Arbeitslosigkeit in den USA steigt !


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Arbeiter:

Arbeitslosigkeit in den USA steigt !

 
29.11.01 17:29

Arbeitslosigkeit in den USA steigt unerwartet stark


Drastisch gestiegene Auftragseingänge einerseits, mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe andererseits zeichnen in den USA ein zwiespältiges Bild der stark angeschlagenen Konjunktur.

Während die Aufträge für langlebige Güter im Oktober mit 12,8 Prozent den stärksten Anstieg seit Beginn der Datenerfassung verzeichneten, meldeten sich in der Woche zum 24. November mehr Menschen erstmals arbeitslos als von Analysten vorhergesagt. Die Aufträge seien aber vor allem wegen großer Flugzeug- und Rüstungsaufträge gestiegen, teilte das Handelsministerium mit. An den Finanzmärkten konnte der Euro nach den Daten wieder die Marke von 0,89 $ überspringen. Auch die Kurse der US-Staatsanleihen legten deutlich zu.


Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erhöhte sich nach Angaben des US-Arbeitsministerium in der Woche zum 24. November um 54.000 auf 488.000 und lag damit deutlich höher als von Volkswirten mit 448.000 Anträgen prognostiziert. Ein Grund für das starke Anwachsen der Erstanträge war nach Einschätzung des Ministeriums die zurückliegende Urlaubszeit. Die Zahlen würden üblicherweise in dieser Jahreszeit wegen mehrerer Feiertage schwanken.




Verlängerte Anträge auf Höchststand seit 1982


Mit 4,02 Millionen erreichte die Zahl der verlängerten Anträge auf Unterstützung in der Vorwoche den höchsten Stand seit Ende Dezember 1982. Damals waren es 3,82 Millionen Arbeitslose. Das Ministerium revidierte seine vorläufigen Angaben zu den Erstanträgen in der Vorwoche. Danach gingen in dieser Zeit die Zahl der Erstanträge um 8000 auf 434.000 zurück. Ursprünglich war das Ministerium von einer Verringerung um 15.000 ausgegangen.


Die Aufträge legten im Oktober erstmals seit Mai dieses Jahres zu nach einem Rückgang von revidiert 9,2 Prozent im September. Der Zuwachs bei Flugzeugaufträgen schoss um 233,2 Prozent in die Höhe, bei Verteidigungsgütern um 206,3 Prozent. Mit 12,8 Prozent lag die Gesamtzuwachsrate rund sechs mal so hoch wie von Volkswirten mit 2,1 Prozent angenommen. Aber auch ohne Rüstungsgüter legten die Auftragseingänge kräftig um 5,6 Prozent zu nach einem Minus von 10 Prozent im Vormonat.
ftd.

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