AOL Time Warner mit Gewinnwarnung


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1st_baseman:

AOL Time Warner mit Gewinnwarnung

 
25.09.01 08:03



AOL Time Warner, das größte Medienunternehmen der Welt, hat gestern nach US-Börsenschluß bekannt gegeben, in diesem und im nächsten Jahr wohl die ursprünglichen Ziele nicht erreichen zu können. Dies wird vor a llem mit dem Anschlag auf die USA und die damit verbundenen Ausfälle im Anzeigen- und Werbespot-Markt begründet.
Zwar will AOL in diesem Jahr auch weiterhin ein Gewinn-Wachstum von über 20 Prozent erreichen, der Umsatz wird allerdings nur 5-7 Prozent wachsen können. Analysten hatten bisher mit einem Gewinn von 30 Cents je Aktie in diesem Quartal gerechnet. Für das Gesamtjahr sollten es 1,27 Dollar sein.

Für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum im zweistelligen Bereich.

Die Aktie viel nachbörslich 4 Prozent, nachdem sie im regulären Handel 8 Prozent gewinnen konnte.
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mothy:

AOL Time Warner

 
25.09.01 13:19
Gewinnwarnung von AOL Time Warner

Der US-Medienkonzern AOL Time Warner hat seine Gewinnziele für 2001 und 2002 gesenkt. Die Begründungen hängen auch mit den Terroranschlägen vom 11. September in den USA zusammen.


Das Unternehmen nannte zur Begründung einen Rückgang des Werbemarktes und die Kosten im Zusammenhang mit den Anschlägen. Auch der Umsatz werde langsamer wachsen als bislang erwartet, teilte das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) werde 2001 wohl nur um etwa 20 Prozent und der Umsatz um fünf bis sieben Prozent steigen. 2002 werde ein zweistelliges Ebitda-Wachstum erwartet. Die AOL-Aktie hatte den Handel in New York mit Kursgewinnen beendet, gab aber nachbörslich nach.




Mehr Nachrichten, höhere Kosten


Es seien weiter keine Verbesserungen im Gesamt-Werbemarkt festzustellen, hieß es vom Konzern weiter. Zudem hätten die Anschläge vom 11. September auf das World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium in Washington die schlechte Lage im Werbebereich "signifikant verschlimmert", sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Schwäche ziehe sich durch Kabelnetzwerke wie "WB" und "CNN" und viele der Verlagsbeteiligungen, wie "People Magazine" und "Time Magazine", und die Internet-Tochter AOL. Durch die rapide Aufstockung der Nachrichtenkapazitäten bei den zu AOL Time Warner gehörenden Sendern CNN und NY1 würden außerdem erhebliche Kosten auf den Konzern zukommen. Das Bedürfnis nach Information sei nach den Anschlägen enorm gestiegen.



Der Abonnement-Bereich und das Musik- und Filmgeschäft seien von den Belastungen nicht betroffen. "Die Schlussfolgerung ist, trotz der Tragödie und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen, gibt uns die einzigartige Mischung unserer Bereiche die Zuversicht, dass wir im nächsten Jahr und in Zukunft starke Gewinnzuwächse erreichen können", sagte AOL Time Warner-Chef Steve Case.




Bislang hatte der Konzern trotz der Schwäche im Werbemarkt an seinen Finanzzielen für das laufende Jahr festgehalten. Danach hatte AOL Time Warner mit einem Ebitda-Wachstum von 31 Prozent auf 11 Mrd. $ und einem Umsatzwachstum von mehr als 10,5 Prozent auf 40 Mrd. $ für 2001 gerechnet. Diese Ziele waren bei der 106,2 Mrd. $ schweren Fusion zwischen AOL und Time Warner im Januar gesteckt worden.



Reduzierte Erwartungen der Analysten

Bereits Mitte August hatten Analysten vorausgesagt, der Konzern werde seine ehrgeizigen Finanzziele in diesem Jahr nur in Verbindung mit deutlichen Kostensenkungen realisieren und den düsteren Ausblick auf die Werbeeinnahmen dafür verantwortlich gemacht. Vergangene Woche hatten bereits viele Experten ihre Schätzungen bereits heruntergenommen. Analysten hatten nach einer aktuellen Umfrage im Schnitt mit einem Ergebnis von 1,27 Dollar je Aktie und Umsätzen von 37,94 Mrd. $ in 2001 gerechnet. "Was wir nicht sehen ist eine klare Indikation für Umsatzzahlen in 2002 und das wird als Fragezeichen stehenbleiben", sagte Youssef Squali, Analyst bei FAC/Equities. Natürlich ist der Lack etwas ab, aber 20 Prozent sind nichts, um verschnupft zu sein", sagte Phil Leigh, Analyst bei Raymond James.


Aktie nachbörslich billiger

Die Aktien hatten den Handel in einem deutlich festeren Gesamtmarkt mit einem Plus von 8,88 Prozent bei 32,50 $ beendet, nachbörslich fiel die Aktie im Instinet-Handel auf 31,51 $.

In der vergangenen Woche hatte einige andere große US-Unternehmen ihre Prognosen gesenkt und dies mit den Auswirkungen der Anschläge begründet.

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