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@qwertyyy
Sorry, aber das kannst du mMn so ungenau hier nicht reinposten.
Wenn du einen Put kaufst, dann bist du bearish. Du sicherst dich gegen einen Kursabfall.
Wenn du einen Put VERkaufst, dann bist du aber bullish. Du verdienst nämlich dann Geld, wenn der Kurs steigt. Und das ist das was wir hier ja wollen. Das der Kurs steigt, oder?
Wenn du einen Put VERkaufst kommen sogar noch weitere Vorteile hinzu:
1. Du bekommst eine Prämie für den verkauften Put.
2. Du kriegst die Aktie dadurch mit einem Discount, sollte der Put dir eingebucht werden.
3. Du greifst du mit dem Verkauf eines Puts die Liquidität der Market Maker an.
4. Du zwingst einen Market Maker, wenn er niemanden für deinen Verkauften Put findet, dazu dir die Aktien zu besorgen, wenn der Put dir eingebucht wird.
5. Verfällt die Option OTM (out of the money), dann darfst du die Prämie behalten und kannst gleich den nächsten Put VERkaufen.
Mit anderen Worten: Man greift die Manipulatoren, wie Market Maker, die ganz legal synthetische Shares generieren und so den Kurs manipulieren können.
Nur meine persönliche Meinung und keine Handlungsempfehlung!
Vereinfacht gesagt:
Es gibt Puts und Calls.
Und es gibt Käufer und Verkäufer bei Puts
Und es gibt Käufer und Verkäufer bei Calls.
PUT
Käufer – Hat das Recht die Option zu ziehen oder verfallen zu lassen. Dafür zahlt er eine Prämie.
VERKäufer – Muss die Option erfüllen, wenn der Käufer die Option zieht. Dafür bekommt er eine Prämie.
Call
Käufer – Hat das Recht die Option zu ziehen oder verfallen zu lassen. Dafür zahlt er eine Prämie.
VERKäufer – Muss die Option erfüllen, wenn der Käufer die Option zieht. Dafür bekommt er eine Prämie.
Beispiel:
Käufer eines Puts
Der Käufer eines Puts sichert sich gegen fallende Kurse ab. Er erwirbt sich mit dem Kauf einer Option das Recht 100 Aktien der Firma XY für einen Festpreis zu VERkaufen.
Hat er z.B. AMC bei $30 gekauft und kauft einen Put mit einem Strike Price von $25, dann kann er seine 100 AMC Aktien zum Festpreis von $25 verkaufen, sollte der Kurs abstürzen – egal, ob der Kurs spätestens am Tag des Verfalls der Option bei $24, $10, $5 oder bei $0,01 liegt.
Für das Recht die Wahl zu haben bezahlt der Käufer eine Prämie an den VERkäufer.
VERkäufer eines Puts
Dafür bekommt er eine Prämie als Kompensation seines Risikos.
Käufer eines Calls
Der Käufer eines Calls sichert sich das Einsteigen in eine Aktien, nachdem ihr Kurs z.B. schon durchgestartet ist. Er erwirbt sich also das Recht 100 Aktien der Firma XY für einen Festpreis zu kaufen.
Hat er z.B. eine AMC Call-Option mit einem Strike Price von $30 gekauft und AMC startet durch, dann hat er bis spätestens zum Verfallstag der Option das Recht diese Option zu ziehen und die AMC-Aktie zu einem Festpreis von $30 zu kaufen – egal, ob der Kurs am Tag des Verfalls der Option bei $35, $100, $1000 oder bei $100K liegt.
Für das Recht die Wahl zu haben bezahlt der Käufer eine Prämie an den VERkäufer.
VERkäufer eines Calls
Der VERkäufer eines Calls verpflichtet sich dem Käufers der Option 100 Aktien der Firma XY zu einem Festpreis von $30 zu VERkaufen, wenn der Aktienpreis der betreffenden Aktie spätestens am Verfallstag der Option über dem Strike Price liegt (hier im Beispiel $30).
Der VERkäufer muss dann die 100 Aktien zum Festpreis von $30 VERkaufen – egal, ob der Kurs der Aktie spätestens am Tag des Verfalls der Option bei $35, $100, $1000 oder bei $100K liegt.
Dafür bekommt er eine Prämie als Kompensation seines Risikos.
Nur meine persönliche Meinung und keine Handlungsempfehlung.
Qwertyyy schrieb: „Vor allem Put-Optionen. Das ist ja quasi shorten, da man so auf fallende Kurse setzt.“ Das stimmt ja so nicht ganz, bzw. es ist nur die eine Seite der Medaille.
Bearisch sind Long Puts und Short Calls.
Bullish sind Short Puts und Long Calls.
Das muss man schon so differenziert sagen, denn Put ist somit nicht gleich Put und Call nicht gleich Call.
Aber zu deinen Anmerkungen:
Zu 1)
Natürlich habe ich es verkürzt dargestellt, wenn wenn man das Prämien-Fass aufmacht, dann spielen z.B. die impliziteVolatilität (IV) und die Zeit bis zum Verfall der Option ebenfalls eine Rolle. Definitiv ist Prämie nicht gleich Prämie.
Zu 2)
Du hast ja durch die Prämie quasi eine Gewinnmarge, die geringer wird, wenn die Option gegen dich läuft. Irgendwann kann auch der Breakeven erreicht werden, wo Gewinn und Verlust = 0 sind. Und sollte dieser Punkt überschritten sein, dann macht die Option sogar Verlust. Ich wollte es aufgrund der Komplexität des Themas die verschiedenen Zustände einer Prämie nicht in Gänze ausbreiten, da man jederzeit im Gewinn bis zum Breakeven seine Option (sogar automatisiert) schließen kann.
Aber da wir schon dabei sind: Eine Besonderheit von Option ist: Sollte die Option im Verlust sein, dann kannst du die Option immer noch rollen, sprich auf einen anderen Verfallsdatum in der Zukunft schieben. Dabei kannst du den Zeitraum und den Strike Price zu deinen Gunsten beeinflussen. Beim rollen kaufst du im Endeffekt die Option zurück und verkaufst gleich eine neue. Wenn du es geschickt machst, profitierst du gleich wieder von einer neuen Prämie. Das Rollen ist dann eine Art Notlösung, um kein Verlust mit der Option zu machen. Und wenn man es geschickt macht, kann man sogar durch das mehrfache Rollen seinen Verlust kompensieren oder sogar in die Gewinnzone bringen. Der Nachteil: Es dauert länger, als wenn man eine Option mit Gewinn verkauft und die Position dann schließt.
Das Rollen ist quasi wie eine Elfmeter, den du verschießt, und den du wiederholen darfst – im besten Falle, bis du das Tor machst :) Zum Discount ist noch zu sagen: Wenn dein Strike Price z.B. $20 beträgt und deine Prämie $350, dann liegt dein Breakeven bei $16,5. Sollte der Kurs bei $19 am Verfallstag liegen, dann lässt du dir die Aktie einbuchen – und zwar $2,5 / Aktie billiger als am Markt!
Zu 3
Wenn du eine Option verkaufst, dann ist dein gegenüber meistens ein MM, der dann wiederum woanders einen Kontrakt mit einem Käufer eingeht. Wenn er keinen Käufer findet, dann tritt er als Käufer auf und muss quasi aus seiner Tasche dir die Prämie zahlen.
Ich weiß…wer bin ich schon, dass meine Prämie als Verkäufer einem Market Maker weh tut. :)
Aber stell dir mal vor, du verkaufst einen 20er Put für den 20. Mai 2022. Dafür gibt es aktuell $350 Prämie. Und jetzt stell dir mal vor 2 Mio Apes bilden sich weiter oder noch besser alle 4 Mio. Apes und sie würden diesen und ähnliche Puts verkaufen. Das geht dann schon irgendwann beim MM ist Geld… :)
Zu 4)
Wenn der Market Maker auf dein Gegenüber ist (Käufer), dann muss er die die 100 Aktien besorgen, sollte deine Option ITM sein. Eine weitere Hürde für ihn, weil er Aktien auftreiben muss, die es am Markt nicht mehr gibt. Und wenn er sie sich (legal) „druckt“, ja dann schaufelt er doch sein Loch einfach nur noch tiefer. :) Also alles soweit gut für uns, weil auch sehr bullish!
Zu 5)
Dem ist tatsächlich nichts entgegenzusetzen, denn so kann man noch sogar bei Hodln Geld machen, während sich unsere Freunde einen abschuften. Und wo das zusätzliche Geld dann hinwandern kann, brauche ich dir ja nicht zu sagen… :)
Zum Optionshandel und seine Risiken. Wenn man es nicht versteht, sollte man die Finger davon lassen. Aber ich für meinen Teil muss sagen, dass sich das für mich lohnt. Ich kann beim Warten Geld verdienen und bin mit meinen verkauften Puts sogar bullish. Und wenn mir dann ein AMC Put eingebucht wird…ja mei…dann wird halt mein AMC Position (dann meist mit Discount) größer. :)
Der Fehler, den mMn die Apes seit über einem Jahr machen ist Calls zu kaufen. Das ist mMn komplett verschwendetes Geld und nichts anderes als eine Form von Lotto spielen. „wettest“ du auf einen $30 Call-Strike und AMC bleibt unter $30, dann ist die Prämie, die du bezahlt hast futsch UND du hast keine Aktien. Dann kann man das Geld ja gleich jemandem schenken der es dringender braucht.
Was die Kapitalbindung angeht. Du kannst natürlich mit nur einem Betrag X eine ganze Reihe von Puts als Cash Secured Put nacheinander verkaufen. Und mit den Prämien die du einnimmst kannst du dann jedes Mal die direkt ein Paar Aktien ins Körbchen legen, die du nicht gehabt hättest, wenn du das Geld gleich in Aktien angelegt hättest. Hier finde ich, dass du das etwas zu einseitig beschreibst.
Aktien, die du eingebucht bekommst kannst du ja als Call wieder verkaufen und somit wieder eine Prämie und je nach Strike auch einen weiteren Gewinn erwirtschaften. AMC-Aktien, die du eingebucht bekommst, kannst du wie oben beschrieben als „Erweiterung deines Depots“ behalten. Wichtig ist: Man sollte mMn nur Optionen handeln bei Aktien, die man auch haben will, sollten sie einem eingebucht werden.
Dein Argument, dass man das nur solange machen kann, wie man über Kapital verfügt ist ja kein Optionsbezogener Nachteil, denn das gilt doch für Aktien genauso.
Was die Börse angeht, die Optionen laufen ja über die Cboe (Chicago Board Options Exchange), was ja eine Optionsbörse ist. Das diese jetzt als Dark Pool gesehen wird wäre mir neu. Aber sicher kannst du mir mehr dazu sagen.
Ich kann aber immer meine Prämien an einer Lit-Börse in AMC Aktien eintauschen :)
Wie oben beschrieben: Niemand sollte mit Optionen handeln, wenn er es nicht versteht und sich auch nicht damit auseinandersetzt. Ich setze mich ja auch nicht mit verschlossenen Augen aus Steuer und maße mir an in der Luft eine Boeing 747 zu übernehmen (obwohl Optionen sicher einfacher sind als eine Boeing fliegen :) )
Im Übrigen: Ich kaufe wenn ich kann weiterhin Aktien. Zuletzt heute. 200 Stück. :)
Ich meine Trey hätte gesagt, dass wenn man Optionen handelt, wie ein MM vorgehen sollte. Im Übrigen macht es wenig Sinn einen Put zu kaufen, wenn man einen Squeeze erwartet. Denn mit dem gekauften Put sichert man sich ja nach unten ab. Und da wir nicht verkaufen und fest davon ausgehen, dass die Aktie steigt und mit Sicherheit mehr Wert ist als der Kurs aktuell anzeigt, brauchen wir mMn auch keine Sicherung nach unten :)
Was Trey angeht, ich finde er ist auf dem Weg irgendwie an dem Ganzen zerbrochen und sucht aktuell nach sich selbst. Allerdings muss ich fairerweise auch sagen, dass ich seit Monaten keinen YouTuber mehr schaue, außer heute den Clip von Trey und Astro zum ersten Mal wieder.
Ich verstehe deinen Post absolut nicht als Angriff, da brauchst du dir keine Gedanken machen :) Im Gegenteil, ich finde es sogar gut auch solche kontroverse Themen zu besprechen (wenn es jemanden Überhaupt interessiert). Denn das hilft zu verstehen was genau hier passiert und wie zum Teil gespielt wird.
Ich hoffe meine Antwort ist jetzt nicht zu zerstückelt und du kannst etwas damit anfangen :)
Nur meine persönliche Meinung und keine Handlungsempfehlung!
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