Altana - die "Aktie mit der besten Performance"


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Altana - die "Aktie mit der besten Performance"

 
21.01.02 17:54
Merrill Lynch hat die Altana-Aktie als "Strong Buy" bestätigt. Die WGZ-Bank sieht die Kursentwicklung bei Infineon negativ. General Electric wird von der SEB zum Kauf empfohlen.


Die Aktien des Pharma-Unternehmens Altana (760 080)  sind nach Ansicht von Merrill Lynch wegen einiger vielversprechender Neuentwicklungen weiterhin ein klarer Kauf ("Strong Buy"). Vor allem die Asthma-Medikamente Proflumilast und Ciclesonide hätten großes Potenzial, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Kurzstudie. Im Übrigen habe das Magen-Darm-Präparat Protonix das Altana-Papier im vergangenen Jahr zu "der Aktie mit der besten Performance in unserem Universum" gemacht.

Bereits die sehr konservativen Schätzungen zu Protonix würden das Kursziel von 67 Euro (aktuell 57 Euro) rechtfertigen, schreiben die Merrill-Lynch-Analysten. Es seien aber noch einige Mittel in der Vorbereitung, aufgrund derer die Aktie ein Potenzial von 100 Euro habe. Proflumilast werde voraussichtlich in den Jahren 2003 oder 2004 in Europa und 2004 oder 2005 in den USA an den Start gehen. Die Markteinführung von Ciclesonide in Europa erwartet Merrill Lynch bereits 2003 und in den USA ein Jahr später. Der Umsatz mit diesem Mittel könne 2007 bei einer Milliarde Euro liegen.

Die Analysten weisen außerdem auf die Möglichkeit hin, dass Altana noch in diesem Jahr in den Dax aufgenommen wird. Die Einstufung "Strong Buy" bedeutet, dass das Papier in den nächsten zwölf Monaten voraussichtlich einen Gesamtertrag von mindestens 20 Prozent (Kursgewinn und Dividende) abwerfen wird.

Infineon: Prognosen erfüllt / "Reduzieren" (WGZ-Bank)

Die Analysten der WGZ-Bank haben die Aktie von Infineon (623 100)  nach Vorlage der Geschäftszahlen mit "Reduzieren" bestätigt. Dabei lagen die Ergebnisse des ersten Quartals im Rahmen der Erwartungen. Trotz eines Rückgangs beim Umsatz habe die Siemens-Tochter im Vergleich zum Vorquartal einen höheren Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) ausweisen können. Dies sei vor allem auf die eingeschlagenen Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen, hieß es.

Der Bereich der Speicherprodukte (28 Prozent des Gesamtumsatzes) habe im Vergleich zum Vorquartal sogar um 18 Prozent zugelegt, schrieben die Analysten. Dies wurde mit einer etwas gestiegenen Nachfrage im PC-Bereich und teilweise durch höhere Preise seit Oktober 2001 begründet. Auch der Bereich mobile Kommunikation lief gut.

Insgesamt sei Infineon jedoch weiterhin von der anhaltenden Schwäche des Halbleitermarktes betroffen, hieß es in der Studie. Diese Situation werde sich auch nicht so schnell ändern.

General Electric: Stabiles Wachstum / "Kaufen" (SEB)

Der US-Mischkonzern hat mit seinen Ergebnissen zum Gesamtjahr 2001 sowie dem vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres die Erwartungen der SEB erfüllen und zum Teil sogar übertreffen können. Auch in den kommenden beiden Jahren wird – sofern die Konjunkturerholung an Dynamik gewinnt – mit einem zweistelligen Ergebniszuwachs gerechnet. Die Aktie von General Electric (851 144)  wird auf Jahressicht somit weiter zum Kauf empfohlen, das Kursziel auf 48 Dollar (aktuell 38,68 Dollar in New York, 43,85 Euro in Frankfurt) gesetzt.

Mit den vorgelegten Zahlen habe der Weltkonzern zum wiederholten Male eindrucksvoll belegt, mit welch hohen Kapazitäten selbst in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Lage gute Ergebnisse erzielt werden können. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung sowie von Einsparungen im Verwaltungsbereich konnten die Kosten bereits um 1,2 Milliarden Dollar gesenkt werden. In den kommenden drei Jahren sind weitere Einsparungen von zehn Milliarden Dollar geplant.

Im Gesamtjahr stieg der Gewinn den Analysten zufolge um elf Prozent auf 14,13 Milliarden Dollar. Der Umsatz ging hingegen um drei Prozent auf 125,9 Milliarden Dollar leicht zurück. Im vierten Quartal kletterte der Gewinn des am Börsenwert gemessen weltgrößten Unternehmens gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 9,7 Prozent auf 3,93 Milliarden Dollar. Der Umsatz ging jedoch nach dem Verkauf von Unternehmensanteilen um 2,9 Prozent auf 33,98 Milliarden Dollar zurück.

Die breite Diversifikation der Dienstleistungen und Produkte sowie die konsequenten Kostensenkungsmaßnahmen haben trotz des schwierigen Umfelds zu einem starken Gewinnwachstum beigetragen. Von der Rezession in den USA am stärksten betroffen waren die Bereiche Kunststoffe und elektronische Medien. In den Sparten GE Capital und GE Power erzielte der Konzern sogar ein zweistelliges Plus beim Ergebnis. Ebenfalls freundlich tendierte der Dienstleistungsbereich sowie Haushaltsprodukte im Allgemeinen.
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