Anstieg der M3 Geldmenge - beängstigend!


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shaker:

Anstieg der M3 Geldmenge - beängstigend!

 
30.05.06 10:24
Puhh über 8% in einem Jahr  - haben die denn nichts gelernt? Sowas öffnet der Inflation natürlich Tür und Tor! Die Geldmenge sollte höchstens um soviel wachsen wie das Wirtschaftswachstum. Und ich kann mich nicht erinnern dass in der Eurozone das Wirtschaftwachstum letztes Jahr 8% betragen hat ? (oder ist mir was entgangen??) Man muss sich nicht wundern wenn das früher oder später zu einem weiteren verherenden Kollaps des Finanzsystems führt. Für die Börsen ist eine Ausweitung der Geldmenge natürlich vorübergehend nicht übel, da das viele neue Geld natürlich irgendwohin will!

News - 30.05.06 10:09
EZB: Geldmenge M3 steigt im April stärker als erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Wachstum der Geldmenge M3 in der Eurozone hat sich im April stärker als erwartet erhöht. Die Geldmenge sei um 8,8 Prozent zum Vorjahr geklettert, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mit. Von AFX befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Wachstum von 8,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat war sie um revidierte 8,5(Erstschätzung 8,6) Prozent geklettert.

Im aussagekräftigeren Drei-Monats-Durchschnitt (Februar bis April) legte M3 um 8,4 Prozent zu. Volkswirte hatten hier mit einem Anstieg von 8,3 Prozent gerechnet. In der Vorperiode war sie noch um 8,1 Prozent gestiegen.

Die Kreditvergabe des privaten Sektors stieg im April um 11,3 Prozent zum Vorjahr. Im Vormonat war sie noch um 10,8 Prozent gestiegen./jha/js
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sacrifice:

Bund-Futures ohne große Reaktion auf M3

 
30.05.06 10:30
Der Bund-Future hat nicht stärker auf das beschleunigte Geldmengenwachstum
in der Eurozone reagiert. Kurz vor Veröffentlichung von M3 notierte der
Juni-Kontrakt bei 116,76%, gegen 10.20 Uhr handelt er bei 116,67%. Zwar sei M3
stärker gestiegen als erwartet, doch reiche dies nicht aus, um die
Erwartungshaltung am Markt hinsichtlich der EZB-Zinspolitik zu ändern,
sagt ein Rentenhändler. Die nächste Widerstandszone liege nun bei
116,90/95%. Unterstützt sei der Kontrakt an der Aufwärts-Trendlinie
bei 116,50%. DJG/sms/ros



Wink
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JohnMace:

hört sich nicht gut an!!

 
30.05.06 10:31
ein grund mehr, in metalle, silber etc. zu gehen ...
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shaker:

Das mit dem Bundfuture verstehe ich nicht!

 
30.05.06 10:35
Über 8% Anstieg ist echt übel!! Spinnen die in der Geldruckerei eigentlich? Wieso soviel neues Geld? Brauchen die Russen soviel Euros um Ihre Kohle zu verpulvern, oder sind die Araber ganz scharf drauf in 500ertern zu baden Grübel Rätsel ;)

Oder macht man die Währung wieder mal wider besseren Wissens zur Sau?? (Waren die endlosen Währungscrashs und Hyperinflationen der Geschichte nicht genug?)

JohnMace kann man nur beipflichten in Edelmetalle zu investieren wenn man solche Zahlen liest!
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shaker:

Tja die M3-Geldmenge hat zwar dem Bundfuture

 
30.05.06 19:54
nichts getan - aber den Märkten auauauaua

Da jetzt natürlich ausser Frage steht das die Zinsen weiter steigen werden um die Inflation in Schach zu halten - So ein MISSSST aber auch GRRRRRRRR
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oneDOLLARsix:

sagt doch über die Inflation gar nichts

 
30.05.06 20:20

aus, ist doch lediglich eine Bilanzverlängerung--->höhere Kredite, höhere
Geldmenge M3. Die Geldmenge isoliert betrachtet erlaubt doch keinerlei
Rückschlüße auf eine Mögliche Inflation. Die Ausweitung der Kredite ist
aber im Betrachteten Zeitraum stärker ausgefallen--->Multiplikatoreffekt.
Wären die Kredite nicht gestiegen müsste man sich sorgen machen...oder sehe
ich das falsch?
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stefan64:

Onedollarsix - wenigstens bei Dir Grundzüge von

 
30.05.06 20:34
Geldmarkttheorie und Geldschöpfungsprozessen, Shakers Bemerkung mit den Gelddruckereien (# 4)  ist nun wirklich so stümperhaft und meilenweit weg von jedlichem Verständnis von Geldschöpfungsprozessen, daß er besser nichts gepostet hätte. Keine Ahnung zu haben ist nicht schlimm, aber dann groß die KLappe aufzureißen ist einfach dämlich.
So das mußte raus!!!

Stefan64
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shaker:

@stefan64:und wenn man Sarkasmus und Ironie nicht

 
30.05.06 20:58
versteht, sorry - naja jeder soll schreiben was er will! Dass das nicht ernstgemeint war, dachte ich ist jedem (noch so humor- und sorry hirnlosen) hier klar! - aber wenn du das falsch verstanden hast, dann lieber stefan64 weisst du es jetzt. Aber bitte wenn du es besser weisst, nur zu belehre mich, ich bin immer bereit was neues zu lernen! Also ich fand den Erklärungsversuch mit den Scheichs doch nicht schlecht! - Mal was neues! Vielleicht wollen die ja wirklich baden ggg

und zu #6: Anstieg der Geldmenge sagt nichts über Infaltion aus? Ist nur eine Bilanzverlängerung??
Also grund grund grund legendste Geldmarkttheorie und Geldwerttheorie ist: Das eine Erhöhung der Geldmenge den Geldwert drücken muss (also so schwer kann das doch nicht zu verstehen sein). (z.b.: siehe Hyperinflationen in Frankreich im 18 Jhd. Deutschland im 20 Jhd. usw.).

So schön komplizierte Erklärungen wie Multiplikatoreffekte auch sein mögen, sie sind schlicht FALSCH!
Wie soll es auch sein dass aus 100 eur die du der Bank gibst - welche sie dann zu 90% wieder verleihen darf (10 % Reservehaltung) - also 90 eur usw. am Ende beinahe 100 eur werden? Das ist Betrug!

Aber wie Keynes schon sagte (und er meinte es auch so): "In the long run we are all dead" - oder anders gesagt, was interessieren mich die Sorgen der nächsten Generation, die dann die Zeche einer solch verfehlten Geldpolitik zu zahlen hat.
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shaker:

sorry meinte beinahe 1000 eur werden -

 
30.05.06 21:03
eben durch die Kreditausweitung.

und P:S.: Geldmenge isoliert betrachten? Wie geht das? Mises sagte einst: "Jeder vorhandene Geldstock ist optimal!"

Also ich habe jetzt keine Lust die gesamte Geldtheorie der österreichischen Schule der Nationalökonomie hier durchzumachen, dafür müsst ihr schon selber lesen! hier aber nen Link zu Wikipedia für die Basis:
de.wikipedia.org/wiki/Österreichische_Schule

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shaker:

up weil M3 wichtig o. T.

 
30.05.06 23:57
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shaker:

Na schön das das DIW Berlin beruhigt -

 
21.06.06 17:53
Nur können sie sich solche Erklärungen sparen!

News - 21.06.06 17:49
DIW Berlin sieht keine Inflationsgefahr durch Geldmengenentwicklung

BERLIN (dpa-AFX) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet im Euroraum in nächster Zeit keinen Anstieg der Inflation. Die stärker als geplant gewachsene Geldmenge lasse nicht auf eine höhere Teuerungsrate schließen, berichtete das Institut am Mittwoch in seinem Wochenbericht in Berlin. Eine Langzeitstudie mit Daten aus den Jahren 1983 bis 2004 widerspreche der These, wonach eine 'überschüssige Liquiditätsversorgung' die Gefahr einer Inflation anzeige.

Die Wissenschaftler des DIW kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Geldmenge M3 kurz- und langfristig mit Schwankungen bei der Geldnachfrage erklärt werden kann, die unter anderem von den Realeinkommen und den Zinsen bestimmt werde. Die Geldmenge M3, an der sich die Europäische Zentralbank orientiert, umfasst den Bargeldumlauf, kurzfristigen Einlagen und Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit sowie Geldmarktfonds. /br/DP/js
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