... immer etwas zu kurz gedacht sehe, ist die Begründung, dass in einer echten Wirtschaftskrise doch dieses oder jenes passieren würde.
Wir hatten 2007/8 doch eine wirklich große Krise, und schauen wir doch mal, was bei Apple da passiert ist: der Kurs fiel, erholte sich danach aber sehr schnell.
www.nasdaq.com/symbol/aapl/...on=&index=&drilldown=off
Im Gegenteil: Apple ist mit dem iPhone entgegen der Marktentwickling enorm gewachsen, hat einen Markt für ein Premium Produkt geschaffen - und das trotzdem die Wirtschaft ordentlich durchgeschüttelt wurde.
Gold? Die wenigsten haben doch echtes Gold zu Hause herumzuliegen - und selbst wer das hat: in einer echten Krise verbietet der ystaat den Verkauf, oder engt ihn ein. Keine Ahnung, ob das dadurch wirklich sicher ist.
Bargeld? Wird mitunter schnell entwertet, das kann schnell gehen.
Das Häuschen/Wohneigentum? Für die eigene Nutzung sicher gut, aber im Krisenfall kann eine Sondersteuer so manchem das Genick brechen, bzw. ihn zwingen das Eigentum zum ungünstigsten yzeitpunkt abzustßen - siehe USA Immobilienblase.
Bleibt aus meiner Sicht: Anlage in wertvolle Unternehmen, aber eben in Form von Aktien, und nicht Derivaten, die im entscheidenden Moment wertlos werden.
Und ich zähle Apple als eines der wertvollsten Unternehmen der Welt ganz sicher dazu. Wer 2007 Geld in Apple investiert hat, der war zwar 2008/9 wieder beim Anstiegspreis. Was auch bei Intel und Microsoft der Fall war. Aber sobald die dramatische Zeit vorüber war, ist der Apple Kurs losmarschiert, hingegen sich Intel und Microsoft jahrelang seitwärts bewegt haben.
Ich denke, dass man die großen IT Unternehmen im Krisenfall mittlerweile mit Nestle, etc. mithalten können. Die schiere Größe ist Schutz genug.
Mag sein, dass man sein Auto länger fahren kann, und eben keine Apple Watch kauft. Aber wenn dann die Krise vorüber ist, dann wird wieder gekauft. Na ja. Und wenn es kein 'vorüber' gibt, ist es noch immer besser, wenn man halbwegs stabile Marktanteile an einem Unternehmen hält, als wertloses Papiergeld zu besitzen, sein Haus unter Preis verkaufen muss - oder Gold, das man nicht verkaufen darf.
Letztendlich gibt es in einer großen Wirtschaftskrise keine Sicherheit. Aber es gibt sehr wahrscheinlich eine Zeit danah - und da ist man mit Aktien m.E. dann recht flexibel aufgestellt.
(Interessanter Film: The Big Short. Zeigt, wie viele 2008 mit Immobilien und Derivaten in finanzielle Probleme liefen, und wie wenige daraus durch Shorts reich wurden. Im Ernstfall ist man sehr wahrscheinlich auf der falschen Seite der Wette. Das brach einigen Großbanken das Genick, die dann gerettet werden musste. Interessant auch, wie sie durch Manipulationen des Derivate Marktes versucht haben ihre Haut zu retten - indem sie wider jegliche Logik den Preis manipulierten.)