Amerika im Kaufrausch


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9745400lopi:

Amerika im Kaufrausch

 
27.11.01 14:52

Stärker denn je richtet sich die Aufmerksamkeit der Börsianer in dieser
Woche auf die amerikanischen Shopper. Thanksgiving ist vorbei, der Startschuss
zum Weihnachtsgeschäft gefallen. Doch wie werden sich die amerikanischen
Verbraucher in diesem Jahr verhalten? Werden sie infolge der Terroranschläge ihr Geld beisammen halten oder schlagen sie angesichts
verlockender Schnäppchenpreise jetzt erst recht zu?
Während einige Volkswirte vor Beginn des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts den
Teufel an die Wand malten und für den Tag nach Thanksgiving, den traditionell
umsatzstärksten Tag des gesamten Jahres, einen bis zu vierprozentigen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr prognostizierten, sind die ersten
vorliegenden Zahlen aus dem Einzelhandel durchaus ermutigend.
Demnach stiegen die Same-Store-Sales (Umsatz einzelner Filialen im
Jahresvergleich) nach Angaben von
TeleCheck Services am vergangenen Wochenende amerikaweit
um 2,4 Prozent. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft prognostizieren die
Marktforscher ein Plus von zwei Prozent. Und auch die National Retail Federation,
der US-Einzelhandelsverband, sieht der Vorweihnachtszeit gelassen entgegen. Die
Schätzungen belaufen sich hier sogar auf ein Plus von 2,5 Prozent auf 206
Milliarden Dollar. Während die meisten Unternehmen ihre Zahlen erst im laufe der Woche bekannt geben werden, meldete der Einzelhandelsriese Wal-Mart [NYSE: WMT Kurs/Chart ] bereits Freitags-Rekordumsätze von 1,25 Milliarden Dollar.
US-Finanzminister Paul O'Neill äußerte sich am Sonntag gegenüber dem Fernsehsender ABC
ebenfalls zuversichtlich. Seinen Quellen zufolge sei der Umsatz am 23. November
im Jahresvergleich um vier Prozent gestiegen. Dies höre sich für ihn nicht

nach müden Konsumenten an. Die US-Wirtschaft befinde sich kurz vor einer
Erholung.

Wenn auch die Geschäfte voll sind und einige Einkaufscenter zehn Prozent
mehr Publikumsverkehr melden als im Weihnachtsgeschäft 2000, so mahnen doch
viele Experten zur Vorsicht. Für einen Großteil der Menschenmassen seien massive Rabatte verantwortlich, Preisnachlässe um 30 bis 40 Prozent seien keine
Seltenheit.
"Die Discountpreise werden sich in den Unternehmensbilanzen
niederschlagen", sagte Kurt Barnard von Barnard's Retail Trend Report.
"Zweifellos gehen die niedrigen Preise zu Lasten der Gewinne."
Entgehen könne dem niemand in der Branche. Wer nicht mitmache, bleibe auf seinen Produkten sitzen und mache ein ebenso schlechtes Geschäft.
Ganz oben auf den Einkaufslisten stehen in diesem Jahr Merchandisingartikel rund
um Harry Potter sowie die Xbox von Microsoft [Nasdaq: MSFT Kurs/Chart ]. Aber auch Konsumelektronik aller Art findet sich auf den Wunschzetteln wieder. Einige
Nachwehen haben die Terroranschläge allerdings doch: Gesellschaftsspiele und
Artikel, die das Heim verschönern, seien in diesem Jahr ebenfalls unheimlich
gefragt, so Annette Bethers, Senior Marketing Director der Glendale Galleria-Mall
in Los Angeles.


Gruß Kostolmoney
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9745400lopi:

Wall Street -quo vadis?

 
27.11.01 14:57
Wall Street – quo vadis?
Obwohl der November noch nicht vorüber ist, lässt sich doch bereits ein
vorläufiges Resümee ziehen: In den vergangenen drei Wochen
verbesserten sich die Standardwerte um durchschnittlich 9,7 Prozent, der Dow
Jones Index stieg von 9.075,14 auf 9.959,71 Punkte. Der technologielastige
Nasdaq Composite profitierte ebenfalls von der Rückkehr der Bullen an Wall Street und
kletterte im selben Zeitraum um 12,6 Prozent auf rund 1.900 Punkte. Seit drei
Wochen bahnen sich die US-Börsen also trotz aller Unkenrufe wie an der Schnur gezogen ihren Weg nach oben.
Die Investoren haben das Börsenjahr 2001 augenscheinlich ad acta gelegt und wetten nun auf eine
konjunkturelle Erholung in 2002. Damit erklärt sich der jüngste Anstieg zumindest teilweise, wenngleich auch die Erkenntnis, dass die Talfahrt an Wall Street
(ebenso wie der Höhenflug in den Jahren 1999/2000) übertrieben war, zu der
Hausse beigetragen hat , ebenso wie das sich abzeichnende Kriegsende in
Afghanistan.  Hinzu kommen erste, verhalten positive Aussagen aus der Industrie, beispielsweise vom Netzwerkriesen Cisco
Systems [Nasdaq: CSCO Kurs/Chart ], oder dem Verband der Halbleiterproduzenten.
Seit Ende letzter Woche ist auch die Angst vor einem Umsatzeinbruch im
Einzelhandel gesunken. Volkswirte hatten nach den Anschlägen vom 11.September
und wegen der gestiegenen Arbeitslosigkeit mit einem Käuferstreik während der
diesjährigen "Holiday Season" (22.11-24.12.) gerechnet. Am Montag
meldete der Einzelhandelsriese Wal-Mart Stores [NYSE: WMT Kurs/Chart ] für den 23.Novemeber jedoch Rekordverkäufe und auch der marktführende eTailer Amazon.com  sagte, die Geschäfte liefen gut.

400 Firmen haben schon gewarnt

Insgesamt ist die Nachrichtenlage somit positiv einzuschätzen, was weitere Kursgewinne an Wall Street wahrscheinlich macht.
Experten prognostizieren zudem eine sukzessive Verbesserung des Konsumklimas und
auch die Arbeitslosenzahlen sollten sich – wenn auch nur saisonbedingt – bis
zum Jahresende verringern. Zwei Faktoren, die dem Handel zusätzliche Impulse
liefern könnten.
Die Vorzeichen für ein Anhalten des positiven Trends stehen somit nicht
schlecht, wenngleich selbst heftige Schwankungen nicht auszuschließen sind.
Denn obwohl die Investoren ihren Blick nach vorne gerichtet haben, werden Hiobsbotschaften das alte Jahr betreffend nicht spurlos an ihnen vorübergehen.
Mehr als 400 US-Firmen haben bereits für das vierte Quartal 2001 gewarnt,
weitere 400 könnten hinzukommen.
Antworten
Happy End:

Der Kaufrausch bezieht sich aber leider nicht

 
27.11.01 15:02
auf die AKtien  ;-)
Antworten
vega2000:

Rausch ? Da fällt mir gerade ein

 
27.11.01 15:11
Wo ist eigentlich schmuggler ?
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