Mitglieder der SPD erhalten derzeit per Post ein parteiintern umstrittenes Angebot zur privaten Geldanlage. Vize-Parteichefin Renate Schmidt preist in einemSchreiben mit dem Briefkopf der parteieigenen Rabattkarte "SPD-Card" nebst eigenem Konterfei einen Immobilienfonds der SEB AG als günstiges Investment an. "Speziell für SPD-Mitglieder", wirbt die als nächste Bundespräsidentin gehandelte Genossin, habe man mit der Bank "einAngebot verhandelt, Geld anzulegen und beides zu bekommen:Sicherheit und gute Rendite". Ab 5000 Euro Einlage können spekulierwillige Sozialdemokraten bis Ende November einsteigen. Für die eine Hälfte gibt es sieben Prozent Sparzinsen, die andere fließt in den Offenen Immobilienfonds "SEBImmoInvest" - laut Schmidt "einer der Spitzenreiter inDeutschland". Doch nicht alle Genossen goutieren die Offerte über den parteiinternen Verteiler: "Eine Partei soll an der politischen Willensbildung mitwirken, nicht an der privaten Kapitalbildung", rügt etwa Richard Schröder,bis 2001 in der SPD-Grundwertekommission.
Spiegel
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