Andersen: Hochmut kommt vor dem Fall


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Schnorrer:

Andersen: Hochmut kommt vor dem Fall

 
15.06.02 18:21
die dümmsten Sprüche der dümmsten Bauern stimmen doch immer wieder ... es ist meist nur eine Frage der Zeit:


Samstag 15. Juni 2002, 18:01 Uhr
Wirtschaftsprüfungsfirma der Justizbehinderung schuldig

Houston (dpa) - Ein Gericht hat die US-Rechnungsprüfungsfirma Arthur Andersen wegen Justizbehinderung in einem Fall schuldig gesprochen. Nach zehntägigen Beratungen in Houston machten sie Anderson dafür verantwortlich, Akten des bankrotten Energiekonzerns Enron vernichtet zu haben. Dadurch hätte die Firma Ermittlungen wegen dubioser Geschäftspraktiken erschwert. Andersen droht neben einer Geldstrafe von bis zu umgerechnet über einer halben Milliarde Euro ein Verbot, die Rechnungen öffentlicher Unternehmen zu überprüfen.
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R.A.P.:

Die amis werden sich selbst zerfressen,

 
15.06.02 18:30
....alles eine Frage der Zeit. Und die ist reichlich vorhanden!!
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Nassie:

Das war

 
15.06.02 18:31
auch nicht anders zu erwarten.
Geschieht ihnen ganz recht. Wer die Bodenhaftung verliert und nicht gelegentlich
über seine eigenen Unzulänglichkeiten nachdenkt, dem passiert so etwas.
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Arbeiter:

Andersen:

 
16.06.02 23:28

Ein Unternehmen wird schuldig gesprochen


Von Ulrike Sosalla, New York


Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen ist am Samstag durch ein Berufungsgericht in Houston der Behinderung der Justiz schuldig gesprochen worden. Das bedeutet praktisch die Auflösung des 89 Jahre alten Unternehmens.

Kurz nach dem Schuldspruch sagte Andersen zu, seine Prüfungstätigkeit für börsennotierte Unternehmen in den USA Ende August einzustellen. Der Schuldspruch ist ein Novum in der US-Justizgeschichte: Erstmals wurde in einem Strafverfahren ein gesamtes Unternehmen eines Verbrechens schuldig gesprochen, das gemeinhin nur Einzelpersonen verüben können. Für Andersen bedeutet die Entscheidung der Geschworenen das Ende seiner seit Januar andauernden Versuche, als kleinere, aber lebensfähige Firma aus dem Enron-Skandal hervorzugehen.




Aus für den Wirtschaftsprüfer


Mittlerweile ist Andersen ohnehin nur noch ein Schatten seiner selbst: In den USA verlor das Unternehmen bisher bereits 690 seiner 2300 Kunden, von ehemals 27.000 Angestellten sind noch 10.000 übrig. In den meisten anderen Länder schlossen sich die Andersen-Gesellschaften mit Konkurrenten zusammen. "Der Spruch der Geschworenen wird die Bilanzprüfungstätigkeit der Firma beenden", sagte Andersen in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen werde seinen Kunden beim Übergang zu anderen Prüfern helfen.


Die zwölf Geschworenen kamen nach zehn Tage andauernden Beratungen zu dem Schluss, dass Andersen-Rechtsanwältin Nancy Temple die Zerstörung von Beweisen anordnete, als sie dem Leiter des Houstoner Andersen-Büros David Duncan Mitte Oktober 2001 empfahl, einen Absatz aus einem Memorandum über Gespräche mit seinem Kunden Enron zu streichen. Wenige Tage später leitete die US-Börsenaufsicht SEC eine formelle Untersuchung von Enrons Bilanzierungsmethoden ein, die schließlich zum Konkurs des Energiehändlers führte.


Die Geschworenen kamen somit zwar zum gleichen Schluss wie die Staatsanwaltschaft, jedoch auf Grund einer völlig anderen Theorie. Die Anklage hatte argumentiert, dass eine E-Mail Temples an das Houstoner Büro, die Aktenaufbewahrungsregeln zu beachten, eine versteckte Aufforderung zum Schreddern gewesen sei. Nach dem Versand der E-Mail vernichteten Angestellte in Houston Tausende von Akten.




"Das heutige Urteil ist falsch"


Andersen will gegen den Spruch Berufung einlegen. "Das heutige Urteil ist falsch", beginnt die Pressemitteilung. Andersen-Rechtsanwalt Rusty Hardin gestand jedoch ein, dass angesichts der Verfahrensdauer von mindestens einem Jahr auch ein Freispruch Andersen nicht mehr retten könne.


Beobachter betrachten den Schuldspruch daher als klaren Sieg für die Staatsanwaltschaft, der ihr auch bei den weiteren Verfahren gegen Enron, Andersen und dessen Management helfen wird. "Künftigen Zeugen macht dieser Fall klar, dass ein Deal mit der Staatsanwaltschaft der Weg ist, den sie wählen sollten", sagt Stephen Meager, ein auf Wirtschaftskriminalität spezialisierter Anwalt. Neben den Zivilklagen gegen Enron und seine Topmanager, die frühestens 2003 vor Gericht kommen, stehen noch mehrere Strafverfahren an.

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