Anthrax verseucht Börsestimmung kaum


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sir charles:

Anthrax verseucht Börsestimmung kaum

 
29.10.01 13:00
Anthrax verseucht Börsestimmung kaum

Nur wenige Wochen nach den Attentaten auf das World Trade Center haben die internationalen Börsen großteils wieder jenes Niveau erreicht, das sie vor den Anschlägen hatten. „Sie haben sich von ihrem Tief relativ schnell erholt“, bringt Börsenspezialistin Monika Rosen von der Bank Austria die jüngste Entwicklung auf einen Nenner. Für die Expertin „bemerkenswert“ war die „ruhige Reaktion“ der Märkte auf die Milzbrand-Attacken in den USA. „Ich hätte mir gedacht, dass die Kurse fallen werden.“ Denn während sich die Militäroperation in Afghanistan weit weg abspielt und auch auf den Ölpreis keine Auswirkung hat, sind die Anthrax-Erreger direkt in den Finanzzentren aufgetaucht.

G. Artner (Erste Bank): „Anthrax trifft Unternehmen nicht.“

„Anthrax wird überraschenderweise vom Markt richtig gesehen, da es nicht die Unternehmen trifft“, stimmt RZB-Analyst Kurt Schappelwein überein. Dass die Kurse nun wieder steigen, sei vor allem auf die positive Erwartungshaltung der Anleger zurückzuführen, die von einem Wirtschaftswachstum Mitte nächsten Jahres ausgehen. „Zwar ist noch mit Einbrüchen zwischen 10 und 15 Prozent zu rechnen, aber die Zeichen stehen auf Erholung.“

Für Erste-Bank-Aktienanalyst Günther Artner werden einige Quartalszahlen negative Auswirkungen der aktuellen Lage zeigen. „Sie können aber den Markt nicht überraschen.“

Wie schon bisher antizipieren die Börsen auch in diesem Fall die Entwicklung der Unternehmen und der Volkswirtschaften ein halbes Jahr voraus, sind sich die Experten einig. „Jedoch müssen die Unternehmensdaten im nächsten Jahr auch wirklich anziehen, um die positive Stimmung zu halten“, meint Rosen.

M. Rosen (Bank Austria): "Langfristig sind IT-Werte wieder ein Thema.“

Thomas Steinemann, Chefstratege der Schweizer Vontobel-Bank-Gruppe, erwartet ebenfalls keinen nachhaltigen Durchhänger. Er geht davon aus, dass es zu keiner militärischen Eskalation kommt und dass sich die Wirtschaft nach einer kurzen Rezession Mitte 2002 stabilisieren wird.

Steinemann kann aber auch mit einem pessimistischen Szenario aufwarten. „Kommt es zu einer militärischen Eskalation und in Folge zu einer globalen Rezession, wird sich die Konjunktur erst 2003 erholen.“ Eine Situation wie in den dreißiger Jahren wäre die Folge. Ein solches Worst-Case-Szenario wird aber von keinem der Börsenspezialisten mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet.

Der Analyst rät privaten Anlegern zu Investitionen in IT-Werte. In Frage kommen aber nur ausgewählte Unternehmen wie Microsoft oder Bellsouth. Auch Artner empfiehlt, nicht mehr in defensive Werte, sondern in „derzeit relativ billige“ IT- oder Telekom-Aktien zu investieren. Bei defensiven Werten neigen die Experten übereinstimmend zu Energie- und Pharmatiteln.

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Speculator:

und deswegen: KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN oder was?

 
29.10.01 13:45
Hier ein kleiner Auszug von Adam Hamilton's neuen Newsletter.

"Dieses ist die Zeit, Aktien zu kaufen.  Dieses ist die Zeit um die letzten Wörter von J.P. Morgan in Erinnerung zu rufen, die einzigsten die auf Amerika bearish sind und pleite gehen werden.  Innerhalb der nächsten Tage wird es wahrscheinlich, eine Bärenpanik anstatt eine Stierpanik geben. Viele der niedrigen Preise resultierend aus diesem hysterischen Verkauf werden wir aber mit Sicherheit in den nächsten Jahren nicht wieder erreichen.",   – R.W.  McNeal, prominenter Wall Street Analytiker, (vor wenigen Tagen)


Hamilton vergleicht diesen Spruch mit ähnliche beim Crash von 1929:

"Die Aktienpreise haben so etwas erreicht, wie eine dauerhafte hohe Bewertung.  Ich glaube nicht, daß es bald einen Einbruch geben wird und wenn überhaupt dann höchstens 50 oder 60 Punkten vom gegenwärtigen Stand, wie ich es ihnen schon vorausgesagt habe.  Ich erwarte, daß die Börsen innerhalb der nächsten Monate ziemlich stark zulegen werden.",   – Dr. Irving Fisher, Professor der Volkswirtschaft an Universität Yale, einer der wichtigsten US-Wirtschaftswissenschaftler seiner Tage, Oktober 17, 1929

"Der Wall Street Einbruch bedeutet nicht, daß es einen allgemeinen oder ernsten wirtschaftlichen Tiefstand gibt.  Für sechs Jahre hat die amerikanische Wirtschaft ein erheblicher Teil unserer Aufmerksamkeit, Energie und Anlagemittel auf dem spekulativen Spiel gezogen.  Nun ist das irrationale und gefährliche Abenteuer vorüber.  Die Wirtschaft ist zurück gekommen, zurück zu ihrem Job und finanziell stärker als überhaupt vorher.",   – GeschäftsWoche,  November 2, 1929

"Ich sehe nichts in der derzeitigen Situation, die entweder bedrohlich ist oder Pessimismus aufweißt.  Ich habe jedes Vertrauen, daß es eine Wiederbelebung der Märkte im Frühjahr geben wird und daß während des kommenden Jahres das Land unveränderlich am Fortschritt festhalten wird.",   – Andrew Mellon, Staatsekretärin des Finanzministeriums, Dezember 31, 1929

"Während der Einbruch nur sechs Monaten anhielt, bin ich überzeugt, daß wir jetzt durch das schlimmste hindurch sind und mit vereinten Kräften uns wieder schnell erholen werden.  Es hat keinen bedeutenden Bank oder industriellen Ausfall gegeben.  Diese Gefahr ist auch sicher hinter uns.",   – Herbert Hoover, Präsident der Staaten von Amerika, Mai 1, 1930


Der Mann ist einfach Genial!


mfG: Speculator
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patznjeschniki:

mhhhh - Was willst du damit sagen?

 
29.10.01 14:00
Put put put??? Oder siehst du gar noch einen Crash? Oder willst du einfach nur zur Vorsicht waren?

Egal, was von den dreien, Mein Put kann nur profitieren! :-D

Sind wir beide eigentlich derzeit die einzigen Bären, oder wer ist momentan noch in unserem Lager?

patzi
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Speculator:

Crash??? Hatten wir schon!!!

 
29.10.01 14:09
Ich glaube nach dem saftigen Kurseinbruch im Nasdaq können wir ruhig von einem Crash reden. Ob dieser nun überstanden ist ist wahrlich schwer einzuschätzen. Doch jetzt zu glauben es wird nur noch nach oben gehen, wäre ein fataler Fehler! Die meisten steigen immer zu spät ein, weil sie vorher keinen "MuM" hatten und nun noch schnell auf dem fahrenden Zug aufspringen möchten. Meistens ist in solchen Fälle die nächste Abwärtsbewegung nicht mehr weit.


mfG: Speculator
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Speculator:

Habe da etwas gefunden...

 
29.10.01 16:47
...was super zu den obigen Zitate passt!

Vergleicht das mal mit der Ausage von Andrew Mellon, Staatsekretärin des Finanzministeriums, Dezember 31, 1929!

mfG: Speculator

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O'Neill sieht US-Wirtschaft bereits wieder auf Niveau vor dem 11. September
WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft befindet sich nach Ansicht von US-Finanzminister Paul O'Neill wieder auf dem Niveau vor den Anschlägen des 11. September. Zudem rechne er mit einem "mäßigen" Wirtschaftswachstum schon zu Beginn des kommenden Jahres, sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Er sei optimistisch, erklärte der Minister.

Grund für seine positive Prognose seien die gestiegenen Kurse an den internationalen Aktienmärkten. Denn die Entwicklung an den Märkten könne im allgemeinen als Indikator für die künftige wirtschaftliche Entwicklung angesehen werden.

Die US-Wirtschaft habe das Potenzial zu einem Produktivitäts-Wachstum, das ähnlich oder auch über den Niveaus der 90er Jahre liege. "Die fundamentale Verfassung der US-Wirtschaft ist sehr stark und sehr solide", sagte O'Neill./FX/fh/ar

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