Analystenstimmen zum Filmgeschäft


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Analystenstimmen zum Filmgeschäft

 
20.11.01 11:19
Analystenstimmen zum Filmgeschäft
Filmriss oder Film ab?

von Hinrich von Haaren  

Kaum zu glauben, aber die deutsche Filmindustrie wird in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von bisher 14,8% wohl ein Rekordjahr hinlegen. Seinen Teil dazu beigetragen hat natürlich der ungeheure Erfolg der Constantin Film-Produktion "Der Schuh des Manitu", der allein im August an die 18 Mio. Zuschauer in die Kinos lockte und den Monat damit zum stärksten in 10 Jahren machte. Auch "Mädchen, Mädchen" (ebenfalls Constantin) sowie "Das Experiment" und "Jetzt oder nie - Zeit ist Geld" von Senator Film trugen dazu bei, dass in diesem Jahr die Zelluloid-Ernte so reich ausfallen soll.

HSCB Trinkhaus Burckhardt geht davon aus, dass die Zuschauerzahl 2001 auf 171 Mio. ansteigen wird, wobei der Anteil deutscher Filme rund 15% beträgt. Bei einem durchschnittlichen Eintrittspreis von € 5,50 errechnen die Analysten eine Gesamtsumme von € 940 Mio., was wiederum einen Anstieg von 14% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Mit den anstehenden Starts von "Harry Potter" und "Herr der Ringe" im vierten Quartal könnten sich diese Zahlen noch weiter nach oben schieben.





International Media - Bester Wert der Branche


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Analystenstimmen zum Filmgeschäft 480835

Die letzte Woche vorgelegten Quartalszahlen konnten die Analysten größtenteils überzeugen. Die DZ-Bank empfiehlt International Media Analystenstimmen zum Filmgeschäft 480835 (IM) zum Kauf, obwohl die Umsatzentwicklung leicht unter den Erwartungen der Analysten lag. Diese weisen jedoch darauf hin, dass sich das Ergebnis mit dem Start von "K-19" in den USA noch verbessern könnte. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Erfüllung des Ertragszieles von € 355 Mio. und EBIT von € 47,5 Mio. ist die Produktionsfreigabe für "Terminator 3", mit der IM die Finanzierungsstrukturierungsgebühr vereinnahmen kann, die bei einem Budget von € 150 Mio. nicht unwesentlich sein wird.

Ebenfalls schätzt die DZ-Bank die bilanzielle Situation des Unternehmens als sehr solide ein. IM habe liquide Mittel von über € 150 Mio. sowie eine Nettoliquidität von € 64 Mio. und damit ein "ausreichendes Polster" hieß es. Die Analysten sind der Ansicht, der Filmproduzent befinde sich auf einem guten Entwicklungspfad und habe ein interessantes Geschäftsmodell mit überschaubarem Risiko. Zwar sei der Wert mit einem KGV von 14,4 nicht ganz billig, in der Branche aber eine der besten Optionen.

Insgesamt sind die Empfehlungen für IM sehr positiv. Zum Kauf werden die Titel von ABN AMRO, Credit Lyonnais, Credit Suisse und Merrill Lynch empfohlen. Morgan Stanley gibt sogar ein "Strong Buy" ab. Goldman Sachs bewertet IM aber mit "Market Underperformer".





Constantin Film - Hohe Abhängigkeit von großen Erfolgen


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Analystenstimmen zum Filmgeschäft 480835

Vor vier Wochen hat Bernd Eichingers Constantin Film Analystenstimmen zum Filmgeschäft 480835 eine Gewinnwarnung herausgegeben, die schon ein Vorgefühl für die Zahlen des dritten Quartals gab (Umsatz: € 85 Mio., EBIT € 3,6 Mio.). Das höhere EBIT resultiert aus dem Manitu-Erfolg.

HSBC sieht den Aufschub von neun Filmen auf nächstes Jahr allerdings nur als einen Grund für die Gewinnwarnung und die Reduzierung des EBIT von € 9,2 Mio. in die Region zwischen € 2-5 Mio. Die Fremdfilme von Hyde Park, Mandalay Pictures und amerikanische Produktionen wie "One Night at McCool's" haben an den Kinokassen nur Verluste eingespielt. Diese konnten zwar teilweise durch den "Schuh des Manitu" ausgeglichen werden, doch war 2001 im Ganzen wesentlich schwächer als das vorausgegangene Jahr, als Constantin mit "Sleepy Hollow" und "The Sixth Sense" große Erfolge in die Kinos bringen konnte. Das vierte Quartal dürfte bei dem Unternehmen wohl durch Abschreibungen auf das Filmvermögen nach der US-GAAP-Vorschrift dominiert werden.

HSBC empfiehlt die Eichinger-Aktie zum Kauf, die DZ-Bank rät "Akkumulieren", vor allem aufgrund des Erfolgs von "Der Schuh des Manitu". Allerdings bemerken die Analysten, dass dieses Jahr Constantins hohe Abhängigkeit von großen Kinoerfolgen deutlich gemacht habe. Das ist vielleicht auch der Grund, warum die Empfehlungen für das Unternehmen insgesamt eher lauwarm ausfallen. Credit Lyonnais empfiehlt die Titel mit "Hinzufügen", SES Research mit Market Performer, ein "Reduzieren" kommt von der Berenberg Bank und Merrill Lynch. Letztere sind der Ansicht, dass Unternehmen operiere auf einem sehr hohen Kostenlevel.





Senator - Erfolgreiche Umstrukturierung


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Analystenstimmen zum Filmgeschäft 480835

Überzeugter sind die Analysten da bei Senator Entertainment Analystenstimmen zum Filmgeschäft 480835 ,das sich im Oktober nach einem Joint Venture mit dem ehemaligen Chef von Columbia-TriStar Mark Canton, umstrukturiert hat. Sehr zum Wohlwollen der Börsenbeobachter. Mit diesem Schritt ist es Senator gelungen, das internationale Geschäft in seinem eigenen Unternehmen zu konzentrieren.

Weiterhin konnten die Kosten durch den Schritt erheblich gesenkt werden und Senator habe nun freie Hand bei der Auswahl von Produzenten und Vertreibern für seine Filme, was sich wiederum positiv auf die Verhandlungsposition und Kostenstruktur des Unternehmens auswirken wird, so die Analysten bei HSBC. Sie sind der Ansicht, dass Senator aus der Umstrukturierung gestärkt und flexibler hervorgegangen ist. Auch arbeite das Unternehmen nun effizienter. HSBC empfiehlt Senator zum Kauf, eine Empfehlung, der sich auch Merrill Lynch und Metzler anschließen. SES Research und WestLB bewerten die Senatoren mit "Outperform", vorsichtiger sind dagegen die Deutsche Bank ("Underperform") und ABN AMRO ("Sell").
multexinvestor
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Arbeiter:

Medienaktien fehlt es an Glamour

 
20.11.01 16:59
Medienaktien fehlt es an Glamour

von Anne Lacker  

Die deutsche Medienbranche hat es derzeit nun wirklich nicht leicht. Schon vor den Ereignissen am 11. September waren einzelne Unternehmen in Schwierigkeiten. Doch die Terror-Attacken in den Vereinigten Staaten hatte auf die gesamte Branche einen großen Einfluss. Vor allem Medienunternehmen, die stark von Werbeeinnahmen abhängig sind, wie etwa TV-Sender, spürten hier die Zurückhaltung zahlreicher Kunden. Und das bleibt nicht ohne Folgen für die Filmrechtehändler. Kein Wunder also, dass sich nur schwer Kauf-Empfehlungen für Aktien aus der Welt des Entertainments finden lassen. Bei vielen Banken steht die gesamte Branche auf "Untergewichten".


Langfristige Attraktivität


So auch bei Sal. Oppenheim. "Wir sind derzeit eher zurückhaltend, da die kurzfristigen Zukunftsaussichten der Branche noch zu untransparent sind", begründet Medienanalyst Jan Herbst das Rating. Dennoch, langfristig hält er Medientitel durchaus für attraktiv. Mit dem Ausbau der Kabelnetze werden neü Vertriebsstufen für mediale Inhalte geschaffen. Doch wann und wie stark die Innovationen greifen würden, sei noch schwer abzusehen. Daher sollten Anleger noch Vorsicht walten lassen.

Auch bei den Wertpapieren, die nach Ansicht von Herbst derzeit durchaus Kurschancen haben, wie zum Beispiel die DEAG Deutsche Entertainment. Die Gesellschaft könnte seiner Meinung nach bald besser dastehen als noch vor einigen Monaten. Das Unternehmen veranstaltet Musicals und Konzerte. Wenn die Menschen weiterhin von Fernreisen absehen, dann könnten die Besucherzahlen bei "Cats", "Mozart" oder "Emil und die Detektive" steigen, so das Szenario von Herbst.


Zwei Kaufempfehlungen


Für die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt gibt es momentan zwei kaufenswerte Medientitel am Neuen Markt. Zu ihren vier Top-Empfehlungen im deutschen Wachstumssegment zählt Senator Entertainment mit einem Kursziel von € 10. Als weitere "Kauf"-Empfehlung haben sie unter anderem Constantin Film, ebenfalls mit einem Kursziel von € 10.

Bei Senator gefällt den Analysten, dass das Unternehmen zu den grössten und erfolgreichsten Filmproduzenten von deutschen Kinofilmen zählt. Senator nutze sämtliche Vertriebskanäle wie Kino, DVD/Video, TV und Merchandising. Zudem ebne die Internationalisierungsstrategie den Weg für ein "ansehnliches" Wachstumspotential in den kommenden Jahren. Für dieses Jahr erwarten die HSBC-Analysten einen Gewinn je Aktie von € 0,65, der in den beiden darauffolgenden Jahren auf € 0,97 beziehungsweise € 1,07 steigen sollte.

Constantin Film, die unter anderem den Kassenschlager "Der Schuh des Manitu" produziert haben, werden nach HSBC-Schätzungen in diesem Jahr noch einen Verlust je Aktie von € 2,46 verzeichnen. 2002 erwarten die Analysten dann einen Gewinn je Anteilsschein von € 0,62, der dann im Jahr 2003 bei € 1,05 liegen sollte. Damit ist der Optimismus von HSBC für die Medienbranche jedoch ausgereizt.

Für EM.TV & Merchandising geben sie eine "Sell"-Empfehlung, Kursziel € 2,30. Und bei dem Trickfilmproduzent RTV Family Entertainment raten sie zum Halten der Aktie. Hier sehen sie ein Kursziel von € 2,60.


Helkons Geschäftsmodell funktioniert


Filmrechtehändler, die indirekt vom zurückgehenden Anzeigengeschäft betroffen sind, werden von Analysten ebenfalls skeptisch betrachtet. Jüngst senkten etwa die Analysten von Morgan Stanley die Gewinnschätzung für Helkon Media. Für 2001 erwarten sie nun einen Gewinn je Aktie von € 0,07, statt wie zuvor € 0,53. Im kommenden Jahr sei dann mit € 0,80 (zuvor € 1,11) zu rechnen.

Das "Neutral"-Rating bestätigten die Analysten. Tage zuvor hatte Merck Finck & Co. die Aktien von "Buy" auf "Hold" zurückgestuft. Man gehe jedoch davon aus, dass das Geschäftsmodell von Helkon funktioniere und das Unternehmen profitabel bleibe. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Analysten nun einen Gewinn je Aktie von € 0,30 statt des zuvor prognostizierten Gewinns von € 1,01. Für 2002 rechnen sie mit einem Gewinn von € 0,64 je Aktie (zuvor € 1,56). Helkon hatte Ende Oktober mitgeteilt, dass Verzögerungen beim Start eines Films und bei der Bilanzierung zweier US-Töchter die bisherige Ergebnis- und Zeit-Planungen durcheinander gebracht hätten.


Vorsicht bei Medienanlagen


Für den TV-Titel ProSieben Sat 1 sehen die Aussichten nach Meinung der Analysten ebenfalls nicht rosig aus. Die Analysten von Helaba Trust etwa bewerten die Aktie derzeit mit "Untergewichten". Der Konzern habe bis Ende September einen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Dabei habe vor allem das Ergebnis unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Zudem sei der Ausblick für das Gesamtjahr erwartungsgemäß verhalten ausgefallen. Allerdings erwarten die Experten, dass bezüglich der Werbeeinnahmen die Talsohle im ersten Halbjahr des kommenden Jahres erreicht werden sollte.

Anleger, die sich von Medientitel angezogen fühlen, sollten es wie die Analysten machen. Auf den Turnaround im kommenden Jahr hoffen und bis dahin nur mit äußerster Vorsicht agieren.  
multexinvestor

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