Ein klein wenig Geduld noch, dann ist es überstanden: Nach den neuesten Zahlen des ifo-Instituts dürfen sich die Anleger endlich wieder auf bessere Konjunkturzeiten freuen. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im Februar weiter verbessert.
Der ifo-Index ist im laufenden Monat unerwartet hoch ausgefallen. Er lag bei 88,7 Punkten für Westdeutschland und damit 1,5 Zähler besser als von den Wirtschaftsexperten prognostiziert. Im Januar lag der Wert noch bei 86,3 Punkten. Im Osten wurden 100,4 Punkte nach 98,3 Zählern im Vormonat gemessen. Der Index für die Geschäftserwartung legte in Westdeutschland von 94,8 auf 101,0 Punkten zu und in Ostdeutschland von 81,0 auf 84,8 Punkten.
Damit ist der ifo-Index nach einem Einbruch im Herbst zum vierten Mal in Folge gestiegen. Der Geschäftsklimaindex gilt als wichtiges Stimmungsbarometer für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Die Münchener Forscher ermitteln den Wert einmal im Monat aus einer Umfrage unter 7.000 Unternehmen in ganz Deutschland.
Experten: "Beginn der Trendwende"
Konjunkturanalysten sehen in den jüngsten Wirtschaftsdaten eine Trendwende. "Der Index deutet auf eine markante Konjunkturerholung hin", so ein Experte. Zwar
liege die aktuelle Geschäftsbeurteilung noch unter den Zahlen des Vormonats. Doch wichtiger für die weitere Entwicklung seien die Geschäftserwartungen, die sich mit einem Wert von 101,0 sehr positiv präsentierten. Daher rechnet er im Gefolge mit einer mittelfristig positiven Reaktion der Aktienmärkte. Insbesondere bei Zyklikern erwartet der Analyst festere Kurse.
Möglicherweise trägt hierzu auch die EZB bald einen großen Teil bei. ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb macht den Anlegern Hoffnung: "Der Druck auf die EZB ist nicht so groß wie vor einigen Monaten, doch sehen wir weiterhin Spielraum für eine Senkung der Leitzinsen", so Nerb zur Nachrichtenagentur AFP.
Ein erneutes Drehen an der Zinsschraube ist nach seiner Ansicht dazu geeignet, die Erholung der Wirtschaft zu stützen und auf einem hohen Niveau zu halten.
Tolle Aussichten für die USA
Für Deutschland sieht es also von der wirtschaftlichen Seite aus betrachtet wieder viel besser aus. Aber was ist mit den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt? Laut US-Finanzminister Paul O'Neill können sich die Anleger bald auf ein paar faustdicke Überraschungen gefasst machen – und zwar positive. Der Politiker sieht die Vereinigten Staaten am Beginn einer Erholung hin zu jährlichen Wachstumsraten von 3,0 bis 3,5 Prozent. Dieser Aufschwung werde mehr als eine Million Stellen schaffen.
Das Wirtschaftswachstum wird seiner Meinung nach im laufenden Quartal deutlich stärker ausfallen als im Vorquartal. Er geht zudem davon aus, dass die BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2001 nach oben revidiert werden müssen, nachdem die Daten zur Handelsbilanz besser als erwartet ausgefallen sind.
Die Bush-Regierung werde allerdings nicht darauf warten, dass sich die Wirtschaft von alleine erholt: "Wir hoffen, dass der Senat das Konjunkturpaket bald verabschieden wird, um die Steuerlast für die Unternehmen zu senken und so Arbeitsplätze zu schaffen", so O'Neill am Montag bei einem Treffen von führenden Wirtschaftsvertretern und Vertretern der Chicagoer Terminbörse.
Anschnallen!
Der ifo-Index ist im laufenden Monat unerwartet hoch ausgefallen. Er lag bei 88,7 Punkten für Westdeutschland und damit 1,5 Zähler besser als von den Wirtschaftsexperten prognostiziert. Im Januar lag der Wert noch bei 86,3 Punkten. Im Osten wurden 100,4 Punkte nach 98,3 Zählern im Vormonat gemessen. Der Index für die Geschäftserwartung legte in Westdeutschland von 94,8 auf 101,0 Punkten zu und in Ostdeutschland von 81,0 auf 84,8 Punkten.
Damit ist der ifo-Index nach einem Einbruch im Herbst zum vierten Mal in Folge gestiegen. Der Geschäftsklimaindex gilt als wichtiges Stimmungsbarometer für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Die Münchener Forscher ermitteln den Wert einmal im Monat aus einer Umfrage unter 7.000 Unternehmen in ganz Deutschland.
Experten: "Beginn der Trendwende"
Konjunkturanalysten sehen in den jüngsten Wirtschaftsdaten eine Trendwende. "Der Index deutet auf eine markante Konjunkturerholung hin", so ein Experte. Zwar
liege die aktuelle Geschäftsbeurteilung noch unter den Zahlen des Vormonats. Doch wichtiger für die weitere Entwicklung seien die Geschäftserwartungen, die sich mit einem Wert von 101,0 sehr positiv präsentierten. Daher rechnet er im Gefolge mit einer mittelfristig positiven Reaktion der Aktienmärkte. Insbesondere bei Zyklikern erwartet der Analyst festere Kurse.
Möglicherweise trägt hierzu auch die EZB bald einen großen Teil bei. ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb macht den Anlegern Hoffnung: "Der Druck auf die EZB ist nicht so groß wie vor einigen Monaten, doch sehen wir weiterhin Spielraum für eine Senkung der Leitzinsen", so Nerb zur Nachrichtenagentur AFP.
Ein erneutes Drehen an der Zinsschraube ist nach seiner Ansicht dazu geeignet, die Erholung der Wirtschaft zu stützen und auf einem hohen Niveau zu halten.
Tolle Aussichten für die USA
Für Deutschland sieht es also von der wirtschaftlichen Seite aus betrachtet wieder viel besser aus. Aber was ist mit den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt? Laut US-Finanzminister Paul O'Neill können sich die Anleger bald auf ein paar faustdicke Überraschungen gefasst machen – und zwar positive. Der Politiker sieht die Vereinigten Staaten am Beginn einer Erholung hin zu jährlichen Wachstumsraten von 3,0 bis 3,5 Prozent. Dieser Aufschwung werde mehr als eine Million Stellen schaffen.
Das Wirtschaftswachstum wird seiner Meinung nach im laufenden Quartal deutlich stärker ausfallen als im Vorquartal. Er geht zudem davon aus, dass die BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2001 nach oben revidiert werden müssen, nachdem die Daten zur Handelsbilanz besser als erwartet ausgefallen sind.
Die Bush-Regierung werde allerdings nicht darauf warten, dass sich die Wirtschaft von alleine erholt: "Wir hoffen, dass der Senat das Konjunkturpaket bald verabschieden wird, um die Steuerlast für die Unternehmen zu senken und so Arbeitsplätze zu schaffen", so O'Neill am Montag bei einem Treffen von führenden Wirtschaftsvertretern und Vertretern der Chicagoer Terminbörse.
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