23. Okt. 2001 Nach der Euphorie der Anfangsjahre hat der Neue Markt mittlerweile bei vielen Anlegern sein schlechtes Image als „Zockerbude“ weg. Aber aller Anfang ist schwer, selbst die amerikanische Nasdaq hatte in ihrer „Entstehungsphase“ mit ähnlichen atmosphärischen Störungen zu kämpfen.
Ist die Stimmung verdorben und das Misstrauen gegen Banken und Analysten hoch, dann können unter Umständen objektive Kriterien weiterhelfen. FAZ.NET hat sich die Aktien nach ganz einfachen Punkten angeschaut und tatsächlich ein paar Werte gefunden, die diesen Kriterien genügen. Natürlich müssen die nicht unbedingt der „Weisheit letzter Schluss“ sein. Aber sie können immerhin eine Idee geben, ob man es mit einer „Luftblase“ oder unter Umständen mit einem entwicklungsfähigen Unternehmen zu tun hat.
Traditionelle Kennzahlen helfen nur bedingt
Da am Neuen Markt vor allem so genannte Wachstumsunternehmen gehandelt werden, helfen traditionelle Kennzahlen wie etwas das Kurs-Gewinn-Verhältnis nur bedingt weiter. Aus diesem Grund hat sich FAZ.NET nur dafür interessiert, ob die Unternehmen einen positiven Cash Flow erwirtschaften und ob der Wert aktuell über dem Ausgabekurs liegt. Damit wird ausgeschlossen, dass der Wert zu teuer an den Markt gebracht worden ist und dass nicht nur viel Zukunftsfantasie, sondern auch reale wirtschaftliche Aktivitäten damit verbunden sind.
Selbstverständlich lässt sich damit nicht unbedingt sicherstellen, dass die Performance der Vergangenheit auch auf die Zukunft übertragen werden kann. Denn Unternehmen wie zum Beispiel Balda müssen erst noch beweisen, nicht nur in einem Wachstumsmarkt ohne großen Wettbewerb überleben zu können und Gewinne zu erzielen, sondern auch in gesättigten Märkten mit ultrahartem Preisdruck. Selbst Aixtron kann bei einer anhaltenden Branchenschwäche mit einer längeren Durststrecke konfrontiert werden. Dagegen könnte Thiel sogar von der Wirtschaftsschwäche profitieren, wenn es gelingt, „Out-Sourcing-Aufträge“ an Land zu ziehen. Vom Wachstumsmarkt im Health-Care-Bereich gar nicht zu reden.
Diversifikation als Ausweg
Natürlich lassen sich mit diesem Ansatz neue Firmen nicht erfassen. Dort wird man immer auf spezielles Wissen angewiesen sein, um Zukunftschancen und -risiken des einzelnen Unternehmens und damit der entsprechenden Aktie gegeneinander abwägen zu können. Dabei dürfte in der Regel nicht nur der einzelne Anleger überfordert sein, sondern selbst professionelle Anleger. Als Ausweg bietet sich die Diversifikation über Fonds an: ein Fondsmanager investiert gleichzeitig in mehrere Unternehmen, so dass der Anleger mit einem breit streuenden Fonds gut fahren kann.
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Ist die Stimmung verdorben und das Misstrauen gegen Banken und Analysten hoch, dann können unter Umständen objektive Kriterien weiterhelfen. FAZ.NET hat sich die Aktien nach ganz einfachen Punkten angeschaut und tatsächlich ein paar Werte gefunden, die diesen Kriterien genügen. Natürlich müssen die nicht unbedingt der „Weisheit letzter Schluss“ sein. Aber sie können immerhin eine Idee geben, ob man es mit einer „Luftblase“ oder unter Umständen mit einem entwicklungsfähigen Unternehmen zu tun hat.
Traditionelle Kennzahlen helfen nur bedingt
Da am Neuen Markt vor allem so genannte Wachstumsunternehmen gehandelt werden, helfen traditionelle Kennzahlen wie etwas das Kurs-Gewinn-Verhältnis nur bedingt weiter. Aus diesem Grund hat sich FAZ.NET nur dafür interessiert, ob die Unternehmen einen positiven Cash Flow erwirtschaften und ob der Wert aktuell über dem Ausgabekurs liegt. Damit wird ausgeschlossen, dass der Wert zu teuer an den Markt gebracht worden ist und dass nicht nur viel Zukunftsfantasie, sondern auch reale wirtschaftliche Aktivitäten damit verbunden sind.
Selbstverständlich lässt sich damit nicht unbedingt sicherstellen, dass die Performance der Vergangenheit auch auf die Zukunft übertragen werden kann. Denn Unternehmen wie zum Beispiel Balda müssen erst noch beweisen, nicht nur in einem Wachstumsmarkt ohne großen Wettbewerb überleben zu können und Gewinne zu erzielen, sondern auch in gesättigten Märkten mit ultrahartem Preisdruck. Selbst Aixtron kann bei einer anhaltenden Branchenschwäche mit einer längeren Durststrecke konfrontiert werden. Dagegen könnte Thiel sogar von der Wirtschaftsschwäche profitieren, wenn es gelingt, „Out-Sourcing-Aufträge“ an Land zu ziehen. Vom Wachstumsmarkt im Health-Care-Bereich gar nicht zu reden.
Diversifikation als Ausweg
Natürlich lassen sich mit diesem Ansatz neue Firmen nicht erfassen. Dort wird man immer auf spezielles Wissen angewiesen sein, um Zukunftschancen und -risiken des einzelnen Unternehmens und damit der entsprechenden Aktie gegeneinander abwägen zu können. Dabei dürfte in der Regel nicht nur der einzelne Anleger überfordert sein, sondern selbst professionelle Anleger. Als Ausweg bietet sich die Diversifikation über Fonds an: ein Fondsmanager investiert gleichzeitig in mehrere Unternehmen, so dass der Anleger mit einem breit streuenden Fonds gut fahren kann.