30 Prozent Kursgewinn bei der Allianz , rund 50 Prozent bei der Aktie der Münchener Rück : und das alles in nur drei Wochen. Die rasanten Kursgewinne bei den deutschen Versicherungstiteln werden einigen Marktteilnehmern bereits unheimlich. Wer Ende März in der Nähe der Tiefkurse gekauft hat, dürfte über Gewinnmitnahmen nachdenken.
Vom Sorglos-Papier zur hoch volatilen Aktie
Dass die Erholung der stark gebeutelten Versicherungswerte in diesem Tempo weitergeht, ist unwahrscheinlich. Sicher ist dagegen: Aus den ehemaligen Sorglos-Papieren sind extrem volatile Aktien geworden, die starke Nerven erfordern. Besonders die Aktie der Allianz wird von vielen Investoren wie ein Call-Optionsschein auf den Deutschen Aktienindex angesehen: Erholt sich der Dax, steigt die Aktie der Allianz erst recht.
Die hohe Aktienquote, die die Versicherer in ihren Portfolios aufgebaut haben, fesselt sie nun auf Gedeih und Verderb an die Entwicklung des Index'. Die Papiere, die für Wertsteigerungen und dicke Renditen sorgen sollten, haben sich nach drei Jahren Börsenbaisse zu einer schweren Belastung entwickelt. Allianz und Münchener Rück schleppen milliardenschwere stille Lasten mit sich herum, die sie früher oder später in ihren Bilanzen abschreiben müssen: Sollte sich der Markt jedoch wieder erholen, schmilzt auch die Last der Versicherer dahin.
Der Hebel wirkt - in beide Richtungen
Die Versicherer haben bewiesen, dass sie die Entwicklung des Dax deutlich übertreffen: Sowohl nach oben als auch nach unten. Seit April 2002 haben Allianz und Münchener Rück jeweils rund 75 Prozent an Wert verloren und damit die Talfahrt des Deutschen Aktienindex noch deutlich übertroffen. Kaum verwunderlich, dass der Hebel nun auch in der Aufwärtsbewegung funktioniert und die Erholung schneller vorangeht als im Gesamtindex.
Die Allianz gehe eine unangemessen riskante Wette auf eine Erholung an den Kapitalmärkten ein, hatten die Analysten der US-Investmentbank kritisiert und damit ihre Verkaufsempfehlung begründet. Umgekehrt heißt das aber auch: Sollte sich der Markt tatsächlich erholen, hat die Allianz viel Potenzial nach oben.
Marktwert dramatisch geschmolzen
Wer jetzt in Versicherungswerte einsteigt, sollte davon überzeugt sein, dass die Erholung an den Börsen weitergeht. Wer nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Woche auf einen erneuten Rücksetzer im Dax spekuliert, dürfte Allianz und Münchener Rück in diesem Fall zu deutlich günstigeren Kursen einsammeln. Doch bleibt das Risiko, einer Erholung hinterherzulaufen.
Besonders die Allianz ist in den vergangenen zwei Jahren auch von Leerverkäufern so stark nach unten geprügelt worden, dass sie mit einer Marktkapitalisierung von rund 15 Milliarden Euro an der Börse nur noch etwas mehr als die Hälfte von dem wert ist wie beispielsweise die Deutsche Bank (28 Milliarden Euro). Und auch die Deutsche Bank hat mit zahlreichen Problemen zu kämpfen und notiert weit unter ihren Höchstkursen.
So long,
Calexa
www.investorweb.de
Vom Sorglos-Papier zur hoch volatilen Aktie
Dass die Erholung der stark gebeutelten Versicherungswerte in diesem Tempo weitergeht, ist unwahrscheinlich. Sicher ist dagegen: Aus den ehemaligen Sorglos-Papieren sind extrem volatile Aktien geworden, die starke Nerven erfordern. Besonders die Aktie der Allianz wird von vielen Investoren wie ein Call-Optionsschein auf den Deutschen Aktienindex angesehen: Erholt sich der Dax, steigt die Aktie der Allianz erst recht.
Die hohe Aktienquote, die die Versicherer in ihren Portfolios aufgebaut haben, fesselt sie nun auf Gedeih und Verderb an die Entwicklung des Index'. Die Papiere, die für Wertsteigerungen und dicke Renditen sorgen sollten, haben sich nach drei Jahren Börsenbaisse zu einer schweren Belastung entwickelt. Allianz und Münchener Rück schleppen milliardenschwere stille Lasten mit sich herum, die sie früher oder später in ihren Bilanzen abschreiben müssen: Sollte sich der Markt jedoch wieder erholen, schmilzt auch die Last der Versicherer dahin.
Der Hebel wirkt - in beide Richtungen
Die Versicherer haben bewiesen, dass sie die Entwicklung des Dax deutlich übertreffen: Sowohl nach oben als auch nach unten. Seit April 2002 haben Allianz und Münchener Rück jeweils rund 75 Prozent an Wert verloren und damit die Talfahrt des Deutschen Aktienindex noch deutlich übertroffen. Kaum verwunderlich, dass der Hebel nun auch in der Aufwärtsbewegung funktioniert und die Erholung schneller vorangeht als im Gesamtindex.
Die Allianz gehe eine unangemessen riskante Wette auf eine Erholung an den Kapitalmärkten ein, hatten die Analysten der US-Investmentbank kritisiert und damit ihre Verkaufsempfehlung begründet. Umgekehrt heißt das aber auch: Sollte sich der Markt tatsächlich erholen, hat die Allianz viel Potenzial nach oben.
Marktwert dramatisch geschmolzen
Wer jetzt in Versicherungswerte einsteigt, sollte davon überzeugt sein, dass die Erholung an den Börsen weitergeht. Wer nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Woche auf einen erneuten Rücksetzer im Dax spekuliert, dürfte Allianz und Münchener Rück in diesem Fall zu deutlich günstigeren Kursen einsammeln. Doch bleibt das Risiko, einer Erholung hinterherzulaufen.
Besonders die Allianz ist in den vergangenen zwei Jahren auch von Leerverkäufern so stark nach unten geprügelt worden, dass sie mit einer Marktkapitalisierung von rund 15 Milliarden Euro an der Börse nur noch etwas mehr als die Hälfte von dem wert ist wie beispielsweise die Deutsche Bank (28 Milliarden Euro). Und auch die Deutsche Bank hat mit zahlreichen Problemen zu kämpfen und notiert weit unter ihren Höchstkursen.
So long,
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