in den News letze 11.04 steht etwas von Mitarbeitergeschäften die bei Gamestop oder AMC von der Bafin überprüft werden
Bafin prüft Mitarbeitergeschäfte mit Gamestop- und AMCAktien
So, 11.04.21 17:21· Quelle: dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Die Finanzaufsicht Bafin untersucht in zwei Fällen, ob Mitarbeiter unerlaubt spekulative
Aktiengeschäfte getätigt haben. Die Geschäfte waren bei einer Untersuchung von Mitarbeitergeschäften mit Aktien der
US-Unternehmen Gamestop und AMC Entertainment aufgefallen. Das geht aus einer Antwort der
Bundesregierung auf eine Anfrage des Finanzexperten der Linken im Bundestag, Fabio de Masi, hervor. Darüber hatte
zuvor das "Handelsblatt" berichtet.
Die Kurskapriolen des US-Videospielehändlers Gamstop hielten die Börsen über Wochen in Atem, ebenso die
Spekulationen um Papiere der Kinokette AMC. Der Wert der Aktien hatte sich teils deutlich erhöht. Bei Gamestop etwa
hatten Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds gezwungen, ihre Wetten auf einen Kursverfall der Papiere
aufzulösen. Dies bescherte der Aktie teils deutliche Kursgewinne.
Die Bundesregierung verwies darauf, dass es sich bei Gamestop und AMC um US-amerikanische Unternehmen handele
und Aktien dieser Unternehmen nicht dem Handelsverbot der Bafin für private Finanzgeschäfte unterliegen. Diese
Unternehmen unterstünden auch nicht der Unternehmensaufsicht der Bafin.
In insgesamt zwei Fällen (zwei Personen) prüfe die Bafin, ob angezeigte private Finanzgeschäfte als spekulativ
einzuordnen seien, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dies
wäre aus Sicht der Bafin und des Ministeriums nicht hinnehmbar. Spekulative Privatgeschäfte seien seit 16. Oktober
2020 für Bafin-Mitarbeiter nicht mehr erlaubt.
In der Zeit zwischen 1. September 2020 und 10. Februar 2021 hatten der Regierungsantwort zufolge vier Mitarbeiter 23
mal Gamestop-Aktien ge- oder verkauft. Vier Mitarbeiter handelten außerdem sechsmal AMC-Aktien (Stand jeweils 22.
März 2021). Die Geschäfte seien von Beschäftigten angezeigt worden. Die Prüfung sei noch nicht vollständig
abgeschlossen, "nach derzeitigem Stand liegen keine Anzeichen für Insidergeschäfte vor", hieß es.
In den untersuchten Zeitraum fällt die erste Welle des spektakulären Schlagabtauschs zwischen gut organisierten
Kleinanlegern und Hedgefonds an den Börsen, die die Kurse dieser Aktien zunächst jäh in die Höhe trieben./sl/DP/mis