € Verbindlichkeiten aus diversen Krediten, nicht aber die Verbindlichkeiten aus Leasings etc.;
nach dem bilanziellen Vollständigkeitsprinzip gehören die Verbindlichkeiten - auch die besicherten - in voller Höhe in den Jahresabschluss; somit bleibt es also dabei , dass zum 31.12.2008 kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Anleihegläubigern über etwa 1.3 Milliarden € bestanden haben, die nachgegenwärtigem Stand mit etwa 1.5 Milliarden € (Thomas Cook) besichert sind. Das klingt solide.
Auch wäre mir nicht bekannt - gerade mit Blick auf die Konsumdaten auch nicht plausibel - warum Arcandor nun höhere Verbindlichkeiten haben sollte.
Somit verbleiben die diversen Tochtergesellschaften, für die eine Vielzahl von liquiditätsstarken Unternehmen Interesse bekundet haben; der Wert der Karstadt AG lässt sich auf Grundlage des offengelegten Quartalsberichts zum 31.12.2008 bei einem operativen Plus von rund 130 Millionen aus meiner Sicht mit zumindest 1300 Millionen Euro beziffern (damit also mit einer Rendite von 10 % per anno).
Der Verkauf jeder weiteren Tochtergesellschaft würde darüber hinaus direkt den Bargeldbestand der Arcandor AG - die selbst als Holding ja keine nennenswerten Kosten hat - erhöhen und stünde in bar dem Börsenwert gegenüber; und im schlimmsten Fall 300 Millionensind für die weiteren Töchtersicher zu realisieren, was also einem Gegenwert von etwa 2 €/Aktie entspräche.
Sehr schade übrigens, dass die Calls auf Arcandor allesamt nicht verfügbar sind; sicher nur ein weiterer Zufall...:-)
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