"Amerikas Waffen sind aus Stahl"


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"Amerikas Waffen sind aus Stahl"

 
14.03.02 06:21
Wer in den USA Subventionen will, muss vor allem eines sein: Patriotisch

Die Stimmung ist heiter, das Wetter schön, und der Redner sagt, was die Demonstranten hören wollen. Es spricht, auf dem Podium nicht weit vom Zaun des Weißen Hauses stehend, ein leibhaftiger Senator. "Amerikas Waffen sind aus Stahl", ruft Carl Levin Tausenden von Stahlarbeitern zu. "Mit dem, was ihr herstellt, führen wir Krieg." Jubel bricht aus. Ein schönes Argument ist in der Welt. Nicht nur ihre Jobs wollen die Stahlarbeiter gerettet sehen, sondern ihr Vaterland. So tritt dann der Abgeordnete Levin hinab vom Podium und geht hinüber ins Weiße Haus, wo er dem Präsidenten rät, er möge Importstahl mit Strafzöllen belegen.

In den Gängen der Macht trifft Levin auf Menschen gleichen Sinnes. Eine Kollegin aus dem Senat bringt vor, der Zerstörer USS Cole, im Jemen von Terroristenhand beschädigt, sei durch Panzerplatten aus amerikanischer Produktion repariert worden. Und die Stahlindustrie trägt vor: "Soll Amerika in gefährlichen Zeiten abhängig werden von Russland, Japan, China, oder Brasilien?"

Wo es um die Sicherheit der Nation geht und überdies um Stimmen für die anstehenden Kongresswahlen, muss ein Präsident entscheidungsstark sein. Darum verhängte George Bush Mitte vergangener Woche Strafzölle und opferte seinen Ruf als überzeugter Freihändler. Macht nichts, Prinzipienfestigkeit dieser Art ist nach den Terroranschlägen vom 11. September nicht opportun. Seither muss der Staat seinen Bürgern bieten, wonach es sie am meisten dürstet: Sicherheit - oder wenigstens den Anschein davon.

Niemand hat das schneller begriffen als die Industrievertreter in Washington. 13 Tage nach dem Anschlag schreiben einige Agrokonzerne dem Senat, nun sei nicht mehr zu bestreiten, dass "Lebensmittelproduktion von überragendem nationalen Interesse" sei. Das sieht George Bush genauso. Als er kurz darauf zu den Ranchern in den Westen reist, sagt der Präsident, die Attentäter hätten Amerikas Stärke und Ausdauer unterschätzt, denn sie seien "noch nie bei einer Jahrestagung der amerikanischen Viehzüchter gewesen". Dann die entscheidende Sentenz: "Es ist in unserem nationalen Sicherheitsinteresse, dass wir uns selbst ernähren können." Diese Variante der Kriegswirtschaft braucht natürlich Hilfe. So passiert ein Subventionsgesetz in Höhe von 167 Milliarden Dollar mühelos den Kongress. Allerdings nicht, ohne vorher zeitgemäß umbenannt zu werden, von Agriculture Act in Farm Security Act.

Seit dem 11. September kann kaum jemand ein Gesetz durchbringen, ohne es in ein rhetorisches Gebinde aus nationaler Sicherheit einzupacken. Umgekehrt gelingen dreiste Lobbyisten-Coups, solange als Camouflage das edelste aller Ziele dient, nämlich die Abwehr des Terrors und die Überwindung seiner Folgen. "Was jetzt geschieht", sagt Ronald Utt von der konservativen Heritage-Foundation, "ist schamloser als alles, was ich bisher in Washington gesehen habe."

Den Anfang machten die Airlines. Es gelang ihnen binnen Tagen, 5 Milliarden Dollar Hilfe aus Washington zu erhalten, dazu 10 Milliarden als Bürgschaft sowie staatlichen Schutz gegen Schadenersatzklagen. Dann pirschten sich die Versicherungen an. Zehn Tage nach den Anschlägen erklärten die Chefs der wichtigsten Konzerne bei einem Besuch im Weißen Haus, die Versicherungen brauchten keine Staatshilfen; sie könnten die Schäden aus dem Anschlag ausgleichen.

Was geschah, als die Kameras ausgingen, hat jetzt das Magazin Mother Jones recherchiert. Die Manager setzten George Bush unter Druck. Er solle ein Gesetz durchbringen, wonach künftig der Staat, nicht die Versicherungen, für den größten Teil der Schäden aus Terroranschlägen hafte. Handele das Weiße Haus nicht, würden sich die Versicherungen weigern zu zahlen. Bush werde dann eine Finanzkrise auslösen.

Der Präsident tat, wie ihm vorgeschlagen ward. Zwar blockte der Senat den Terrorism Risk Protection Act, aber die Wirtschaft hatte begriffen, dass etwas zu holen war. "Es geht inzwischen zu wie auf dem Grabbeltisch", zitiert Mother Jones den Abgeordneten Jim Moran aus Virginia. Bitte zugreifen! So haben sie sich um Hilfe angestellt: die Flugschulen, die Flugplätze, die Taxi-Chauffeure, die Ethanolproduzenten und wer weiß noch wer.

Als die Kongressgebäude im Dezember wegen Anthraxgefahr für Lobbyisten und andere Besucher geschlossen waren, standen die Herrschaften in den dunklen Anzügen stundenlang vor den Ausgängen herum, passten die Abgeordneten ab und erklärten ihnen unter zugigen Arkaden, wie der Terrorgefahr zu begegnen sei. Erfolgreich waren die Vertreter der Seebäder, die Amerikas Küsten gegen Angriffe geschützt und, nebenbei, verschönert sehen wollten: Sie bekamen 135 Millionen Dollar für frischen Sand an den öffentlichen Stränden.

Wer Sicherheit zu verkaufen hat, ist am besten dran. Der Staat nimmt alles, denn er hat einen neuen Minister für Heimatschutz. Tom Ridge muss zwar erst noch ein Konzept für Amerikas Terrorabwehr vorlegen, kann aber vorher schon mal 38 Milliarden Dollar ausgeben. Und zeigt etwa nicht vaterländische Gesinnung, wer die Evakuierung aus Amerikas Städten verbessert? Industrievertreter haben herausgefunden, dass ein weiterer Flugzeugangriff in Washington ein Chaos ausgelöst hätte. Braucht da nicht das ganze Land neue Verkehrszeichen und ausgeschilderte Fluchtwege?

Hat Minister Ridge erst ein Sicherheitskonzept für das Land entwickelt, könnte sich sein Haushalt verdoppeln. Schon jetzt ist sein kleines Büro im Weißen Haus das Hauptangriffsziel der Washingtoner Lobbyisten. "Der ganze Staatshaushalt", klagt der konservative Kolumnist George F. Will, wird langsam "zum Füllhorn von Subventionen".

Gruß
Happy End
zeit.de
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Schnorrer:

Mir ist schon lange kotzübel ... o. T.

 
04.11.02 13:15
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pusherman:

Happy solche Threads kannst Du vielleicht nicht

 
04.11.02 13:21
mehr lange aufmachen!
Ein halbes Jahr noch bis zum Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen Schalke und den Bazis in der wunderschönen Schalke-Arena und Du weisst ja um was es dabei geht.....

Gruss vom blau-weissen Yankee-Schwein

Pusherman
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Karlchen_I:

Wat ihr nur habt?

 
04.11.02 13:24
Der Reagan hat die Russen totgerüstet. Jetzt macht der Bush es ihm nach und rüstet die verbliebene Weltmacht tot.  
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Schnorrer:

Was ich habe? Das kann ich Dir sagen:

 
04.11.02 13:26
Zuwenig Wollpullis und zuviel Muffe.

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Happy End:

@pusherman (solange ich noch darf):

 
04.11.02 13:32
Schnorrer:

Also, ich fahre nicht mehr in die USA

 
04.11.02 13:36
mir dräut Lebensgefahr. Und es gibt Leute, die löschen alle e-mails von mir unbesehen. Leute, die in US arbeiten.

Und das hat sicher nix mit Faulheit zu tun, oder?
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Karlchen_I:

Du fliegst dahin - stimmts? o. T.

 
04.11.02 13:46
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special:

schnorrer

 
04.11.02 14:05
seit dem du wollpulli - emails verschickst, in denen du deine abgetragenen wollpullis (hoffentlich keine wollunterwäsche *g) zum sonderangebot anbietest, dann kann ich solche menschen gut verstehen die deine emails ungelesen löschen *hahahaha
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Schnorrer:

@special: das hättest Du einfacher haben können:

 
04.11.02 14:09
einfach fragen, z.B.: "Bist Du ein Kotzbrocken, schnorrer?"

Und als ehrlicher Mensch hätte ich z. B. mit "ja" geantwortet.

Ohne Grüße.
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special:

kotzbrocken glaub ich nicht

 
04.11.02 14:13
eher wollpulli (auch unterwäsche?) fetischist
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Schnorrer:

@special: falls die Unterwäsche-Marke Steffi

 
04.11.02 14:15
heißt: DANN JA !!!

was hältst Du übrigens von einem Deutsche-Bank-Put?

(um beim Thema zu bleiben)
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special:

lass mal den dax auf die 3500

 
04.11.02 14:18
dan put, das ist meine meinung.

aber hör lieber auf einen anderen, sooft wie ich mich in den letzten monaten vertan habe *schluck  
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Schnorrer:

@special: ich habe auch nur in die Schüssel

 
04.11.02 14:20
gegriffen, in den letzten 6 Monaten.

Deshalb frage ich ja. Ich hab schon lange keine Meinung mehr ...
Antworten
special:

ohne meinung?

 
04.11.02 14:26
du könntest mit dieser grundeinstellung beamter werden. einfach aus einer anti-haltung gegen den anderen zu sein. wäre das was für dich?

als alternative hätte ich noch den mobilen strassenfeger....allerdings ohne fahrer und ohne klima *g
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Schnorrer:

@special: Beamter? ich bin doch nicht lebensmüde

 
04.11.02 14:33
vor 60 Jahren waren es die Juden, die schuld waren, heute sind es die Beamten.

Nein Danke.

Und wenn Fahrer, dann nur blond.
Antworten
special:

du stehst auf blonde fahrer?

 
04.11.02 14:36
was müssen dir frauen angetan haben?
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Schnorrer:

@special: zum einen stehe ich darauf,

 
04.11.02 14:42
gefahren zu werden.

Zum anderen haben mir Frauen das angetan, was sie allen antun: lügen, betrügen, Kinder anhängen, die Kohle verbrauchen ... also mach Dir keine Sorgen. Alles geht seinen Gang im Normalschritt.
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special:

ich fahr lieber selber

 
04.11.02 14:50
das macht spass und ich fühl mich nicht so abhängig.....das ist es auch was ich hasse beim fliegen. da kann ich nicht steuern. seit 9.11. darf man nicht mal mehr zusehen wie der pilot die hebel in bewegung setzt.

thema frauen:
gibts da keine kehrseite der medallie? frauen sind doch noch für andere dinge geeignet!
hierzu ein paar gedanken:
nicht nur dass sie kleine finger haben .... vorteil beim saubermachen....auch von der statur her sind sie meiner meinung nach besser geeignet hinter dem bügelbrett zu stehen als ein mann. auch beim verwöhnen kann ich dir sagen, die lippen einer frau sind herrlich *g
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special:

schnorrer noch da ?

 
04.11.02 15:23
du mann ohne meinung....hast du was zu nokia zu sagen?
marktführer... mit einer soliden bilanz, ohne bankschulden    
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