Aktienbewertung:
Börsenanalysten als Sprach-Jongleure
Den todsicheren Tipp gibt es nicht, deshalb sollten sich Anleger vor Experten hüten, die sichere Gewinne voraussagen. Gerade Vermögens- und Anlageberater der Kreditinstitute haben in jüngster Vergangenheit die Anleger verunsichert. Nicht nur, dass ihre Empfehlungen schon Tage später von der Börsenrealität eingeholt wurden, auch ihre Sprache wird immer vielfältiger und unverständlicher. Gab es früher noch drei einfache Begriffe, wie Kaufen, Halten und Verkaufen findet der Anleger heute Begriffe wie Akkumulieren, Aufstocken, Outperformer oder Underperformer. Die Aussagen sind jedoch nach wie vor die gleichen, nur die Orientierung für den Aktionär wird immer schwieriger.
Analysten vergeben sogenannte Ratings, die als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zum Einsatz kommen. Je nach Geldinstitut kommen drei bis sechs Abstufungen zum Einsatz. Jedes Investmenthaus hat seine eigenen Abstufungen. So arbeiten die Analysten der US-Bank Lehmann Brothers mit vier Abstufungen Buy, Outperform, Neutral, Sell, während es bei Goldmann Sachs sechs Begriffe gibt: Priority List, Recommended List, Trading Buy, Market Outperform, Market Perform, Market Underperform.
Wenn Analysten beispielsweise von Übergewichten sprechen, raten sie dem Anleger, einen Schwerpunkt seines Depots auf die betreffende Aktie zu richten. Interessant wird es immer, wenn Banken Aktien herauf- oder herabstufen (sie sprechen von up- und down-graden). Das geschieht in aller Regel nicht ohne Grund. Entweder hat das Unternehmen neue Geschäftszahlen veröffentlicht, die neu bewertet werden müssen. Oder aber die Gesellschaft korrigiert ihre Gewinnschätzungen nach oben oder unten. Es kann aber auch sein, dass das Unternehmen neue Projekte vorstellt, die dann von den Analysten gutgeheißen werden - oder auch nicht. Dann gibt es eben neue Empfehlungen, die vom Markt mit Spannung erwartet werden. Die Börse reagiert manchmal sogar mit einem extremen Kursverfall, wenn Analysten zum Beispiel von Kaufen auf Halten herunterstufen.
Die fünf gebräuchlichsten Abstufungen:
Kaufen, Strong buy, Market Outperform, Überdurchschnittlich, Buy, Recommended for Purchase List: Hier meinen Analysten, dass sie für eine Aktie nicht nur gute sondern glänzende Aussichten erwarten: Kaufen ist deutlich besser als bloß Akkumulieren. Die Aktie birgt nach Meinung der Analysten ein enormes Kurspotential. Die Analysten rechnen mit einen Sprung von 25 Prozent und mehr für die nächsten 12 bis 18 Monate. Der Wert wird wesentlich mehr zulegen als der Branchenindex.
Aufstocken, Buy, Accumulate, Buy Undervalued, Outperformer, Unterbewertet, Trading Buy, Long-Term Buy: Wenn eine Aktie outperformed, dann läuft sie in den nächsten Monaten wahrscheinlich besser als der vergleichbare Branchenindex. Analysten glauben an ein hohes Kurspotenzial der Aktie und erwarten einen Kursanstieg von 10 bis 25 Prozent. Oft sprechen Analysten auch von unterbewerteten Papieren. Die Aktien erscheinen im Vergleich zu anderen Aktien der Branche zu billig. Gründe können sein, dass das Unternehmen durch Neuentwicklung Marktvorherrschaft erreichet oder ein Branchenboom durch hohe Nachfrage erwartet wird.
Halten, Market Perform, Neutral, Hold, 0: Die Aktie bewegt sich wie der Gesamtmarkt (Marketperformer). Die Analysten erwarten, dass die Aktie im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahren 10 Prozent nach oben gehen könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es um die gleiche Spanne nach unten geht, ist aber genauso hoch.
Reduzieren, Reduce, Overvalued, Überbewertet, Underperform: Hier glauben die Analysten, dass der Wert der Aktie hinter der Entwicklung des Branchenindizes zurückbleibt (= underperform). Es geht voraussichtlich abwärts, aber nicht so stark, wie bei einer klaren Verkaufsempfehlung. Es droht ein Kursverlust von 10 bis 25 Prozent. Anleger sollten zumindest einen Teil der Aktien verkaufen. Analysten sprechen oft auch von overvalued oder überbewertet. Das signalisiert: Die Aktie ist (aus fundamentalen oder anderen Gründen) zu teuer.
Verkaufen, Sell, Market Underperform: Hier prophezeien die Analysten düstere Aussichten und erwarten, dass die Aktie kräftig einbrechen wird. Da Bankhäuser haben unterschiedliche Rating-Systeme, so dass es schwierig ist, eine einheitliche Zahl anzugeben, um wie viel Prozent es nun wahrscheinlich abwärts geht. Die Aktie wird aber voraussichtlich um 25 Prozent oder mehr fallen. Die meisten Banken geben Ihre Prognosen für die kommenden 12 bis 18 Monate an. Um Verluste zu begrenzen, sollten sich Anleger daher von der Aktie trennen. Solche Urteile werden zum Beispiel gefällt, wenn ein Unternehmen schlechte Bilanz-Zahlen vorlegt, oder sich die Chancen der gesamten Branche massiv verschlechtert haben. Ein weiterer Grund kann sein, dass Analysten die Erfolgsaussichten bestimmter Geschäfte negativ beurteilen, wie beispielsweise hohe Investitionen oder den Verkauf einer Unternehmenssparte.
Quelle: www.biallo.de
Wenn man denen nur glauben könnte!!!!!!!
mfg
gere1
Börsenanalysten als Sprach-Jongleure
Den todsicheren Tipp gibt es nicht, deshalb sollten sich Anleger vor Experten hüten, die sichere Gewinne voraussagen. Gerade Vermögens- und Anlageberater der Kreditinstitute haben in jüngster Vergangenheit die Anleger verunsichert. Nicht nur, dass ihre Empfehlungen schon Tage später von der Börsenrealität eingeholt wurden, auch ihre Sprache wird immer vielfältiger und unverständlicher. Gab es früher noch drei einfache Begriffe, wie Kaufen, Halten und Verkaufen findet der Anleger heute Begriffe wie Akkumulieren, Aufstocken, Outperformer oder Underperformer. Die Aussagen sind jedoch nach wie vor die gleichen, nur die Orientierung für den Aktionär wird immer schwieriger.
Analysten vergeben sogenannte Ratings, die als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zum Einsatz kommen. Je nach Geldinstitut kommen drei bis sechs Abstufungen zum Einsatz. Jedes Investmenthaus hat seine eigenen Abstufungen. So arbeiten die Analysten der US-Bank Lehmann Brothers mit vier Abstufungen Buy, Outperform, Neutral, Sell, während es bei Goldmann Sachs sechs Begriffe gibt: Priority List, Recommended List, Trading Buy, Market Outperform, Market Perform, Market Underperform.
Wenn Analysten beispielsweise von Übergewichten sprechen, raten sie dem Anleger, einen Schwerpunkt seines Depots auf die betreffende Aktie zu richten. Interessant wird es immer, wenn Banken Aktien herauf- oder herabstufen (sie sprechen von up- und down-graden). Das geschieht in aller Regel nicht ohne Grund. Entweder hat das Unternehmen neue Geschäftszahlen veröffentlicht, die neu bewertet werden müssen. Oder aber die Gesellschaft korrigiert ihre Gewinnschätzungen nach oben oder unten. Es kann aber auch sein, dass das Unternehmen neue Projekte vorstellt, die dann von den Analysten gutgeheißen werden - oder auch nicht. Dann gibt es eben neue Empfehlungen, die vom Markt mit Spannung erwartet werden. Die Börse reagiert manchmal sogar mit einem extremen Kursverfall, wenn Analysten zum Beispiel von Kaufen auf Halten herunterstufen.
Die fünf gebräuchlichsten Abstufungen:
Kaufen, Strong buy, Market Outperform, Überdurchschnittlich, Buy, Recommended for Purchase List: Hier meinen Analysten, dass sie für eine Aktie nicht nur gute sondern glänzende Aussichten erwarten: Kaufen ist deutlich besser als bloß Akkumulieren. Die Aktie birgt nach Meinung der Analysten ein enormes Kurspotential. Die Analysten rechnen mit einen Sprung von 25 Prozent und mehr für die nächsten 12 bis 18 Monate. Der Wert wird wesentlich mehr zulegen als der Branchenindex.
Aufstocken, Buy, Accumulate, Buy Undervalued, Outperformer, Unterbewertet, Trading Buy, Long-Term Buy: Wenn eine Aktie outperformed, dann läuft sie in den nächsten Monaten wahrscheinlich besser als der vergleichbare Branchenindex. Analysten glauben an ein hohes Kurspotenzial der Aktie und erwarten einen Kursanstieg von 10 bis 25 Prozent. Oft sprechen Analysten auch von unterbewerteten Papieren. Die Aktien erscheinen im Vergleich zu anderen Aktien der Branche zu billig. Gründe können sein, dass das Unternehmen durch Neuentwicklung Marktvorherrschaft erreichet oder ein Branchenboom durch hohe Nachfrage erwartet wird.
Halten, Market Perform, Neutral, Hold, 0: Die Aktie bewegt sich wie der Gesamtmarkt (Marketperformer). Die Analysten erwarten, dass die Aktie im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahren 10 Prozent nach oben gehen könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es um die gleiche Spanne nach unten geht, ist aber genauso hoch.
Reduzieren, Reduce, Overvalued, Überbewertet, Underperform: Hier glauben die Analysten, dass der Wert der Aktie hinter der Entwicklung des Branchenindizes zurückbleibt (= underperform). Es geht voraussichtlich abwärts, aber nicht so stark, wie bei einer klaren Verkaufsempfehlung. Es droht ein Kursverlust von 10 bis 25 Prozent. Anleger sollten zumindest einen Teil der Aktien verkaufen. Analysten sprechen oft auch von overvalued oder überbewertet. Das signalisiert: Die Aktie ist (aus fundamentalen oder anderen Gründen) zu teuer.
Verkaufen, Sell, Market Underperform: Hier prophezeien die Analysten düstere Aussichten und erwarten, dass die Aktie kräftig einbrechen wird. Da Bankhäuser haben unterschiedliche Rating-Systeme, so dass es schwierig ist, eine einheitliche Zahl anzugeben, um wie viel Prozent es nun wahrscheinlich abwärts geht. Die Aktie wird aber voraussichtlich um 25 Prozent oder mehr fallen. Die meisten Banken geben Ihre Prognosen für die kommenden 12 bis 18 Monate an. Um Verluste zu begrenzen, sollten sich Anleger daher von der Aktie trennen. Solche Urteile werden zum Beispiel gefällt, wenn ein Unternehmen schlechte Bilanz-Zahlen vorlegt, oder sich die Chancen der gesamten Branche massiv verschlechtert haben. Ein weiterer Grund kann sein, dass Analysten die Erfolgsaussichten bestimmter Geschäfte negativ beurteilen, wie beispielsweise hohe Investitionen oder den Verkauf einer Unternehmenssparte.
Quelle: www.biallo.de
Wenn man denen nur glauben könnte!!!!!!!
mfg
gere1