Einmal mehr hat Harry Potter AOL Time Warner gerettet. Vor allem dank der Old-Media-Sparten übertrafen Gewinn und Umsatz des weltgrößten Medienkonzerns die Erwartungen. Im Internetgeschäft hingegen vertieft sich die Krise.
New York - AOL Time Warner hat im zweiten Quartal einen Pro-Forma-Gewinn von 24 Cents pro Aktie erwirtschaftet. Das gab das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss in New York bekannt. Es waren zwei Cents mehr als Analysten erwartet hatten, aber deutlich weniger als die 32 Cents des gleichen Vorjahreszeitraums.
Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 10,58 Milliarden Dollar. Analysten hatten bloß zehn Milliarden Dollar erwartet. Der Nettogewinn betrug 394 Milliarden Dollar oder 9 Cents pro Aktie. Im Vorjahresquartal hatte der Medienkonzern noch einen Nettoverlust von 734 Milliarden Dollar gemacht.
Anlass zur Sorge gibt weiterhin die Internettochter AOL. Werbeeinnahmen sanken im zweiten Quartal um elf Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar.
Die Schwäche wurde allerdings mehr als ausgeglichen durch die Zuwächse im Film- und Abogeschäft. Der Umsatz der Filmsparte wuchs um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar, dank der Videopremiere von Filmen wie "Harry Potter" und "Oceans Eleven". Das Abogeschäft legte 15 Prozent auf fünf Milliarden Dollar zu, getrieben von neuen AOL- und Kabelkunden.
Für das laufende dritte Quartal schraubte das Unternehmen seine Gewinnerwartungen allerdings herunter: Der Pro-Forma-Gewinn (Ebitda) werde im dritten Quartal voraussichtlich stagnieren oder nur leicht zulegen.
Der Umsatz soll im dritten Quartal im mittleren einstelligen Bereich wachsen. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern ein Umsatzwachstum am oberen Ende der Spanne von fünf bis acht Prozent an.
Es war das zweite Quartal in Folge, dass der Konzern seine Quartalszahlen nach Negativschlagzeilen bekanntgab. Vor drei Monaten hatte AOL Time Warner durch eine rekordverdächtige Goodwill-Abschreibung den Wert der Fusion nachträglich halbiert. Vergangene Woche musste Chief Operating Officer Robert Pittman zurücktreten.
Der Konzern bestätigte auch, dass die US-Börsenaufsicht die Bilanzierungspraxis bei AOL untersuche.
Die AOL-Time-Warner-Aktie, die über 70 Prozent von ihrem Allzeithoch gefallen ist, verlor im nachbörslichen Handel weitere 85 Cents auf 10,70 Dollar.
New York - AOL Time Warner hat im zweiten Quartal einen Pro-Forma-Gewinn von 24 Cents pro Aktie erwirtschaftet. Das gab das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss in New York bekannt. Es waren zwei Cents mehr als Analysten erwartet hatten, aber deutlich weniger als die 32 Cents des gleichen Vorjahreszeitraums.
Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 10,58 Milliarden Dollar. Analysten hatten bloß zehn Milliarden Dollar erwartet. Der Nettogewinn betrug 394 Milliarden Dollar oder 9 Cents pro Aktie. Im Vorjahresquartal hatte der Medienkonzern noch einen Nettoverlust von 734 Milliarden Dollar gemacht.
Anlass zur Sorge gibt weiterhin die Internettochter AOL. Werbeeinnahmen sanken im zweiten Quartal um elf Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar.
Die Schwäche wurde allerdings mehr als ausgeglichen durch die Zuwächse im Film- und Abogeschäft. Der Umsatz der Filmsparte wuchs um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar, dank der Videopremiere von Filmen wie "Harry Potter" und "Oceans Eleven". Das Abogeschäft legte 15 Prozent auf fünf Milliarden Dollar zu, getrieben von neuen AOL- und Kabelkunden.
Für das laufende dritte Quartal schraubte das Unternehmen seine Gewinnerwartungen allerdings herunter: Der Pro-Forma-Gewinn (Ebitda) werde im dritten Quartal voraussichtlich stagnieren oder nur leicht zulegen.
Der Umsatz soll im dritten Quartal im mittleren einstelligen Bereich wachsen. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern ein Umsatzwachstum am oberen Ende der Spanne von fünf bis acht Prozent an.
Es war das zweite Quartal in Folge, dass der Konzern seine Quartalszahlen nach Negativschlagzeilen bekanntgab. Vor drei Monaten hatte AOL Time Warner durch eine rekordverdächtige Goodwill-Abschreibung den Wert der Fusion nachträglich halbiert. Vergangene Woche musste Chief Operating Officer Robert Pittman zurücktreten.
Der Konzern bestätigte auch, dass die US-Börsenaufsicht die Bilanzierungspraxis bei AOL untersuche.
Die AOL-Time-Warner-Aktie, die über 70 Prozent von ihrem Allzeithoch gefallen ist, verlor im nachbörslichen Handel weitere 85 Cents auf 10,70 Dollar.