US-Ölpreis peilt 70-Dollar-Marke an
An den Ölmärkten ist weiter keine Entspannung in Sicht. Der schwelende Atomkonflikt mit dem Iran hat den US-Ölpreis heute über die Marke von 69 Dollar getrieben.
Singapur/Hamburg - Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Morgen im elektronischen Handel 69,09 Dollar und damit 35 Cent mehr als zu Handelsschluss am Vortag. "Einige Marktteilnehmer reagieren weiter auf die Presseberichte vom Wochenende zum Atomkonflikt mit Iran", sagte Rohstoffexperte Victor Shum von der Energieberatungsgesellschaft Purvin and Gertz.
Atomanlage in Iran (bei Isfahan): Blut der Ölhändler gerät in Wallung
Es habe nur ein wenig psychologischer Kriegsführung bedurft, um das Blut der Marktteilnehmer in Wallung zu bringen, sagte auch Analyst Phil Flynn von Alaron Trading. Amerikanische Medien hatten berichtet, die US-Regierung prüfe derzeit intensiv alle Kriegsoptionen gegen Teheran. Der angesehene Autor Seymour Hersh berichtete im Magazin "New Yorker" über Planungen, die auch einen nuklearen Angriff auf den unterirdischen Uran-Anreicherungsbetrieb Natans im Norden Irans in Betracht ziehen.
US-Präsident George W. Bush hatte gestern zwar von "wilden Spekulationen" gesprochen. Die USA seien diplomatischen Lösungen verpflichtet, sagte er. Die Märkte konnte das dennoch nicht beruhigen. Der steigende Ölpreis zählt zu den Top-Risiken der Weltwirtschaft und hat auch die Stimmung an den US-Börsen belastet. Der Dow Jones Index ging lediglich 0,19 Prozent fester auf 11.141,33 Punkten aus dem Handel, nachdem er zeitweise bis auf 11.185,54 Punkte gestiegen war.
Weiterhin angespannt ist die Lage auch am Benzinmarkt. Der Spritpreis in Deutschland setzt kurz vor Ostern seinen Höhenflug fort: Nach Angaben des ADAC wurden gestern für einen Liter Superbenzin im Durchschnitt rund 1,33 Euro verlangt. Damit ist ein Jahreshöchststand erreicht. Auch der Dieselpreis erreichte mit 1,14 Euro pro Liter ein Jahreshoch.
In der vergangenen Woche hatte der Benzinpreis mit 1,32 Euro schon ein Jahreshoch markiert, Diesel dagegen noch nicht. Die Ölkonzerne begründeten ihre Preiserhöhungen in der vergangenen Woche mit den angezogenen Beschaffungspreisen am Rotterdamer Markt.
An den Ölmärkten ist weiter keine Entspannung in Sicht. Der schwelende Atomkonflikt mit dem Iran hat den US-Ölpreis heute über die Marke von 69 Dollar getrieben.
Singapur/Hamburg - Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Morgen im elektronischen Handel 69,09 Dollar und damit 35 Cent mehr als zu Handelsschluss am Vortag. "Einige Marktteilnehmer reagieren weiter auf die Presseberichte vom Wochenende zum Atomkonflikt mit Iran", sagte Rohstoffexperte Victor Shum von der Energieberatungsgesellschaft Purvin and Gertz.
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Es habe nur ein wenig psychologischer Kriegsführung bedurft, um das Blut der Marktteilnehmer in Wallung zu bringen, sagte auch Analyst Phil Flynn von Alaron Trading. Amerikanische Medien hatten berichtet, die US-Regierung prüfe derzeit intensiv alle Kriegsoptionen gegen Teheran. Der angesehene Autor Seymour Hersh berichtete im Magazin "New Yorker" über Planungen, die auch einen nuklearen Angriff auf den unterirdischen Uran-Anreicherungsbetrieb Natans im Norden Irans in Betracht ziehen.
US-Präsident George W. Bush hatte gestern zwar von "wilden Spekulationen" gesprochen. Die USA seien diplomatischen Lösungen verpflichtet, sagte er. Die Märkte konnte das dennoch nicht beruhigen. Der steigende Ölpreis zählt zu den Top-Risiken der Weltwirtschaft und hat auch die Stimmung an den US-Börsen belastet. Der Dow Jones Index ging lediglich 0,19 Prozent fester auf 11.141,33 Punkten aus dem Handel, nachdem er zeitweise bis auf 11.185,54 Punkte gestiegen war.
Weiterhin angespannt ist die Lage auch am Benzinmarkt. Der Spritpreis in Deutschland setzt kurz vor Ostern seinen Höhenflug fort: Nach Angaben des ADAC wurden gestern für einen Liter Superbenzin im Durchschnitt rund 1,33 Euro verlangt. Damit ist ein Jahreshöchststand erreicht. Auch der Dieselpreis erreichte mit 1,14 Euro pro Liter ein Jahreshoch.
In der vergangenen Woche hatte der Benzinpreis mit 1,32 Euro schon ein Jahreshoch markiert, Diesel dagegen noch nicht. Die Ölkonzerne begründeten ihre Preiserhöhungen in der vergangenen Woche mit den angezogenen Beschaffungspreisen am Rotterdamer Markt.
