Die Münchener Versicherungskonzern Allianz hilft Eon und ist sich gleichzeitig selbst der Nächste. Der Allfinanzriese hält derzeit 10,6 Prozent an Eon. Die Energiegesellschaft plant, den britischen Versorger Powergen samt amerikanischer Tochtergesellschaften zu übernehmen. Für eine Genehmigung durch die US-Börsenaufsicht müsste die Allianz nach Vermutungen der Branche ihren Anteil jedoch auf unter fünf Prozent verringern. Bankenvertreter vermuten eine Platzierung eines Teilanteils - also mindestens 5,6 Prozent - in den nächsten sechs Monaten. Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Eon gewönne Marktanteile in Großbritannien und den USA. Die Allianz erhielte derzeit nach Reuters-Berechnungen etwa 2,5 Milliarden Euro für den Verkauf. Ein Segen für den Allianz-Kurs - das Eon-Papier könnte kurzfristig unter Druck geraten.